In der Schule haben wir alle Schreibschrift gelernt, das scheint auch in allen Ländern mit lateinischer Schrift so zu sein.

Aber meine Schrift war so unlesbar, dass ich (als ich mal Tagebuch geschrieben hab) mir mühevoll wieder Druckschrift beigebracht habe, so in der 5. Klasse ca.

Wie war das bei euch? Es scheinen sehr viele Leute Druckschrift zu schreiben, es muss also riesige Wellen von “sturen Umlernern” geben, von dem man nie was mitbekommt

Junge ist das lange her, dass ich so geschrieben habe

  • gigachad@sh.itjust.works
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    7 months ago

    Bin ebenso umgestiegen, kenne eigentlich niemanden, der die “vereinfachte Ausgangsschrift” weiter schreibt. Habe leider in beiden Schriften eine Sauklaue.

    Als Kind musste ich in der Grundschule nachsitzen und große Buchstaben auf DIN A4 hunderte male nachmalen. Hat natürlich nicht geholfen. Dafür habe Respekt vor der Autorität gelernt /s

  • Lucy :3@feddit.org
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    7 months ago

    Sofort zurück zu Druckschrift, da lesbarer und oft gefordert/sinnvoll, und das verkommt langsam zu ner Mischung aus Schreib- und Druckschrift, da ersteres nunmal effizienter zu schreiben ist.

  • remon@ani.social
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    7 months ago

    Ich hab mich ab der 4ten Klasse geweigert Schreibschrift zu benutzen und bin wieder zur Druckschrift (und ausserdem überall karriertes Papier benutzt). Gab einigen Zoff mit den Lehrern und hab die ein oder andere Note Abzug kassiert, aber am Ende konnten sie mich nicht stoppen!

  • schnurrito@discuss.tchncs.de
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    7 months ago

    Ich bin in Österreich in die Schule gegangen und bei mir war es ungefähr so:

      1. Klasse VS: wir lernen Druckschrift
      1. Klasse VS: wir lernen Schreibschrift, und sobald wir damit durch sind, sind alle Abgaben in reiner Schreibschrift zu machen
    • am Anfang des Gymnasiums, ich weiß nicht mehr, ob 1. oder 2. Klasse (d.h. 5. oder 6. Schulstufe, in Österreich beginnt jede neue Schulform neu die Klassen zu zählen): uns wird beigebracht (dafür gibt es sogar ein Kapitel in einem Schulbuch), dass jeder Mensch seine individuelle Handschrift hat und es nicht normal, verpflichtend oder auch nur besonders gut ist, absolut alle Buchstaben miteinander zu verbinden

    Dementsprechend verbinde ich Buchstaben heute teilweise, wenn es praktisch ist; teilweise aber auch nicht.

      • bleistift2@sopuli.xyz
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        7 months ago

        Selbst wenn man nie wieder Schreibschrift schreibt, bleiben die Jahre doch als Übung für die Feinmotorik erhalten.

    • Ardor von Heersburg@discuss.tchncs.de
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      7 months ago

      Was die Pflicht angeht in Bayern ähnlich. Die Volksschulen/Grundschulen verlangen es, sobald man auf einer weiterführenden Schule ist, sollte man halt lesbar schreiben, wie war egal. Wurde uns da aber nicht mehr konkret beigebracht.

  • Rise1547@feddit.org
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    7 months ago

    Nennt sich: Individualisierung der Handschrift oder persönliche Handschrift. Man schreibt einfach irgendwann wie man will und matscht sich seinen eigenen Stil zusammen aus Druckbuchstaben und Schreibschrift.

    Vollkommen normal, du bist nichts Besonderes.

  • RalfWausE@blackneon.net
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    7 months ago

    Bei mir war es der normale Werdegang: Erst Druckschrift, dann Schreibschrift in der Schule.

    Irgendwann, in späteren Schuljahren als es den Lehrern im wesentlichen egal war welche Schrift verwendet wurde habe ich dann zurück zur Druckschrift gewechselt.

    Jetzt der Handlungszwirbler: Später, im Beruf habe ich dann gemerkt, dass ich schnell Schmerzen und Krämpfe in den Händen bekommen habe wenn ich viel aufschreiben musste - auf Anraten von einem Bekannten habe ich mir dann einen Füller besorgt und wieder etwas Energie in das erneute Lernen von Schreibschrift investiert. Hat sich gelohnt: Jetzt kann ich schmerzfrei Seiten füllen und das Ergebnis ist sogar noch lesbar.

    • megrania@discuss.tchncs.de
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      7 months ago

      Da zeigt sich ein Generationen-Unterschied, ich hab’ noch mit vereinfachter Ausgangsschreibschrift angefangen, und bin dann nach und nach zu einer Mischform übergegangen … lesbar war das nie, musste manchmal Schreibproben abliefern, damit das Lehrpersonal überhaupt entscheiden konnte, ob etwas ein Fehler war oder nicht.

      Heute, da ich 99% der Zeit tippe, merke ich, wie langsam ich mit der Hand schreibe … ist echt anstrengend geworden.

  • Ravi@feddit.org
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    7 months ago

    Ich mache mittlerweile fast ausschließlich Drückschrift. Die Nutzung von Stiften hat seit dem Beschließen des Bildungswegs drastisch abgenommen.

  • Dunstabzugshaubitze@feddit.org
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    7 months ago

    Bin ebenfalls zurück zur Druckschrift, in der 7. oder 8. Klasse hat mein Physiklehrer mich vor die Wahl gestellt, dass ich entweder Druckschrift schreibe oder er nur noch Berechnungen aber keine schriftlichen Beweise mehr in Tests bewerten würde.

    Die anderen Lehrer fanden das scheinbar auch gut, haben mir aber nie gesagt, dass sie so große Probleme mit meiner Sauklaue hatten.

  • Tartufo@lemmy.world
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    7 months ago

    Ich kann mich nicht daran erinnern jemals Druckschrift gelernt zu haben, war aber auch nicht auf einer deutschsprachigen Grundschule. Meine Großbuchstaben umzulernen (hatte da aus der Grundschule was sehr Schnörkeliges, was ewig zum Schreiben brauchte) war für mich schon schwer genug, daher hab ich nie versucht von Schreibschrift weg zu kommen.

    Generell brauch ich mit Druckschrift in Formularen (also falls die mal nicht digital gehen) gefühlt irgendwie 3x so lang beim Ausfüllen wie ich mit Schreibschrift bräuchte, daher habe ich da auch irgendwie null Motivation da was zu machen.

  • Ooops@feddit.org
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    7 months ago

    Also nicht mal “vereinfacht”.

    Aber ich bin ja auch altertümlich und hab auch noch 'ne Kiste Notizzettel auf dem Schreibtisch rumstehen…

    PS: Ja, wenn ich nicht bewusst schnell was hinkritzel, ginge es auch weniger krakelig.

    • Quantenteilchen@discuss.tchncs.de
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      7 months ago

      Das ist kränkelt für deine Verhältnisse‽

      Also ich weiß ja, dass ich eine Sauklaue als “Schrift” missbrauche, aber ich hatte nicht gedacht im Vergleich von schnellem schreiben so schlimm zu sein 😭

  • jenesaisquoi@feddit.org
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    7 months ago

    Genau dasselbe wie bei dir für die Meisten in der Klasse. Ein paar Jahre lang war Schreibschrift Pflicht, sobald diese aufgehoben wurde sind die Meisten wieder zurück zur Blockschrift. Ich fand es immer mühsamer, in Schreibschrift zu schreiben, und dazu viel weniger leserlich. Für meine Blockschrift hingegen habe ich schon Komplimente bekommen.

    Unsere sah so aus, minus das ß, welches in CH nicht verwendet wird: https://de.wikipedia.org/wiki/Ausgangsschrift#/media/Datei:Lateinische_Ausgangsschrift_1953_plain.svg

    Interessanter Fakt: Unter Russischsprachigen ist es das genaue Gegenteil, fast alle schreiben in (kyrillischer) Schreibschrift. Viele schreiben nur mit Mühe Blockschrift, so ungewohnt ist es.

  • MinionsNRW@feddit.org
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    7 months ago

    War in der Schule für meine Sauklaue bekannt. Mir wurde einmal angedroht, dass Klausuren von mir gar nicht mehr korrigiert werden, da es wohl mehrere Stunden dauern würde, sie zu korrigieren. Zum Glück hatte ich die Lehrerin nur in einem Halbjahr und hab deswegen nur die eine Klausur geschrieben. Vor dem Abitur ist mir aber eingefallen, dass der Zweitkorrektor meine Schrift noch nicht gewohnt ist und habe dann noch schnell umgelernt. Kann jetzt aber keine Schreibschrift mehr, sondern nur noch Druckschrift und eine abstoßende Mischform aus beidem, wo sich die Buchstaben unregelmäßig abwechseln.

  • ominous ocelot@leminal.space
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    7 months ago

    Leserliche Schreibschrift brauchte Übung und Hingabe. Mit einem Mix aus Druck- und Schreibschrift kann ich schneller schreiben. Schreibschrift ist bei mir leserlich, wenn ich mir Zeit lasse - für sticky notes zum Beispiel.