[…] Neben Airbus Defence and Space gehören der Allianz die Unternehmen MBDA, Hensoldt, Diehl Defence, Liebherr, MTU Aero Engines, Rohde & Schwarz und Autopflug an. […] Offenbar gehen die Überlegungen in die Richtung, einen im Vergleich zu dem im FCAS-Rahmen angedachten Konzept abgespeckten, weniger komplexen Kampfjet zu bauen.
Riecht hier auch jemand ein weiteres Sondervermögen 🤑? Ich meine… Merz Ego wird diese Möglichkeit doch nicht verstreichen lassen, oder?

(Eine Alternative wäre Tempest)
Für die Briten war der Bau der Eurofighter am Ende fast genauso teuer wie die Rafale für die Franzosen. Bei Tempest kommt noch dazu, dass Deutschland dadurch alle Entwicklungsfähigkeiten für Kampfflugzeuge verliert, die man durch Tornado und Eurofighter heute hat. Das sind natürlich Arbeitsplätze in Deutschland und die Leute zahlen dann in Deutschland Steuern. Auch beim Bau der Flugzeuge wird damit sehr viel Geld in Deutschland bleiben, was bei Tempest in andere Länder gehen würde. Natürlich sind das unsere Verbündeten, aber trotzdem.
Also so dumm ist das alles wirklich nicht, wenn man schlau ist und darauf achtet etwas realistisches zu Entwickeln.
An sich stimmt das. Allerdings ist der Markt für Kampfflugzeuge klein. Die meisten Länder brauchen wenige und die wenigsten kaufen neue oder aktuelle Modelle - schlicht weil sie sich die nicht leisten können. Dann kommt die geopolitische Ebene und auf der stehen Frankreich, UK, Italien, Schweden und Deutschland im gleichen Lager. Daher ist das nur innereuropäische Konkurrenz.
Letztlich leisten wir uns im Rüstungssektor extreme Doppelstrukturen, was maximal ineffizient ist. Zwei Länder, die Jets bauen ist gut, belebt die Konkurrenz, aber 5? Damit gräbt man sich nur ggs. den Markt ab und macht es für alle teurer.
Die EU und die europäischen NATO-Länder sollten sich dringendnzzsammensetzen und eine Vergabetaktik planen was militärisches (Groß-)gerät angeht. Es ist bspw. auch nicht nötig, dass jedes Land seine eigenen Fregatten baut.
Die Lösung ist eine Europaarmee. Momentan will halt jedes Land das sie ihr eigenes Design bekommen, was für ihr Militär am Besten passt und natürlich von ihrer Industrie gebaut wird, allerdings von anderen bezahlt. Damit kriegt man einen riesigen Auflagenkatalog, dauernd Spannung und auch Doppelstrukturen im eigenen Projekt. So gibt es beim Eurofighter vier Endmontagestandorte und viele Bauteile sind spezifisch für gewisse Länder.
Beim Kpz70 liefs ja ähnlich und am Ende ist da der Leopard 2 draus enstanden. Und selbst wenn das neue Flugzeugprojekt auch nur halb so erfolgreich ist, so hat man wenigstens eine Grundlage für zukünftige Entwicklung geschaffen.
Wenn man sich ansieht wie die Produktion von z.B. Gripens auch im Ausland erfolgt oder Panzer woanders ganz oder in Lizenz hergestellt werden, scheint mir das nicht so schwarz oder weiß.
Wenn man sich zum Beispiel den Gripen Vertrag mit Brasilien anschaut, dann ist die Entwicklung trotzdem noch in Schweden und Brasilien macht nur die Endmontage. Da bleibt also trotzdem noch viel Geld in Schweden, bei dem Deal. Das sieht bei anderen Lizenzproduktionen ähnlich aus.
Ja. Entkräftet aber das Argument nicht.
CV90, Lynx, etc. Alles Arbeitskräfte im Ausland mit Kooperationen.
Lynx ist doch ein super Beispiel dafür. Da sind Arbeitsplätze in Deutschland entstanden, dadurch das er in Deutschland entwickelt wurde und sehr viele Teile aus Deutschland kommen, obwohl Deutschland keinen einzigen Lynx gekauft hat. Ich habe ja auch nicht behauptet, dass eine Lizenzproduktion keine Arbeitsplätze erhalten würde, nur dass es bei einer Eigenentwicklung viel mehr sind.
Der Vorteil ist, dass man ein fertiges System kauft, was dementsprechend funktioniert. Bei Tempest oder GCAP wie es mittlerweile heißt ist das leider nicht der Fall. Es gibt keinen fliegenden Prototyp und auch einige ernste Probleme beim Projekt.
Die Ausgangsanmerkung war die Kompetenz und Baufertigkeit im eigenen Land. Ich sehe das nicht kritisch und als Totschlagargument, weil Lizenzfertigungen und Kooperationen Usus sind.
Der nächste Punkt ist, dass eine GCAP Beteiligung auf jeden Fall billiger wäre als eine Neuentwicklung und auch wenn es zitierte Probleme gibt spart man sich den Start bei 0.
Alles Ansichtssache und ne Abwägung von Vor- und Nachteilen.
Die deutsche Industrie will aber nicht nur ein Flugzeug zusammenbauen, sondern auch, bzw insbesondere das Know-How und die Technologie zur Entwicklung behalten und weiterentwickeln. Sonst hätten wir ja auch den Vorschlag von Dassault/Trappier annehmen können und hätten Geld gegeben und am Ende unseren Anteil von dem von denen entwickelte bei uns zusammengeschraubt.
Tjo. Nur wird das Zeitfenster für ne Entscheidung zur Autonomie nicht größer und zur Not muss man pragmatisch dafür sorgen, dass die Lücke bis 2040 oder was die anvisiert haben geschlossen wird 🤷♂️
Donnerstag wissen wir mehr.
Was machen jetzt eigentlich die Spanier / Indra Sistemas? Probiert man die mitzunehmen, oder macht jetzt endgültig jeder seins?
haben die sich nicht gerade als inkompetent herausgestellt?
Wüsste jetzt nicht, inwiefern.
In dem man sich jahrelang gestritten hat und es nicht geschafft hat mit den Franzosen auf einen Nenner zu kommen.
Weil die Franzosen absurde Forderungen hatten …
Airbus war da auch nicht ganz unschuldig dran, aber ja.






