Für die Verteidigung des Glaubens sterben und andere fundamentalistische Auswüchse: Eine neue Studie zeigt, dass muslimische Jugendliche häufiger antidemokratische, abwertende und gewaltaffine Haltungen vertreten

  • TheTiltster@feddit.org
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    2 days ago

    “Von 515 jugendlichen Muslimen aus Wien sehen 41% islamische Gebote über den österreichischen Gesetzen stehen”

    Bitteschön.

  • ftbd@feddit.org
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    2 days ago

    Da das Recht nicht zwangsläufig gerecht ist finde ich es nur richtig, eigene Moralvorstellungen zu haben die man als grundlegender ansieht. Diese Moralvorstellungen aus organisierter Religion statt aus eigener Reflektion zu beziehen finde ich prinzipiell problematisch, aber nachvollziehbar

    • Quittenbrot@feddit.org
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      2 days ago

      Da das Recht nicht zwangsläufig gerecht ist finde ich es nur richtig, eigene Moralvorstellungen zu haben die man als grundlegender ansieht.

      Dann läuft man in der Gesellschaft aber zwangsläufig ins Problem, was das gemeinsame Fundament an Regeln ist, auf das man sich geeinigt hat.

      • 🦄🦄🦄@feddit.org
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        2 days ago

        Ich hab da nicht mit drüber entscheiden dürfen tbh. Aber ich hab halt auch keine Milliarden.

        • Quittenbrot@feddit.org
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          2 days ago

          Naja… du hast schon die Möglichkeit, regelmäßig und auf verschiedenen Ebenen deinen politischen Willen per Wahlstimme auszudrücken. Darüber, dass das noch lange nicht optimal läuft, brauchen wir uns nicht streiten. Aber die demokratische Legitimation ist schon gegeben.

          • 🦄🦄🦄@feddit.org
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            2 days ago

            Es ging ja aber um bestehende Gesetze, auf die man sich als Gesellschaft geeinigt hat. Das stimmt halt einfach nicht, wie wir bspw. an dem Paragrafen bzgl. Schwarzfahren sehen. Der existiert ganz ohne demokratischen Konsens, weil er halt von den Nazis eingebracht wurde.

            Edit: Nachdem ich nochmal drüber nachgedacht habe: Das stimmt auch einfach nicht. Ich habe als Bürgerin keinen direkten Einfluss auf Gesetze. Ich kann hoffen, dass die Partei, der ich meine Stimme gebe Gesetze verabschiedet, die mit meiner Position übereingehen, aber einen direkten Einfluss darauf nehmen, kann ich nicht.

            • Quittenbrot@feddit.org
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              2 days ago

              Der existiert ganz ohne demokratischen Konsens, weil er halt von den Nazis eingebracht wurde.

              Naja. Die Entscheidung, das StGB in dieser Form in der Bundesrepublik zu übernehmen, haben demokratisch legitimierte Politiker getroffen. Seit dem gibt es ständige Novellierungen und Anpassungen durch demokratisch legitimierte Politiker. Wie ja auch die Diskussion über diesen Paragraphen.

              Die Tatsache, dass sich noch keine Mehrheit finden konnte, diesen Paragraphen zu ändern, lässt sich in meinen Augen nicht damit gleichsetzen, dass er nicht demokratisch legitimiert ist. Es hält ja auch niemanden davon ab, ganz explizit mit dem Versprechen anzutreten, diesen Paragraphen abzuschaffen und sich entsprechend wählen zu lassen.

              Ich kann hoffen, dass die Partei, der ich meine Stimme gebe Gesetze verabschiedet, die mit meiner Position übereingehen, aber einen direkten Einfluss darauf nehmen, kann ich nicht.

              Das wäre bei 90 Mio Leuten auch wenig praktikabel. Wir müssten jeden Tag alle über zig verschiedene Dinge entscheiden. Darum haben wir das outgesourced an Politiker, die das in unserem Namen und unserem Interesse lösen sollen (mit einem ganz dicken Sollen!)

            • Micromot@piefed.social
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              2 days ago

              Das ist auch ein bisschen das Problem mit der parlamentarischen Demokratie.

              Die bestehenden Gesetze werden durch die Aktion des “Wählen gehen” legitimiert.

              Es besteht aber durch diese Wahl nicht die Möglichkeit direkt zu entscheiden, wie die Gesetze sein sollen.

              Am Ende wird meistens mit den Argumenten: Wirtschaft, Staatsräson und Sicherheit eine Inaktion oder Handlungen gegen den Willen der Bevölkerung begründet.

              Bestimmte Gesetze werden nicht von Parteien geändert, weil das gegen das System des grundlegenden Staats geht oder gegen die Interessen des Staats geht

              In der parlamentarischen Demokratie wird nicht das System gewählt, sondern nur wer den Staat mit all seinen Regeln und Interessen lenkt.

              Dazu gehören eben die Argumente, weshalb Politiker gegen den Willen der Wähler agieren.

              Und dazu gibt es dann noch Korruption, die aktuell allgegenwärtig ist.

              Dazu ein interessantes Video: https://youtu.be/3P_nMEKytq8

            • Havald@lemmy.world
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              2 days ago

              Du kannst dich zu jedem Thema bei deinen Repräsentanten melden. Wenn du willst, das auf ein bestimmtes Gesetz ändert, dann haben die Politiker Email Adressen veröffentlicht bei denen sich Bürger melden können. Das geht auf kommunaler Ebene, da kriegst auch am ehesten eine Antwort, aber auch auf Lndes- und Bundesebene. Natürlich sind das nicht immer die Politiker selbst, die du da erreichst, aber sachlich formulierte Anfragen werden auch weitergeleitet.

              Wenn sich genug bei den “kleinen” Politikern melden oder es ihnen auch persönlich ein Anliegen ist, dann machen die Druck nach oben.

        • Latschenkiefer@feddit.orgOP
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          11 hours ago

          Deshalb reden wir ja auch übers Grundgesetz. Es kann kein gesellschaftlichiches Fundament geben auf dass man sich gemeinschaftlich einigt, wenn Teile der Gesellschaft dadurch ausgegrenzt werden, weil die ausgegrenzten Personen nicht mehr das Regelwerk aktzeptieren können.

          Menschenrechte und Demokratie funktionieren nur zusammen, man kann nicht das eine abschaffen, ohne dass das andere irgendwann auch endet.

    • Latschenkiefer@feddit.orgOP
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      2 days ago

      Diese eigenen Moralvorstellungen müssen aber im Einklang mit dem Grundgesetz stehen. Es ist nicht zu viel verlangt, dass sich alle darauf einigen können, dass sich jeder frei entfalten darf usw. Gewisse religiöse Werte lassen sich ja gut mit dem Gesetz vereinbaren, zb Almosen geben oder Fasten. Aber Homosexualität abzulehnen oder die Demokratie, ist es nicht.

      Edit: ich möchte mich korrigieren, natürlich steht allgemein im GG auch viel was man nicht gutheißen muss und kann man natürlich Moralvorstellungen haben die davon abweichen und jeder hat dass Recht auf Demokratischem Wege seine Moralvorstellungen in dass GG mit einzubringen. An die aktuellen Gesetze muss man sich trotzdem halten.

      Was ich ursprünglich meinte sind jedoch die FDGO und Menschenrechte die im GG verankert sind, diese zu akzeptieren halte ich nicht für optional. Was Österreich betrifft, weiß ich nicht genau wie dies dort geregelt ist, Rechtstatatlichkeit und Menschenrechte sind meines Wissens aber auch dort in der Verfassung zu finden.

      • Obin@feddit.org
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        2 days ago

        Ohne jetzt den Artikel gelesen zu haben und konkret darauf einzugehen um was es genau für Glaubensinhalte geht:

        Diese eigenen Moralvorstellungen müssen aber im Einklang mit dem Grundgesetz stehen.

        Diese Aussage geht aber doch aus dem Umstand hervor, dass du persönlich das Grundgesetz nach deiner eigenen Moral als gut bewertest, oder? Oder würdest du auch sagen, dass auch in Ländern wie Nordkorea die Moral des Einzelnen nicht über der Verfassung stehen kann, die (wahrscheinlich) irgendwas sagt wie dass die Kims von Göttern abstammen und deswegen unfehlbar sind?

        Oder anders: Ich stelle auch meine Moral über das Deutsche Grundgesetz, aber das Grundgesetz hat dabei das Glück, dass sich meine Moral größtenteils damit deckt. Größtenteils, weil es steht auch Bullshit im Grundgesetz, wie die geschlechtsspezifische Wehrpflicht und Ausnahme für Zwangsarbeit im Gefängnis.

        Oder nochmal anders: Wenn irgendwann die Braune Koalition alle möglichen menschenverachtenden Grundgesetzänderungen durchführt, dann sagst du ja auch nicht, “Tja, meine Moral sagt anders, aber dann halt jetzt weg mit den Ausländern und Transpersonen, weil das Grundgesetz steht über meiner Moral und darauf müssen sich alle einigen können!”

        Natürlich steht für jeden seine persönliche Moral über dem Grundgesetz, unabhängig davon ob das jetzt individuell gut oder schlecht ist. 🤷

        • Latschenkiefer@feddit.orgOP
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          2 days ago

          Du kannst ja eine Moral haben die für dich persönlich über dem Gesetz steht, aber im Umgang mit anderen Menschen muss diese Moral in den Hintergrund rücken und dass Grundgesetz an erster Stelle stehen. Weil wenn du meine Grundrechte nicht achtest und ich deine nicht, weil wir unterschiedliche Moralvorstellungen haben, dann läuft dass alles hier nicht. Du darfst deine Moral aber gerne auf demokratische Art ins Grundgesetz mit aufnehmen, zb indem du für die Abschaffung der geschlechterspezifischen Wehrpflicht stimmst.

          Und die von dir angesprochenen Änderungen des Grundgesetzes würden das Grundgesetz zu etwas anderem als dem Grundgesetz machen, da die FDGO ein fester Bestandteil dieser sind. (Zusammen mit Artikel 1 und 20 welche durch die Ewigkeitsklausel geschützt sind)

          Und sollte mal alles schief gehen und die Faschos/Islamisten oder sonst wer das Land übernehmen und die Grundrechte beseitigen, hast du das gute Recht alles notwendige zu Unternehmen um die wieder weg zu machen.

          • Obin@feddit.org
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            2 days ago

            Du kannst ja eine Moral haben die für dich persönlich über dem Gesetz steht, aber im Umgang mit anderen Menschen muss diese Moral in den Hintergrund rücken und dass Grundgesetz an erster Stelle stehen.

            Nein, das muss sie nicht. Es heißt nicht Grundgesetz, weil es über allem anderen steht, sondern weil es die Basis für alles andere ist, ein kleinster gemeinsamer Nenner, ein Bare-Minimum, ein beschissener Kompromiss, mit dem wir leben müssen, solange wir nichts besseres haben. Wenn wir alle nur exakt stur das machen was im Grundgesetz steht und keinen Strich mehr, dann sähe unsere Gesellschaft ziemlich scheiße aus, also noch beschissener als eh schon. Und dass das Grundgesetz zuweilen recht geduldig ist zeigen die Ergüsse von Jahrzehntelanger CDU-Politik.

            Du musst und sollst also keine Lobgesänge auf das tolle Grundgesetz singen, mit dem Text unterm Kopfkissen schlafen oder ihm deine eigene Moral oder Philosophie unterordnen, und wenn deine Moral nicht ein ganzes Stück über dem Grundgesetz steht, dann hab ich persönlich wenig Respekt für dich.

            Das Einzige was du musst, ist zu erwarten und zu akzeptieren, dass die Gesellschaft die in einer Verfassung vereinbarte Basis an Werten durchsetzt. Und das gilt nicht nur in unserer super-duper freiheitlichen freiheitsdemokratischen Freiheitsgrundordnung, sondern überall in der Welt, wo es wahrscheinlich genau so freiheitlich heißt, aber entweder mehr oder weniger freiheitlich ist als bei uns.

            Und die von dir angesprochenen Änderungen des Grundgesetzes würden das Grundgesetz zu etwas anderem als dem Grundgesetz machen, da die FDGO ein fester Bestandteil dieser sind.

            Das Gesetz kann man nicht brechen, weil es ist verboten das Gesetz zu brechen, so steht es im Gesetz.

            Und sollte mal alles schief gehen und die Faschos/Islamisten oder sonst wer das Land übernehmen und die Grundrechte beseitigen, hast du das gute Recht alles notwendige zu Unternehmen um die wieder weg zu machen.

            Und dir ist nicht bewusst wie dieser Übergang komplett subjektiv und flüssig ist? Und ich meine das jetzt nichtmal im Kontext von moralischem Relativismus (nicht mein Ding), sondern schlicht und einfach, dass es komplette Interpretationssache ist, wann der Punkt erreicht ist, an dem es von dem Einen in das Andere um schwingt. Ich könnte dir 100 Gründe geben warum der Punkt jetzt schon erreicht wäre, und die freiheitlichen Freiheitsverfassungsrichter des obersten Freiheitsdemokratiegericht in Braunfaschistan werden dir dann 100 Gründe geben, warum deine Rebellion trotzdem ungerechtfertigt ist, weil die Verfassung unantastbar und die FDGO ein fester Bestandteil dieser ist, bevor sie dich zum Tode wegen Hochverrat verurteilen.

      • Jako302@feddit.org
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        2 days ago

        Diese eigenen Moralvorstellungen müssen aber im Einklang mit dem Grundgesetz stehen.

        Ich muss mich an die vorhandenen Gesetze halten, wenn ich friedlich in einem Land leben möchte. Das heist aber noch lange nicht, dass ich den besagten Gesetzen zustimmen muss. Gegen das Deutsche GG fällt mir jetzt auf die schnelle nichts problematisches ein, aber es gibt so einige andere Gesetze mit denen ich eher weniger im Einklang bin.

      • nocteb@feddit.org
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        2 days ago

        Moralvorstellungen müssen im Einklang mit dem Grundgesetz stehen? Seit wann haben wir in Deutschland Denkverbot?

      • Microw@piefed.zip
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        2 days ago

        Nö, weil Österreich, nicht Deutschland. Wir haben eine Verfassung, kein Grundgesetz.

        • Latschenkiefer@feddit.orgOP
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          2 days ago

          Ja ok, ich hab jetzt aus meiner Sicht als Deutscher gesprochen, für Österreich und alle anderen Staaten gilt das ja analog. Grundgesetz ist praktisch auch eine Verfassung, heißt nur nicht so.

      • Senseless@feddit.org
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        2 days ago

        Rot: gar nicht Gelb: eher nein Hellgrün: eher ja Dunkelgrün: voll und ganz

        Standardisierte Befragung unter 1069 Personen, die zum Zeitpunkt der Erhebung zwischen 14 und 24 Jahre alt waren, in Wien wohnten und einer der folgenden zehn ethnischen Gruppen zugeordnet werden konnten: Österreichisch, Serbisch, Polnisch, Rumänisch, Bosnisch, Türkisch, Kurdisch, Syrisch, Afghanisch, Tscheschenisch.

        *Die letzten drei Fragen wurden nur muslimischen Jugendlichen gestellt (n=515)

    • Latschenkiefer@feddit.orgOP
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      2 days ago

      Ich finde da sind einige gute Ideen oder Vorschläge dabei, zb mehr Ethik und Demokratieunterricht schon in der Grundschule.

      Den einen Kommentar von Manfred88 der meint, dass man die alle abschieben soll kann man dann auch ignorieren.

      • Micromot@piefed.social
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        2 days ago

        Ist ne Mischung die ersten 4-5 Kommentare waren ganz gut, aber danach kamen halt Leute die sich literally Faschismus gewünscht haben und meinten sie hätten das gewusst etc.

    • schnurrito@discuss.tchncs.de
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      2 days ago

      Ich denke, derstandard.at erlaubt unter allen Artikeln grundsätzlich Kommentare? Kann mich nicht erinnern, ein Gegenbeispiel gesehen zu haben. Dass deren Moderation oft völlig unsinnig ist, ist eine andere Sache.

      … und das hier ist ja auch ein Kommentarabschnitt, insofern scheinst du eine sehr positive Meinung zu dem zu haben, was du hier verwendest?!

      • Micromot@piefed.social
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        2 days ago

        Naja, das hier ist in meiner Erfahrung besser moderiert als unter den meisten Nachrichtenartikeln

        • Aniki@feddit.org
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          2 days ago

          ich glaube das hat nichts mit moderation zu tun

          wo wird denn hier in diesem thread überhaupt moderiert?

          • Micromot@piefed.social
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            2 days ago

            Durch reports etc. Feddit.org hat eigentlich recht gute aktive mods

            Volksverhetzung wie in der Kommentarspalte vom Artikel würde hier relativ schnell gelöscht werden

      • Microw@piefed.zip
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        2 days ago

        Bei Todesfällen sind die Kommentare teilweise eingeschränkt, sonst überall, ja

  • aaaaaaaaargh@feddit.org
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    2 days ago

    Wär halt mal gut, zu wissen, wer da genau befragt wurde. “junge Muslime” ist nicht gerade eine homogene Masse. An anderer Stelle hieß es, dass 21% der jungen Christen das auch so sehen. Aha, vielleicht eher ein strukturelles Problem mit Religion und Sozialisierung anstatt nur böse Ausländer?

    Überhaupt: warum ist die Wissenschaft eigentlich nur noch dafür da, Ergebnisse an die Klatschpresse zur Skandalisierung zu liefern? Wo wird dieses Ergebnis wissenschaftlich eingeordnet?

    • Latschenkiefer@feddit.orgOP
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      2 days ago

      Wär halt mal gut, zu wissen, wer da genau befragt wurde. “junge Muslime” ist nicht gerade eine homogene Masse.

      “Im Auftrag der Stadt hat ein Forscherteam 1200 Mädchen und Burschen im Alter von 14 bis 21 Jahren aus zehn ethnischen Gruppen interviewt. Vertreten sind Österreicher, Serben, Polen, Rumänen, Bosnier, Türken, Kurden, Syrer, Afghanen und Tschetschenen.”

      “Unter den Jugendlichen mit Pflichtschulabschluss sagen 64 Prozent uneingeschränkt oder eher ja, unter den Maturanten nur 43 Prozent. Doch es gibt auch einen starken Unterschied nach Glaubensrichtung. 73 Prozent der schiitischen und 68 Prozent der sunnitischen Muslime definieren sich als sehr oder eher religiös. Von den Christen behaupten das nur 41 Prozent (katholisch) und 38 Prozent (orthodox) von sich.”

      An anderer Stelle hieß es, dass 21% der jungen Christen das auch so sehen.

      "Der Aussage, “alle Menschen sollten sich an die Regeln meiner Religion halten”, stimmen 36 Prozent der Muslime voll oder eher zu, das ist ein doppelt so hoher Anteil wie bei den Christen. "

      Überhaupt: warum ist die Wissenschaft eigentlich nur noch dafür da, Ergebnisse an die Klatschpresse zur Skandalisierung zu liefern? Wo wird dieses Ergebnis wissenschaftlich eingeordnet?

      "Das führt auf die Fährte der Erklärungen. Die Studienautoren sind natürlich weit von einer platten Antwort wie “weil sie eben Muslime sind” entfernt. Stattdessen filterte das Team Einflussfaktoren heraus, die antidemokratische, abwertende und gewaltaffine Haltungen fördern.

      Die Wechselwirkungen sind komplex. Niedrige Demokratiequalität in den Herkunftsländern spielt ebenso eine Rolle wie eher geringe Bildung. Hohe Religiosität wird speziell dann zum Problem, wenn sich die Betroffenen damit viel online beschäftigen – und zum Opfer der von Algorithmen servierten Propaganda werden. Generell sind junge Männer anfälliger.

      Besonders starke Negativfaktoren sind auch Vereinsamung, Sinn- und Orientierungslosigkeit, was wiederum mit der wahrgenommenen Diskriminierung sowie einem auf Gehorsam und Bestrafung ausgelegten Erziehungsstil zusammenhängt. Besonders Jugendliche mit syrischer, afghanischer oder tschetschenischer Familiengeschichte berichten von solchen Erfahrungen. Mehr als die Hälfte der befragten Tschetschenen gab an, den Eltern nicht widersprechen zu dürfen. Jeder zehnte junge Afghane erzählt von Gewalt im Elternhaus."

      Ich muss ehrlich sagen, dass es so klingt, als hättest du nur die Überschrift gelesen. Es wird hier in keinster Weise gesagt, dass es nur die bösen Ausländer sind, allerdings scheint es ja ein Problem bei jungen muslimen zu geben, welches deutlich größer als bei jungen Christen. Finde ich persönlich wenig überraschend, dass sich viele von denen radikalisieren, angesichts der Hintergründe, wie zb Perspektivlosigkeit und fehlendes zugehörigkeitsgefühl. Gleiches kann man ja auch bei jungen männern im Osten beobachten, da geht es halt eher in richtung faschismus.

      • aaaaaaaaargh@feddit.org
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        2 days ago

        Hab auch überlegt, ob ich das so schreiben soll, da gebe ich dir einen Punkt. Allerdings macht die Studie eben gewisse Unschärfefehler, z.B. wie erwähnt, dass eine verhältnismäßig sehr kleine Gruppe von Muslimen eingeschlossen wurde (Ich glaube nur Syrer, Türken, Afghanen), die eben nicht repräsentativ sein dürften. Es nützt halt nichts, wenn sowas nicht ordentlich beleuchtet wird und die Ergebnisse so wie hier dargestellt werden - und ja, da spielen Titel und Einleitung des Artikels eine große Rolle zur Einordnung, auch, wenn das am Ende teils relativiert wird.

    • kossa@feddit.org
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      2
      ·
      2 days ago

      warum ist die Wissenschaft eigentlich nur noch dafür da, Ergebnisse an die Klatschpresse zur Skandalisierung zu liefern? Wo wird dieses Ergebnis wissenschaftlich eingeordnet?

      Bei allen Artikeln über wissenschaftliche Ergebnisse findet man heraus, wenn man sich bis zur Primärquelle durcharbeitet, dass alles viel komplizierter und nuancierter dargestellt ist.

      Produziert keine Klicks, also schreibt die Presse lieber verkürzten Ragebait.

  • Aniki@feddit.org
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    2 days ago

    religiöse Gebote stehen über den Gesetzen

    Ich muss sagen dass ich das mittlerweile auch so sehe. Lass mich erklären:

    Im Wesentlichen sind viele “religiöse” Aussagen so Aussagen die man heutzutage als sozialistische Kernaussagen identifizieren würde: Menschen haben ein universelles Recht auf Erfüllung der Grundbedürfnisse. Da gibt es in jeder Religion dazu einschlägige Weisungen die das auch sehr deutlich machen. Z.B. Jesus mit dem “kümmere dich um deinen nächsten wie um dich selbst” und “alles was ihr für den Bettler von nebenan getan habt, habt ihr im Sinne der Religion richtig getan”. Das sind schon sehr deutliche Aussagen.

    In Italien z.B. wird die Religion heute oft noch als Beschützer der kleinen Menschen gesehen, da sie eben auch den kleinen Menschen die sonst Schutz- und Rechtelos wären eben noch gewisse Grundrechte zugesteht. Damit ist sie ein Druckmittel gegen den Staat, denn wenn der die nächste Plünderungsrunde gegen die Bevölkerung erlaubt/durchsetzt, sei es in Form von rücksichtslosen Unternehmensbewilligungen oder Steuern, dann können die Menschen sagen “das ist nicht der christliche Weg”. Und das wirkt. Hat es im Mittelalter auch schon. Nur um Beispiele zu nennen: In der frühen Neuzeit war die Bundschuh-Bewegung ein Bauernaufstand gegen Unterdrückung, usw. Die Forderungen wurden mit der Bibel begründet.

    In der islamischen Welt wird der sozialismus überhaupt mit dem Islam identifiziert. Der Grund warum die Berufung der iranischen Regierung auf den Islam so erfolgreich ist, ist großteils weil diese eben klarmacht, dass der Islam die Menschen vor Ungerechtigkeiten und unnötigem Leid schützt. Das ist auch sehr effektiv. Habe da vor kurzem einen Vortrag dazu gehört.

    Also ja, in dem Sinne das universelle Menschenrechte (die dann “Religion” genannt werden) wichtiger sind als arbiträr beschlossene und durch Lobbyismus beeinflussbare staatliche Gesetze sind, da stimme ich auch zu. Ja.


    Bearbeitung: Habe das hier gerade auf meiner Festplatte gefunden:

    • Melchior@feddit.org
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      9
      ·
      2 days ago

      Al Qaida, die Trump Regierung und viele weitere benutzen Religion um wirklich grauenhafte Handlungen zu begründen. Religionen haben immer gute und schlechte Seiten. Von daher ist so eine Aussage wie “religiöse Gebote stehen über den Gesetzen” für mich halt moralisch falsch.

      Das geht auch in weniger radikal, wie man in der Umfrage erkennen kann:

      Ein ähnliches Bild zeigt sich in Bezug auf Selbstbestimmung. Da wird Männern unter den Jugendlichen generell mehr zugestanden als Frauen. Bei Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan und Tschetschenien sind die Werte allerdings teils auffallend hoch. Fast die Hälfte der Befragten findet, der Mann soll die wichtigen Entscheidungen treffen, ein Viertel möchte keine Frau als Chefin, und nur fast ein Drittel empfindet Homosexualität als okay.

    • Latschenkiefer@feddit.orgOP
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      5
      ·
      2 days ago

      Also ja, in dem Sinne das universelle Menschenrechte (die dann “Religion” genannt werden) wichtiger sind als arbiträr beschlossene und durch Lobbyismus beeinflussbare staatliche Gesetze sind, da stimme ich auch zu. Ja.

      Es geht um das Grundgesetzt, also um so Sachen wie die Würde des Menschen ist unantastbar, Alle Menschen sind gleich…

      Dem gegenüber stehen religiöse Ideen wie Kopftuchzwang für Frauen oder Abtreibungsverbot. Jesus mag da auch zwar gute Ideen gehabt haben, aber am Ende wurde dann im Namen Christus kolonialisiert, versklavt und ermordet. Und wo du schon Steuern ansprichst, solltest du dich vielleicht mal über die Ablassbriefe informieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Ablass

      Und spätestens seit der französischen Revolition und der Aufklärung kommen Menschenrechte sehr gut ohne Religion aus, daher kommt nämluch unser Grundgesetz.