In Kirchwerder im Bezirk Bergedorf lagen die Metallsplitter am Morgen auf der Straße. Viele Teilnehmer des Jedermann-Rennens mussten mit platten Reifen das Rennen daraufhin unterbrechen oder sogar abbrechen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um millimetergroße Kleinstteile.

Es gab auch Verletzte. Mindestens ein Teilnehmer musste nach NDR 90,3 Informationen mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei ist vor Ort und ermittelt.

Hintergrund der Aktion könnte sein, dass es im Bezirk Bergedorf viele Diskussionen um den Verlauf der Radstrecke gibt. Anwohner fühlen sich durch die Sperrungen eingeschränkt. Es stehen auch Protestschilder an der Strecke “Ihr raubt uns unsere Freiheit”.

Die Polizei wollte sich zu möglichen Hintergründen jedoch nicht äußern. Mutmaßungen, es handele sich um einen Anschlag, nannte ein Polizei-Mitarbeiter “Spekulation”.

  • jagermo@feddit.org
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    5 days ago

    Das tri-mag hat ein paar Fotos.

    Finde ich ziemlich scheiße, auch wenn man mal nen halben Tag nicht Auto fahren kann. Zumal es da für Age-Grouper auch um eine Qualifikation für die WM auf Kona gehen kann, auf sowas bereitet man sich teilweise Jahre vor.

    Wobei, die Schnittmenge von solchen Leuten, Impfgegnern und die Basis wählern dürfte ein Kreis sein.

    • KatherinaReichelt@feddit.org
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      5 days ago

      Der Anwohnerprotest ist völlig gerechtfertigt. Kritikpunkt war ja die Streckenführung letztes Jahr und die sah so aus:

      Dort wurden dann also ganze Dörfer und tausende Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Was halt richtig kacke ist an einem Fronleichnamssonntag, wenn du dann nach dem Kurzurlaub nicht mehr nach Hause kommst, wenn du keine Verwandten oder Freunde besuchen kannst oder oder. Da geht es nicht darum, dass man mal eine Nachbarstraße weiter parken muss oder etwas Musik von einer Bühne hören muss.

      • jagermo@feddit.org
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        5 days ago

        Protest ist ok, aber Nägel auf den Boden werfen ist scheiße. Und normalerweise gibt es immer Schleusen, durch die du kommst

        • Gollum@feddit.org
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          5 days ago

          Sehe ich auch so, Protest hört da auf, wo man mit seinem Protest andere Leute gefährdet.

      • zaphod@sopuli.xyz
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        5 days ago

        Was halt richtig kacke ist an einem Fronleichnamssonntag

        Macht den irgendwas besonders? Ist ein normaler Sonntag. Die Strecke war dieses Jahr auch wieder die alte Strecke mit der die Athleten nicht so zufrieden sind, da es dadurch 2023 einen Toten gab.

        • EisFrei@lemmy.world
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          5 days ago

          In Bundesländern wie NRW war Donnerstag Feiertag. Dadurch gibt es heute viele Rückkehrer aus dem Kurzurlaub.

          • macniel@feddit.org
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            5 days ago

            Wenn man als nordrheinwandale in Hamburg für die Zeit Urlaub macht, dann informiert man sich doch gefälligst was in der Stadt abgeht, und der Ironman Wettbewerb war nicht erst seit Freitag beworben.

      • macniel@feddit.org
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        5 days ago

        Fronleichnamssonntag

        Gibt es nicht in Hamburg, Donnerstag war ein ganz normaler Arbeitstag. Und man informiert sich gefälligst vorher ob da was ist, oder ist das zu viel verlangt?

        • KatherinaReichelt@feddit.org
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          5 days ago

          Ich kopiere mal einen Kommentar von Reddit:

          Zum Rennen: Das scheint auf der zweiten Runde durch Kirchwerder irgendwo zwischen den Kilometern 137-150 (es werden zwei Runden dort auf der Strecke gefahren, erste Runde waren die Kilometer ca. 48-62) passiert zu sein. Im Livestream (Aufzeichnung / Hinweis: die Kilometerangaben im Stream (unten) sind REST-Kilometer, die 2. Runde durch Kirchwerder sind dabei die REST-Kilometer ca. 39-26), der die Pros/Leaderinnen begleitet, sieht man einen der (wenn nicht sogar den) Ersten mit einem Platten beim Timestamp 4:53:45. Ab dort sieht man in den nächsten 20 Minuten über 10-15 vermutlich betroffene Teilnehmer mit einem (oder zwei) Platten am Strassenrand. Zu den Sperrungen: Ein ganzer Stadtteil wurde dort wohl für 9h “eingeschlossen”, weil die Radstrecke da im weiten Kreis (Strecken-Teil von ca. 14km, der in 2 Runden – also 2x – befahren wird) drumrum führt und es auch keine Querungsstelle – welche man in einem anderen Stadtteil (Moorfleet) aber dann für einen einzelnen(!) Golfplatz eingerichtet hat – gab, um wenigstens irgendwie – allenfalls halt mit kleiner Wartezeit – rauszukommen. Zynisch gesagt: Ein paar Golfer scheinen dem millionenschweren, profitorientierten Veranstalter-Konzern (2020: 730 Mio. USD Wert, Quelle) verkehrstechnisch wichtiger zu sein, als die Anwohner eines ganzen Stadtteils.

          Es geht dort (also bezüglich der Gegner-Plakate, die ich aber im Livestream nirgends gesehen habe) so wie ich es verstehe, spezifisch nicht um “nur eine einzelne Strasse”, sondern um den ganzen(!) Stadtteil Kirchwerder und Umgebung. Also wer da wohnt, einen Betrieb oder ein Restaurant (das wegen der Komplett-Sperre und der relativen “Abgelegenheit” und Nicht-Erreichbarkeit während 9h wohl durchaus relevante Umsatzeinbussen hat), oder auch als Bauer eine Landwirtschaftsfläche in der Gegend hat, ist von der Streckenführung halt durchaus relativ lange relativ stark (man kann da eben NICHT “einfach ne Strasse oder zwei weiter parken”) eingeschränkt. Die 9h lange Sperrung betrifft eben halt eine Fläche von rund 11 Quadrat-Kilometern.

          https://old.reddit.com/r/de/comments/1tz8wbz/vorfall_beim_ironman_hamburg_metallsplitter_auf/oqaoznu/

          Kurzum: Richtig beschissene Planung der Veranstalter. Ich wäre halt auch hart angefressen, wenn ich an einem Sonntag von der Veranstaltung einer kommerziellen Firma in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt wäre und das halt regelmäßig jedes Jahr passiert.

          • Havald@lemmy.world
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            5 days ago

            Also nur um das mal einzuordnen, die Querungsstellen von denen hier die Rede ist sind für Autos. Zu fuß kommt man an vielen Stellen rüber, zumindest ist das bei allen anderen IM Events so, wäre komisch, wenn es hier anders ist.

            Die Restaurants sollten also wegen dem erhöhten Zuschaueraufkommen Gewinn machen und keinen Verlust. Ich habe vor zwei Wochen erst ein Rennen gemacht, da sind die außenbereiche der Restaurants immer voll.

            Ja, für die Anwohner ist es kacke, aber die Strecke steht Monate im Voraus fest, da kann man durchaus drumherum planen. Wenn man an dem Tag aus dem Kurzurlaub zurückkommt, dann plant man das halt so, dass man abends oder früh morgens zurückkommt. Um eine 9h Sperrung lässt sich durchaus drumherum planen.

            Für die Bauern, die ihre Acker Sonntags trotz Verbots bestellen tut es mir natürlich besonders leid.

          • macniel@feddit.org
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            5 days ago

            Ja gut, aber ist nicht fast jede Sportveranstaltung kommerziell getragen? Und wenn man etwas dagegen hat, dann kann man sich auch an den Senat wenden und muss nicht gefährlich die Strecke mit Metalsplittern eindecken.

      • Lhianna@feddit.org
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        5 days ago

        Fronleichnam ist aber halt kein Feiertag in Hamburg. Die Kurzurlaubbegründung fällt also weg, ist kein langes WE.

    • trollercoaster@sh.itjust.works
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      4 days ago

      Finde ich ziemlich scheiße, auch wenn man mal nen halben Tag nicht Auto fahren kann.

      Da geht es nicht nur darum, dass die Straße für Autos gesperrt ist. Bei solchen Veranstaltungen darf die “Rennstrecke”, also die Straße, nicht mal betreten werden. Man kann also nicht mal legal über die Straße zu seinem Nachbarn laufen und sich gemeinsam über die Scheiße aufregen. Auch Einsatzfahrzeuge dürfen die “Rennstrecke” in der Regel nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch die Veranstaltungsleitung befahren, also sollte man als betroffener Anwohner tunlichst vermeiden, in der Zeit schwer krank zu werden, sich zu verletzen, oder die Bude anzuzünden, denn die dann benötigte Hilfe könnte durchaus etwas länger brauchen, bis sie kommt.

      Quelle: Hab so einen Wahnsinn als betroffener Anwohner schon mal mitgemacht. 2 Tage lang. Das ist schon dreist, was man den Anwohnern für solche dummen Sport-Großveranstaltungen zumutet.

      • zaphod@sopuli.xyz
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        4 days ago

        Aus der offiziellen Information für Anwohner:

        Eine Querung zu Fuß ist an allen durch Streckenposten gesicherten Punkten möglich. An jeder einmündenden Verkehrsstraße sowie an weiteren typischen Übergängen - etwa an Ampeln und Zebrasstreifen - sind Streckenposten eingesetzt.