• DrunkenPirate@feddit.org
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    6 days ago

    Das wundert mich. Ist seit Jahrzehnten bekannt, dass der demografische Wandel mit dem großen Anteil an Rentnern, die Rentenabsicherung belastet und Rente nicht den bisherigen Lebensstandard bei ca 80% des Lohnes decken wird. Wurde und wird immer noch gerne ignoriert. Mir draengen sich Paralellen zum Kilmawandel auf.

    Und dazu hatte die Rente nur einmal den Lebensstandard im Alter alleine getragen! Nur die Nachkriegsgeneration kam in diesen Genuss. Meine Oma war im Altenheim UND konnte sogar noch Geld sparen. Das haelt die Bommergeneration leider fuer gegeben. Dabei ermoeglichte sie durch ihre schiere Anzahl nur diesen Rentenluxus.

    Aber von der Boomer-SPD erwarte ich nichts anderes als “Besitzstandswahrung fuer Rentner”

    • Aniki@feddit.org
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      6 days ago

      demographischer Wandel am Arsch, wir werden Arbeitslose durch Automatisierung bekommen, der Arbeitskräftemangel ist nicht das Problem. Wir brauchen gute Steuersysteme und dann geht das ;-)

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        6 days ago

        Du meinst so, wie wir durch Digitalisierung lautet Arbeitslose bekommen haben?

        Oder die ganzen Arbeitslosen durch die Computer in den 80iger und 90igern?

        • Aniki@feddit.org
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          4 days ago

          Ja, ich glaube an das Hirtenstabmodell. Ich würde das hier gerne erklären, aber habe gerade nicht die Zeit dazu. Ein andermal dann ;-)

    • Melchior@feddit.org
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      6 days ago

      Die gesetzliche Rente ist im Median bei 1180€/Monat und der Medianlohn bei 3645€/Monat. Das Problem mit dem Verhältnis von Einzahler zu Empfängern wurde auch schon vor Jahren erkannt und auch schon zum Teil behoben. Das hatte noch Schröder mit den Hartz Reformen getan.

      Allerdings muss man halt auch sagen, dass man im Alter wo man Rente bekommt auch sehr viel öfter stirbt. Das wächst sich also aus.

        • trollercoaster@sh.itjust.works
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          6 days ago

          Zum Einen der “Boomer”-Blödsinn, zum Anderen das damit verbundene Märchen, dass wegen der demographischen Entwicklung die Rente nicht mehr finazierbar wäre. Das einzige Problem ist, das Reiche, die seit Jahrzehnten immer reicher werden, überhaupt nicht einbezahlen.

          Wir hatten seit der Einführung des aktuellen Rentensystems praktisch ununterbrochen “Wirtschaftswachstum”, also jedes Jahr mehr Geld in der Volkswirtschaft, als im Vorjahr. Die Produktivität ist massiv gestiegen. Aber die Entlohnung für die Leute, die die Produktivität erwirtschaften, und damit der Beitrag zur Rentenversicherung, ist nicht in gleichem Maß mitgewachsen, weil ein immer größerer Anteil des erwirtschaftleten Geldes an leistungslose Kapitaleigner ausgezahlt wurde.

            • luciferofastora@feddit.org
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              6 days ago

              …dass die Knappheit der Rentenkasse daher kommt, dass viel von dem erwirtschafteten Geld eben nicht in die Rentenkasse fließt? Unser Rentensystem is untrennbar mit dem Lohnsystem verknüpft. Wenn das Lohnsystem Leute über den Tisch zieht, zieht es die gesetzlichen Renten gleich mit.

              • DrunkenPirate@feddit.org
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                4 days ago

                Also du meinst wenn früher 7 Leute 5€ verdient haben und 40 Jahre später nur 6€ verdienen, sie deshalb auch weniger Geld (1€) in die Rentenkasse einzahlen.

                Würden diese 7 Leute 10€ in 40 Jahren verdienen, könnten sie mehr in die Rentenkasse einzahlen (2€) und das System ist stabil.

                Okay.

                Und wie klappt das mit 7 Leute zahlen in die Rentenkasse ein und finanzieren damit 2 Rentner mit ihren 7€.

                Und in 40 Jahren zahlen 4 Leute ein und finanzieren damit 2 Rentner mit ihren 8€.

                So ungefähr? Also die Arbeitnehmer haben in diesem hypothetischen Beispiel ihren Lohn in 40 Jahren verdoppelt und die Renten sind fast gleich geblieben.

                Oder sollten die Renten auch entsprechend steigen und dann von 3,50€ auf 7€ steigen? Dann könnte man in 40 Jahren nur einen Rentner finanzieren über die Umlage.

                Das Verhältnis Rentner zu Einzahler gibt es hier https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/altersrentner-beitragszahler.html

                • luciferofastora@feddit.org
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                  4 days ago

                  Ich kann die Rechnung gerade nicht nachvollziehen, aber sie hat wenig Einfluss auf die Frage, was die Verteilung Gewinnausschüttung vs. Gehaltserhöhung für einen Einfluss auf das Rentensystem hat.

                  Wenn ein Gewinn von 10k€ als Gehalt gezahlt wird, gehen davon 1860€ an die Rentenversicherung. Wenn der als Gewinnausschüttung an Anteilseigner geht, gehen davon 0€ an die Rentenversicherung.

                  Die Aussage von trollercoaster bezieht sich also darauf, dass die Reichen auf einen Teil ihres Einkommens keine RV-Beiträge abführen, weil es nicht aus Gehalt, sondern aus Dividenden stammt. Dadurch geht der Zuwachs an Wirtschaftsleistung nicht einher mit einem Zuwachs an Rentenleistungen, sondern nur mit Privatvermögen - vor allem für die, die schon mehrnhaben.

                  • DrunkenPirate@feddit.org
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                    3 days ago

                    Die vereinfachte Rechnung zeigt dir, dass nicht die Höhe der Einzahlungen unser Problem ist, sondern das extrem gestiegene Verhältnis Einzahler vs. Bezieher.

                    • 1980 kamen auf 1 Rentner 3,5 Einzahlende.

                    • 2020 kamen auf 1 Rentner 2 Einzahlende.

                    D.h. selbst wenn du in den 40 Jahren die Einzahlungen verdoppelst, zB. durch höhere Löhne, selbst dann bleiben die Rentenauszahlungen gleichhoch wie vor 40 Jahren. Das wäre durch Inflation quasi eine Rentenkürzung.

                    Auf Kapitaleinkommen nicht nur die 25% Pauschbetrag und die 1,375% Solibetrag, sondern auch Rentenbeitrag? Ist das irgendwie zu Ende gedacht worden oder nur eine wilde Idee?

                    Werden dann auch Rentenpunkte gesammelt durch die Aktienbesteuerung? Wie sieht das mit Aktien in Firmenbesitz aus (Stichwort Spardosen Gmbh)? Was ist bei ausländischen Aktien und Depots im Ausland? Sind Aktiengewinne auch in der Rentenbeitragsbemessungsgrenze enthalten?

                    Ob das die Geundproblemstik behebt (Einzahler-Bezieher-Ratio) wage ich zu bezweifeln. Wenn sehr vermögende Leute auf Aktien Rentenbeiträge zahlen, erwerben die auch sehr hohe Rentenansprüche - nur so am Rande.

                    Ich glaube eine allgemeine Besteuerung von Aktien wäre da besser und der Staat finanziert deutlich mehr der Rente als bisher.

                    Wie ich unsere Politik allerdings bisher kennengelernt habe, wird es sicher ein Brainfuck werden: Wir sollen alle Aktien kaufen, um besser privat vorzusorgen (Renten-Etf) und an anderer Stelle wird dann genau dieser Spareffekt getötet durch eine zusätzliche Besteuerung. Es lebe das Kastensystem in Europa. Möge kein Arbeitnehmer jemals Vermögen aufbauen dürfen.