Ich hab nicht mal gut gelernt und musste etwa die Hälfte der Aufgaben überspringen. Und nicht gut bedeutet: Ich habe die letzten 30 Anki-Karten am Morgen der Klausur das erste (bzw. zweite, wenn wir das Erstellen mitzählen) Mal angeschaut.
4 ist ausreichend. Ausreichend ist bestanden. Bestanden ist gut. Gut ist eine 2 und 2 ist fast eine 1. 🤓
Es heißt ja auch: “4 gewinnt” und nicht “1 gewinnt”.
Hier zwei tolle Sprüche mit denen man such die 4,0 schön reden kann:
“Ein gutes Ross springt nicht höher als es muss”
“4,0 ist bestanden. Bestanden ist gut und gut ist auch schon fast eine 1”
Ich würde sagen, dass deine herausragende Leistung für die gesamte Klasse maßgebend war.
So wird man auch auf das Echte Leben™ vorbereitet. Immer schön die richtigen Wieselworte kennen.
Wieselworte wurden allerdings nicht verwendet, ich bin nicht mal zur Einsicht gegangen.
Es war eher:
“Oh die Punkte wurden veröffentlicht. Hm, 52/120, das reicht eher nicht.”
Zwei verdammte Wochen später:
“Oh, die Notentabelle wurde (endlich!) veröffentlicht. 52 Punkte -> 4,0 ??? Waren wohl einige schlecht.”
Die Leistungen weisen zwar Mängel auf, entsprechen aber im Ganzen noch den Anforderungen.
Reicht doch. Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss. Das ist effizient.
Es war mal eine Matheprüfung. Multiple Choice, 100 Punkte, das Ziel waren 50 Punkte zum bestehen. Ich habe wegen Corona teilgenommen, weil “Freiversuch” - war eine spontane Entscheidung, weil ich davor schon eine Prüfung hatte. 43 von 100. Schade, aber na gut. Dann kam die Nachricht vom Prüfer - ausnahmsweise benötigte Punkte reduziert auf 40. Und so habe ich durch Zufall das Modul Stochastik bestanden.
Stochastik hab ich auf ähnlich blöde Weise bestanden - man durfte eine Doppelseite Formelsammlung mitnehmen. Ich, der nur in einem Viertel der Vorlesung war (Stochastik ist aber auch langweilig) hab dann eben quasi das gesamte Skript abgeschrieben und dadurch ohne viel Lernaufwand eine 3,3 bekommen.





