[Das Pflegekräfteproblem] „über Zuwanderung zu lösen, stößt in Ostdeutschland jedoch an Grenzen. Die Region ist kein typisches Ziel für Immigration von außerhalb Deutschlands, und die aktuelle politische Entwicklung lässt auch nicht auf eine künftig höhere Zuwanderung hoffen.“
Selbst Schuld, ihr vergrämten, alten, deutschen Männer. Da könnt ihr nicht anderen die Schuld für geben und in die Opferrolle schlüpfen. Den Scheiss habt ihr selbst verbockt: eure Frauen hauen euch ab und eure Jugend auch.
Das Problem ist ja mehr: Das betrifft auch die Mehrheit der nicht-rechtsextremen Einwohner. Auch ich als sehr linke männliche Person in Ostdeutschland werde davon betroffen sein, weil sich die Tendenz wohl auf längere Zeit nicht ändern wird. Es fühlen sich im Wesentlichen nur russischstämmige Migrant*innen hier wohl, die sich mit den nationalen und totalitären Tendenzen gut arrangieren.
Was kann ich persönlich mittelfristig außer politischem Engagement machen? Wegziehen und die Situation verschärfen, indem ich den Nazis das Land kampflos überlasse? Das ist ja ein Teufelskreis. Oder hoffen und darauf hin arbeiten, dass ich das Problem später mit Geld bewerfen kann und persönlich nicht betroffen bin? Überzeugt mich gesamtgesellschaftlich auch nicht.
Ich habe dafür keine Lösung, bewundere aber das Problem.
Das Problem ist ja mehr: Das betrifft auch die Mehrheit der nicht-rechtsextremen Einwohner. Auch ich als sehr linke männliche Person in Ostdeutschland werde davon betroffen sein, weil sich die Tendenz wohl auf längere Zeit nicht ändern wird.
Es braucht halt keine Mehrheit von Faschisten, um das Leben für fast alle Scheiße zu machen. Das war auch schon 1933 so - bei der Machtergreifung hatte die NSDAP 33.1%.
Das tut mir auch sehr leid für dich. Ich war mal eine längere Zeit im Osten und finde es dort auch gut. Bis auf das allgemeine „Männer-Rechts- Oroblem“ oder wie auch immer man das nennen mag.
Oder du flüchtest dort in die paar letzten Ecken der Normalität - sprich die Groß- und Mittelstädte. Aber Scheissperspektive, das stimmt.
Warte, wer genau gibt anderen die Schuld?
In der Regel sind es nie die Ossi‘s, sondern immer die anderen.
Ich glaube inzwischen, dass das ein eingelerntes Verhalten aus dem autoritären Regime der SED war. Da konnte man ja keine Selbstverantwortung tragen, das war nicht erwünscht. Man sollte gehorchen. Und wenn was schief ging, was auch immer, war es der Staat Schuld. Dieses Verhalten, glaube ich, zieht bis heute durch die Köpfe der Älteren im Osten.
Du beantwortest nicht die Frage, zeigst historisches Unwissen und hetzt stattdessen. Bist du selbst das Monster, vor dem du warnst? Oder kann das nicht sein, weil die andren ja Schuld sind, idR? 🤔
Q: Warte, wer genau gibt anderen die Schuld?
A: In der Regel sind es nie die Ossi‘s, sondern immer die anderen.
-> In der Argumentation von (den meisten) Ostdeutschen gibt es immer Erklärungen, warum die Probleme in Ostdeutschland hervorgerufen werden durch [Ausländer|Wessis|Politiker| Grüne|Flüchtlinge|andere Nicht-Ostheimische], jedoch nie eine Mitverantwortung hat.
Beantwortet?
Verstehe ich richtig, dass deine Kritik generell gegen (die meisten) Ostdeutsche geht? Und das sind alte Männer? Wenn ich das richtig lese, scheinst du dich einfach über Rechte aufzuregen; die Argumentation sieht mir nicht sehr Ost-spezifisch aus. Sorry, aber Stereotyp?
Ja, ist stereotyp und unfair.
Ich habe den verstärkten Eindruck gewonnen, dass in Ostdeutschland die überwiegende Mehrheit rechtslastig und fremdenfeindlich denkt und wählt. Und diese Leute gefallen sich darin, weil sie es „denen da oben mal zeigen wollen“ und „weil wir nicht wahrgenommen werden“
Es gibt nur noch einige Großstädte, wie Dresden, Leipzig und Mittelstädte, wo es einigermaßen normal läuft. Und keine rechte Sprüche in Öffis, Arbeitsplatz, Zeitung unwidersprochen getätigt werden.
Die regionale Verteilung der Wahlergebnisse sind ziemlich deckungsgleich mit demographischen Karten zur Überalterung, Männerüberschuss/Frauenwegzug, Strukturmangel, Ärztemangel, Arbeitskräftemangel.
Es gibt im Westen auch Gebiete - vornehmlich ländliche oder ehemalige Schwerindustrie / Ruhrgebiet - die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben: Bremen, Saarland, Ruhrgebiet, Friesland, Eifel, Westerwald, Schwarzwald und weitere.
Und die Menschen dort drehen nicht so ab, wollen ständig eine Sonderlocke in der gesamtdeutschen Wahrnehmung und laufen durch die Gegend und beschimpfen Andersdenkende/-hautfarbige/-redende/-kulturen.
Dieses ständige Aufdieanderenzeigen und sich beklagen und offen rechts sein, dass ist schon eine spezielle ostdeutsche Mentalität, die vermutlich ihre Wurzeln in der DDR hatte. Junge Menschen im Osten ticken nicht so, Frauen dort auch weniger. Es sind die alten Ossi-Männer, die mit der AfD ein krude Nazi-Stasi-Russland-Romantik herbeifabulieren, um es auf den Punkt zu bringen.
Die reiten sich mit ihrer Scheisse immer tiefer in den Abgrund und werden in 5 Jahren wieder mal mit dem Finger auf „die Anderen“ zeigen, weil die sie ja im Stich lassen mit ihrem Ärzteproblem, Arbeitskräfteproblem, Wirtschaftsproblem,… So eine Opfermentalität finde ich selbstgerecht und kann es nicht ausstehen. Und die AfD nistet sich darin bequem ein.
Sorry es ist ein Rant geworden.
Vor allem ist der Nord-Osten schon immer relativ dünn besiedelt. Wenn jetzt die Bevölkerung weiter schrumpft, dann werden die Wege zu Läden, Schule und ähnliches noch länger. Gerade so Orte wie Neubrandenburg sind für eine große Region sehr wichtig. Wenn da etwas wegfällt müssen Menschen in MV der nächste Ort für solche Sachen dann oft Berlin.
Interessante Aufschlüsselung, wie sich die Bevölkerung und Deutschland verteilt: jeweils zu einem Drittel in Großstädte, Mittelstädte und Land.
Bei den Auto-Öffis-Rad-Diskussionen ist mir oft die Weltsicht begegnet, dass in Deutschland alle oder die Mehrheit in Großstädten leben. Dem ist nicht so. Ein Drittel.
Wenn du dir das mal genauer anschaust, dann liegen diese Mittelstädte (ab 20.000 Einwohner) sehr häufig im Einzugsgebiet von Großstädten. Hier findest du das vom statistischen Bundesamt etwas tiefer als bei der FAZ:
Dann hast du halt diese Kleinstadt neben der Großstadt, die natürlich von der Nähe profitiert - so richtig ländlich ist es da dann auch nicht.
Siehe auch dies hier:
https://feddit.org/post/33961891
Im wirklich ländlichen Raum sind die Pendelwege im Mittel kürzer. Am längsten sind sie in den Speckgürteln der Grossstädte, aka Suburbia, weil deren Bewohner den “American Way of Life” pflegen.
Ich selber lebe in einer Gemeinde mit 10000 Einwohnern - 2 Kilometer von einer Millionenstadt weg. Ein Auto braucht man hier als Durchschnittsbürger nicht.
Das sind die sogenannten Städte mit Landkreis in dem Artikel. Ein weiteres Drittel. Wobei nicht jeder dieser an einer Großstadt grenzt.
Da ist ja ganz NRW Stadt mit Landkreis sowie einige kreisfreie Großstädte.
Die Leute, die Zeit haben, (und Interesse haben), sich zur Fahrrad-Diskussion überhaupt zu äußern, leben eben auch fast ausschließlich in Großstädten.
Interessantes Weltbild, kannst du das mal ausführen? - warum sollten Menschen auf dem Land keine Zeit haben?
warum sollten Menschen auf dem Land keine Zeit haben
Weil sie mit ihrem Auto im Feierabendverkehr feststecken.
es geht nicht nur um keine zeit haben.
meine mutter lebt am land, sie pendelt täglich ca. 40 km zum arbeitsplatz. meine tante ebenfalls, mein onkel ebenfalls. (drei verschiedene klein/großstädte übrigens, also nicht alle in die gleiche richtung). mein papa bis vor ein paar jahren ebenfalls.
keine dieser personen könnte ihre tägliche strecke mit dem fahrrad bewältigen. das ist so offensichtlich, dass da nichtmal drüber diskutiert wird.
Wartet bitte, ich muss noch das Popcorn holen.




