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Cake day: June 23rd, 2024

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  • Correct and they all are conservative and right leaning.

    Tbf, the romanticised view towards Moscow / Beijing is something also found regularly on the left side of the spectrum. The passed on opposition towards Washington and “the Western World” is so engrained that they don’t realise that the guy in Washington and the guy in Moscow meanwhile are happily holding hands, while Beijing (the “Moscow surrogate” after 1991) has left the spheres of socialism long ago and is becoming more capitalist and power-hungry by the minute.

    None of these are our friends, none of these have our interest in mind, none of these want a striving, strong and independent Europe. Yet, a remarkably high portion of people here on the continent (on either side of the political spectrum) can only see us as the small, dependent fosterling of a “large power” and their whole debate is limited to whether that supervisor should sit west or east of us.










  • Besitz ist keine Leistung.

    Das kommt auf die Definition von “Leistung” an. Wenn man diese nur mit “Arbeit” gleichsetzt, könnte man dem folgen. Wer Kapital bereitstellt, verzichtet damit auf den Konsum für sich selbst, bindet das Geld und übernimmt das Risiko, dieses gebundene Kapital auch zu verlieren. Die Diskussion, wieviel das “wert” ist, kann man gerne führen. Aber die Behauptung, dass das gar nichts beiträgt, ist wirklich schwer zu halten. Ohne Leute, die Eigenkapital riskieren, gäbe es viele Unternehmen inkl. ihrer Arbeitsplätze nicht.

    Yachten und Villen kann sich nur eine kleine Gruppe sehr vermögender Leute leisten. Die meisten Unternehmenseigentümer sind eher Mittelständler, Handwerksbetriebe und Co. Wenn dein Problem die Konzentration von großen Vermögen auf eine zu kleine Gruppe ist, folge ich dir gerne! Aber das ist letztlich eine andere gänzlich Diskussion als Besitz an sich zu problematisieren. Oder Kapitaleinkommen an sich. Oder ererbtes Vermögen.




  • Ich finde es ja seltsam, dass einem Menschen eine Firma gehören kann. Also das ein Mensch aus der Firma sich einfach beliebig Geld ausbezahlen kann, ohne dafür was zu leisten.

    Naja, Anteile an einem Unternehmen müssen irgendwann erworben worden sein. Einfach so gibt es sie nicht. Dass sie im Rahmen einer Erbschaft an die Erben übergehen, ist ja erst mal nicht anders als beim restlichen Besitz des Verstorbenen. Ob die derzeitige steuerliche Behandlung verfassungskonform ist, wird nun das Gericht entscheiden.

    Und beliebig darf er sich auch nicht Geld ausbezahlen. Entweder, es ist eine Kapitalgesellschaft, wie eine GmbH. Dann gehört das Geld der Gesellschaft und er hat lediglich Anspruch auf einen Teil des auszuschüttenden Gewinns, im Regelfall anteilig seiner Beteiligung. Er darf aber keineswegs das Unternehmen nach Belieben aussaugen. Einerseits gibt das häufig Ärger mit finanzierenden Banken, die zur Bedingung machen, dass genügend Geld im Unternehmen bleibt, andererseits sieht sich der Typ, falls das Unternehmen dann in Schieflage gerät, von Rückzahlungsverpflichtungen bis zu strafrechtlichen Konsequenzen allerlei Ärger ausgesetzt.

    Beim Einzelunternehmen und Personengesellschaften hat er zwar freieres Zugriffsrecht, steht am Ende aber auch mit seinem Privatvermögen für das Unternehmen gerade, es schneidet also in beide Richtungen.

    De facto wird daher gerade in Familienunternehmen eher thesauriert (also Gewinne im Unternehmen gelassen), statt ausgeschüttet. Ein Bankautomat nach Belieben ist es jedenfalls nicht.




  • Also mal ganz davon ab, dass ich der Grafik auch skeptisch gegenüberstehe, finde ich es eher unglücklich, dass der Artikel gleich zu Beginn damit kommt:

    Mindestens seit dem 11. Oktober verbreitet sich eine Grafik, die eindeutige Fehler aufweist: Zum Beispiel weist sie Werte bis einschließlich 15. Oktober aus – also bis zu einem Zeitpunkt, der noch in der Zukunft liegt.

    Tut sie doch gar nicht. Die X-Achse hat zwar eine Unterteilung für 15. Oktober, aber die eigentlichen Datenpunkte und das Liniendiagramm (e: tut es ja doch, mein Fehler!) gehen nur bis ein paar Tage vorher. (Wenn man das mal ausmisst, müsste der letzte Datenpunkt eher am 13. Oktober liegen, was trotzdem mit der Veröffentlichung bereits am 11. kollidiert, aber gut… :) ).

    Ich finde diese Faktenfinder-Formate gut, weil sie die Leute dafür sensibilisieren, etwas vorsichtiger mit Informationen aus dem Netz umzugehen. Dafür sollte aber auch das eigene Handwerk entsprechend sorgfältig sein, sonst diskreditiert man sich direkt selbst.




  • Die Frage ist doch nicht, ob alle oder die meisten Menschen machthungrig sind, sondern wie sich in einer herrschaftsfreien Ordnung gegen eine organisierte machtstrebende Minderheit verteidigt werden soll.

    Du sagst selber, solche Leute würden “alle Hebel in Bewegung setzen”, um nach oben zu kommen. Wird der Staat abgeschafft, verschwinden nicht diese Menschen, sondern insbesondere die Institutionen, die sie bisher (unvollkommen!) einhegen.

    Nationalismus als einzigen Grund für Kriege und Konflikte halte ich ebenfalls für zu kurz. Gruppenbildung und Konflikte zwischen ihnen gab es auch schon vor Staaten.

    Außerdem ist Machthunger und Statusstreben absolut kein auf Kapitalismus beschränktes Phänomen. Denk an Römer, Ägypter, Fürsten, Dschingis Khan… kein Kapitalismus, aber jede Menge Machtstreben und Größenwahn.

    Natürlich ist Zusammenarbeit auch eine tiefsitzende Kernfunktion des menschlichen Zusammenlebens, aber gerade WG-Leben oder nachbarschaftliche Hilfe sind Beispiele basierend auf kleineren Gruppen mit freiwilliger Mitgliedschaft und eben auch eingebettet in einen funktionierenden Rechtsrahmen durchgesetzt durch den Staat, für den Notfall. Wenn dein einer WG-Mitbewohner plötzlich anfängt Faxen zu machen und zb nicht mehr wie vereinbart die gemeinsame Miete bezahlt oder ein paar Gegenstände aus deinem Zimmer in sein Zimmer umziehen lässt, bist du dem nicht schutzlos ausgeliefert. Ich bin ehrlicherweise sehr skeptisch, wie sich so eine Struktur auf Millionen anonymer Menschen übertragen lässt.

    Zu sagen, dass sämtliche Gegenbeispiele von mir “Produkte des Status Quo” wären, macht deine Position ja praktisch unwiderlegbar. Rhetorisch vielleicht bequem, erkenntnistheoretisch aber schwierig. Zumal: wenn Herrschaft nur ein Produkt bestehender Herrschaft ist, wie kam sie dann in die Welt? Beweist die Geschichte nicht eindrücklich, wie Herrschaft immer wieder aus herrschaftsfreien Zuständen hervorging?