

Das Problem ist ja mehr: Das betrifft auch die Mehrheit der nicht-rechtsextremen Einwohner. Auch ich als sehr linke männliche Person in Ostdeutschland werde davon betroffen sein, weil sich die Tendenz wohl auf längere Zeit nicht ändern wird. Es fühlen sich im Wesentlichen nur russischstämmige Migrant*innen hier wohl, die sich mit den nationalen und totalitären Tendenzen gut arrangieren.
Was kann ich persönlich mittelfristig außer politischem Engagement machen? Wegziehen und die Situation verschärfen, indem ich den Nazis das Land kampflos überlasse? Das ist ja ein Teufelskreis. Oder hoffen und darauf hin arbeiten, dass ich das Problem später mit Geld bewerfen kann und persönlich nicht betroffen bin? Überzeugt mich gesamtgesellschaftlich auch nicht.
Ich habe dafür keine Lösung, bewundere aber das Problem.


Was mir dazu einfällt: Am Startpunkt für die Auffahrt zum Kehlsteinhaus befindet sich das Dokumentationszentrum Obersalzberg, eine der beeindruckendsten und in seiner Ausgestaltung modernsten Aufarbeitungen der Nazizeit.
Ich wäre da vielleicht gar nicht hingekommen, wenn es nicht mit dem Kehlsteinhaus als solchem räumlich verbunden gewesen wäre.
Am Ende war ich über fünf Stunden in der Dokumentation und das hat mich nachhaltigen geprägt.