In der Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht meldet sich die Spitze der bayerischen Grünen-Landtagsfraktion mit einem eigenen Vorschlag zu Wort: Fraktionschefin Katharina Schulze und der innenpolitische Sprecher Florian Siekmann sprechen sich für einen verpflichtenden »Freiheitsdienst« für alle aus:

Alle Frauen und Männer sollen irgendwann zwischen 18 und 67 Jahren sechs Monate Dienst tun – entweder Wehrdienst, Dienst im Bevölkerungsschutz, bei Feuerwehr oder Hilfsorganisationen oder sechs Monate Gesellschaftsdienst. Schon abgeleistete Dienste oder bestimmte ehrenamtliche Tätigkeiten sollen angerechnet werden.

»Was kannst du für dein Land tun?«

»Es ist an der Zeit, die Frage zu stellen: Was kannst du für dein Land tun?«, sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Die Bedrohungen nähmen zu.

»Damit wir als Gesellschaft robuster werden, unsere Freiheit verteidigen und das Miteinander stärken, braucht es uns alle. Der Freiheitsdienst ist ein Gemeinschaftsprojekt für Deutschland von allen für alle. Durch den Freiheitsdienst verbinden wir Generationen und Milieus, stärken unsere Gesellschaft und verteidigen, was uns wichtig ist.«

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    5 days ago

    @iamkindasomeone “Nichts machen”

    dürften die meisten inkl. mir für eine sehr schlechte Idee halten. Fast 70% sehen eine Kriegsgefahr.

    Schlechte Politik badet Immer die Bevölkerung aus, wer denn sonst?!

    Die anderen Themen mögen richtig sein, sind aber Offtopic.

    • iamkindasomeone@feddit.orgOP
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      5 days ago

      Wieso ist das offtopic? Dann sollen sie das Ding Wehrdienst nennen und nicht so nen Quatschnamen vergeben.

    • kossa@feddit.org
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      5 days ago

      Dann können “die Meisten” ja auch freiwillig Wehrdienst leisten, und die anderen halt nicht. Warum wollen denn “die Meisten” alle anderen auch verknechten?

      • Eskalator :fckafd: :tux:@troet.cafe
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        5 days ago

        @kossa
        Die fatalistische Sprache bringt keinen weiter.

        Sonst kannst du auch bei Steuern von “verknechten” reden.

        Da geht’s halt auch um Gerechtigkeit und das Solidartätsprinzip. Du sagst ja auch nicht es sollen nur freiwillige in die Krankenversicherung einzahlen oder ?!

        • kossa@feddit.org
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          5 days ago

          Nö, sag ich nicht.

          Wenn denn auch alle mal einzahlen würden, wären wir auch schon mal näher dran an einem Solidarprinzip.

          Aber das trifft auch den Kern meines Problems. Erstens finde ich schon, jemandes Körper zur Arbeit heranziehen schon noch mal ne andere Hausnummer, als monetär zuzulangen.

          Aber das ist gar nicht das Ding. Au contraire, habe meinen Wehrdienst gemacht und bin sogar für einen Wehrdienst, weil die Bundeswehr ein Haufen Rechtsradikaler mit Waffen ist, die dringend die Kontrolle durch Wehrpflichtige braucht.

          Mich nervt aber in der Kommunikation immer genau dieses “Solidarität” und “mal was für das Land tun”

          Der Staat hat sich in den letzten 30 Jahren aktiv vom Solidaritätsprinzip wegbewegt: Massive Steuerungerechtigkeit, Klimawandel, Sozialstaat, private und öffentliche Krankenkassen, profitorientiertes Gesundheitssystem, Versagen in Pflege, Bildung, Rente und Erziehung, Machtbeschneidung der Gewerkschaften, aktuell sogar Forderungen das eh schon lächerliche Streikrecht noch weiter einzuschränken etc. pp.

          Aber jetzt kommen irgendwelche Tröten daher, fordern Zwangsarbeit und erzählen dann auch noch was von Solidarität und “mal was für das Land tun”. Ne, sorry.

          • Eskalator :fckafd: :tux:@troet.cafe
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            5 days ago

            @kossa

            Absatz 2:
            Absolut. Ich wäre auch dafür, dass alle in die gesetzlich einzahlen, und wer will kann sich privat zusätzlich absichern.

            Absatz 3:
            Nö, so groß ist der Unterschied nicht. Wer Geld bezahlt muss idR auch erst dafür arbeiten.

            Absatz 4:
            Sehe ich inzwischen auch so (Bürger in Uniform)

            Absatz 5:
            Der Appell nag nerven, ist aber im Kern richtig

            Absatz 6-7:
            Klar gibt genug Gründe für Unzufriedenheit, nur löst “beleidigt sein” keine Probleme.

            • kossa@feddit.org
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              5 days ago

              Doch, der Unterschied ist groß. Wenn ich nicht arbeite, zahle ich nur Verbrauchsteuern, sonst keine. Wenn ich das Geld für die Basisversicherung nicht aufbringe, bin ich nicht krankenversichert. Wenn ich nicht zum Wehrdienst antrete, kommen Feldjäger, treten meine Tür ein und schicken mich, notfalls mit Gewalt, in den Beugehaft. Menschen körperlich zu zwingen ist ein anderer Schnack, als ihnen ggf. Geld abzuknöpfen.

              Der Appell “tut was für das Land” ist auch nicht richtig. Richtig wäre, die Wahrheit zu sagen: wir brauchen Soldaten und uns fällt nichts besseres ein, wäre eine. Eine andere halt Besagtes “wir brauchen eine Armee, eine Berufsarmee hat ein Extremismusproblem und wir wissen sonst nicht, wie man dem Herr werden könnte.” Das wären die ehrlichen Ansagen bzgl. der Wehrpflicht.

              Man könnte den Dienst ja aber auch anders motivieren. Random in zwei Sekunden ausgedacht: Dienst gibt Rentenpunkte, früher Rente. Dienst gibt ne Steuergutschrift. Dienst gibt wasauchimmer, was ich sonst nirgendwo bekomme. Stattdessen einfach nur “lass alle zwingen” irgendwie lame. Und dann, ganz ad hominem, halt auch noch von zwei Tröten, die halt auch noch nie was “für ihr Land getan” haben. Kein Bufdi, kein Wehrdienst, kein FSJ oder FÖJ im Lebenslauf. Von denen finde ich es geradezu frech so eine Phrase loszulassen. Deswegen agitiert mich das auch so.

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                5 days ago

                @kossa

                Genau, du erzählst jetzt das Steuerhinterziehung in Deutschland ein Kavaliersdelikt ist, und keiner kommt um dich ggf. ins Gefängnis zu werfen. Diesen Fall muss man sich schon sehr speziell zusammenbauen, so wie du es ja auch machst. Da könnte ich genauso sagen es gibt keine Wehrpflicht, weil wenn dir ein Bein fehlt musst du nicht antreten.

                Dann unterschlägst du in deiner Empörung das es eben nicht um eine reine Wehrpflicht geht, sondern man seinen Dienst auch im Sozialen, im

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                  5 days ago

                  @kossa
                  2/
                  Katastrophenschutz, oder sogar durch Ehrenamt leisten kann.

                  Der Letzte Absatz ist einfach nur eine Unterstellung. Darüber in welcher Form der Freiheitsdienst vergütet und anerkannt werden soll, ist noch gar nichts bekannt! Aber du tust so als würden da jetzt Busse rum fahren, Leute einsammeln und ohne Essen Steine Klopfen lassen.

                  Wer jetzt mit den “zwei Tröten” gemeint ist, weiß ich nicht (Wahrscheinlich die Grünen) die sind jetzt noch nicht ganz 67, wären also selbst betroffen.
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                    5 days ago

                    @kossa

                    3/
                    Kann schon sein, dass falls ein fertiger Entwurf kommt der Bundestag oder Politische Ämter mit angerechnet werden (fände ich gar nicht schlecht) aber mein weiß noch gar nichts.

                    Und obwohl du dass auch alles nicht weißt, erfindest du Dinge über die du dich aufregen kannst, und verwechselst das mit Argumentieren,