Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat in den USA einen enorm umfangreichen Vergleich zur Beilegung aktueller und künftiger Klagen zum umstrittenen Pflanzenschutzmittel Glyphosat geschlossen. Im Rahmen des Sammelvergleichs würde die Bayer-Tochter Monsanto – nach Genehmigung durch ein US-Gericht – über bis zu 21 Jahre insgesamt maximal 7,25 Milliarden US-Dollar (6,13 Mrd. Euro) auszahlen, teilte Bayer am Dienstag mit.

Mir ist aktuell nicht klar, wie diese Meldung einzuordnen ist. 7 Milliarden USD auszahlen, aber keine Schuld eingestehen? Warum ist dann das Mittel noch auf dem Markt?
Das ist ja der Witz am Vergleich. Es wird keine Schuld festgestellt und kein Urteil gefällt.
Mehr Entgegenkommen kann man unter Trump wahrscheinlich nicht erwarten.
Weil ja keine Schuld eingestanden wird.
Dafür sollten „sowohl anhängige als auch mögliche künftige Klagen“ wegen des möglichen Krebsrisikos durch das Mittel beigelegt werden, hieß es von Bayer.
Das kann doch selbst in den USA nicht rechtens sein. Einem Vergleich müssen beide Seiten zustimmen, wie soll das für “mögliche künftige Klagen” (mit noch unbekannten Klägern) gehen?
Die Antwort lautet $$$.



