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  • Hahahaha! Nein.

    Spaß beiseite: Hängt davon ab, was du studierst bzw. wie deine SPO aussieht. Gibt es ein Praxissemester bei einem Unternehmen oder ein Projektstudium? Dann ist das deine Möglichkeit erste praktische Erfahrung zu sammeln. Ansonsten ist es die Thesis.

    Und du merkst es schon ganz richtig: Du streifst viele Dinge im Studium nur, weil es auch gar nicht möglich ist alle potenzielle Bereiche tiefgehend abzudecken. Die richtige Expertise bekommst du erst im Berufsleben. Schule ist der Test, ob du lernen kannst, obwohl du nicht willst. Studium ist der Test, ob du lernen kannst, wenn du willst und es schwierig ist.













  • Die EU würde etwas werden, dem kleine Länder nicht erneut freiwillig beitreten würden.

    Ich verstehe nicht, warum immer dieses Argument kommt. Wir sehen doch gerade eben weil alle in der EU exakt eine Stimme haben, dass Orban die Union in Geiselhaft nehmen kann. Allein könnte Ungarn niemals so viel politisches Gewicht in die Wagschale werfen, wie das, das sie durch die EU erhalten.

    Gerade für kleinere Ländern kann ein Abschaffen der Einstimmigkeit eine große Chance bieten. Denn kleine Länder gibt es viele. Wirtschaftspolitik vorbei an Frankreich und Deutschland? Das wäre auf einmal möglich.

    Mit der aktuellen Gewichtung wäre es unfair, wenn deutsche Stimmen weniger zählen würden als kroatische.

    Im Kontext deiner bisherigen Argumentation bin ich von diesem Punkt gerade etwas verwirrt. Aktuell gibt es ja ein Ungleichgewicht zwischen Anzahl von Menschen und Stimmen. Warum ist das bei einer EU als Bundesstaat dann ein Problem?


  • Ich stimme dir erstmal grundlegend zu, dass dieser Schritt eine gewaltige Änderung wäre, würde aber trotzdem dagegenhalten:

    AFD

    Schon während der Debatte im Bundestag zur Verfassungsfeindlichkeit der AFD hatte ich angemerkt, wie lächerlich es ist ihr vorzuwerfen, dass sie aus der EU austreten möchte: Das Richtige (ohne jetzt mal genau zu sagen, was das Ziel im Detail ist) kann aus guten oder schlechten Beweggründen getan werden.

    Gefürchtete[r] Bundesstaat

    Wenn ich nach diesem Argument gehe, kann ich nach derzeitigen Verhältnissen alle unsere politischen Strukturen inklusive Kommunalverwaltung auflösen. Die funktionieren auch alle nach dem Mehrheitsprinzip. Es ist einfach nicht möglich es immer allen irgendwie recht zu machen. In der Bundesrepublik Deutschland reicht es uns im Alltag ja schon, wenn wir es 50 % + 1 Person der wählenden Bevölkerung recht machen.

    Es erschließt sich mir daher nicht, warum es auf EU Ebene plötzlich 100 % sein soll. Vor allem, weil es eben solche Mitspieler wie Orban und Fico, die das System bewusst ausnutzen.

    PS am Rande: Wenn wir die EU von Grund auf neu gestalten, würde ich das “Middle-Management” komplett entfernen. Also Deutschland als politische Ebene raus. Niedersachsen, Berlin, etc. rein.