Erstens ein emotionaler Aspekt - Internet beruhigt viele. Die Probanden leiden unter Stress und psychischer Belastung. Sie wollen sich besser fühlen und haben gelernt, dass beispielsweise Computerspiele oder Online-Shopping ihren Stress erstmal abbaut. Alleine der Anblick einer App könne dann schon ein starkes Verlangen auslösen.
Zweitens: Die Automatisierung. Wir merken oft gar nicht mehr, wenn wir das Handy aus der Tasche holen. Auch Gewohnheit spielt eine große Rolle.
Viele kommen stundenlang nicht mehr vom Netz los
Der dritte Mechanismus ist der Kontrollverlust. Betroffene können schon bei der Entscheidung, “Spiele ich, oder spiele ich nicht?”, nicht mehr stoppen. Ploppt der Gedanke an eine bestimmte Internetanwendung auf, wird unkontrolliert konsumiert. Egal ob Social Media, Online-Shopping oder Pornografie. Hängen Süchtige einmal in der App, kommen sie oft stundenlang nicht mehr los. “Auf Tik Tok werden einem automatisch immer neue Videos zu einem Thema, das mich interessiert angezeigt. Auf einmal sind ein paar Stunden rum”, erzählt eine 22-Jährige. Und dann immer wieder diese Werbeanzeigen zum Online-Shopping.
Man beachte auch, dass es keine Erwähnung von süchtig-machenden Tricks gibt.