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Mit dem Urteil werde anerkannt, “dass die Tech-Unternehmen mit ihren süchtig machenden Algorithmen das Leben ihrer Nutzerinnen und Nutzer ruinieren”, sagte Reichinnek am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Notwendig sei nun “ein vollständiges Verbot genau dieser Algorithmen”. Verstöße müssten mit empfindlichen Geldstrafen geahndet werden.
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Sie will das richtige, aber das wird so nichts.
Mit deutschen Gesetzen kriegen wir nur deutsche Firmen (ggf. Firmen mit einer ladungsfähigen Anschrift in Deutschland) reguliert. Das ist im Internet leider (oder zum Glück) einfach die faktische Realität.
Was materielle Chancen auf Erfolg hätte wäre, eine bessere Alternative anzubieten. Ich denke da an von der Öffentlichkeit finanzierte Vereine, die dezentral und föderierte Socials mit konkurrenzfähigen Feature Sets bereit stellen. Das kann man mit vertretbarem Aufwand mindestens auf EU-Skala betreiben, wenn sich nicht am Ende Shareholder daran bereichern können müssen (was die Kosten halt massiv aufbläht).
In dem Moment, in dem die Firmen in Deutschland oder mit deutschen Firmen Geschäfte machen wollen, werden sie in Deutschland greifbar. Und die ganzen gewerblichen “sozialen Medien” sind nun mal eigentlich ein Teil der Werbeindustrie.
An welche Firmen genau denkst du? Der Meta-Konzern ist gut greifbar und auch an tiktok und X kommt man einigermaßen ran. Damit hat man dann schon so 90% der Landschaft abgedeckt. Und falls man wirklich nicht an eine Firma rankommt, deplatformen Google und Apple das ohne Probleme.
100%-Lösungen gibt es im Internet nicht, aber das sind Konzerne, die Gewinn machen wollten. Ein deutlicher Umsatzeinbruch reich damit die sich an Gesetze halten.
Grundsätzlich ja, zumindestens so lange sie nicht eine billigerere Lösung finden die Gesetze zu umgehen, z.B. die irische Datenschutzbehörde zu unterwandern und bestechen.
Und dann gibt es noch Firmen wie X, bei denen Gewinn ehr zweitrangig ist und es vor allem darum geht den faschistoiden Ideen des Besitzers eine Platform zu bieten.