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InitialsDiceBearhttps://github.com/dicebear/dicebearhttps://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/„Initials” (https://github.com/dicebear/dicebear) by „DiceBear”, licensed under „CC0 1.0” (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)B
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1 yr. ago

  • Um nicht nur dagegenzuschießen: finds gut, dass du für ein Tempolimit aus Umweltschutzgründen bist, obwohl du es mit dem Sicherheitsaspekt anders siehst. Macht mir Hoffnung, dass man aus unterschiedlichen gründen für die gleiche Sache sein kann, am Ende wäre es alleine schon aus Klimaschutzgründen oder dem entspannteren verkehrsfluss nice ein limit zu haben

  • Nicht die seriösität det Statistik wird angezweifelt sondern die Schlussfolgerung aus ihr. Zwei Länder zu vergleichen ist kein laborexperiment mit am besten nur einer variable. Um im freien feld eine seriöse Vermutung eines kausalen Zusammenhangs aufzustellen, gibt es verschiedene Methoden, die miteinander kombiniert mehr oder weniger treffsicher sein können. In der regel benötigt man viele verschiedene Studien und statistiken dafür. Vor allem jongliert und kombiniert man auch viel mit Deduktion, Induktion und abduktion. Ist aber bei mir alles ne Weile her, bekomme das nicht mehr so recht in Worte gefasst, deshalb gebe ich einfach die Fachbegriffe wieder, die sind ja woanders gut definiert Ich schwöre das macht sinn auch wenn ich das nur oberflächlich wiedergeben kann, Statistik kann verdammt kompliziert und unintuitiv werden wenn man in die tiefe geht (was ich nie wirklich getan haben tbh aber es gibt Standards im wissenschaftlichen vorgehen, die recht etabliert sind)

  • Finds nicht verkehrt, das für besseren Verkehrsfluss anzugleichen, aber zu sagen, jemand fühlt sich wegen eines geringeren Geschwindigkeit provoziert, riskant zu überholen sollte eher mit schnellerem lappenverlust rechnen als mit einer besseren Angleichung der Geschwindigkeiten. Aber ja why not both

  • https://www.acad-write.com/ratgeber/tipps/korrelation-und-kausalitaet/ (Nur als reminder, bestimmt kennst du den unterschied)

    Wie kommst du denn darauf, dass Tempolimit kein Faktor ist? Aus deinen genannten Quellen lässt sich das nämlich nicht schließen, da, wie schon jemand anderes hier erwähnt hat, sehr viele einflussreiche variablen (Fahrtüchtigkeit, zustand der kfzs, einhalten der erlaubten Geschwindigkeit, zustand der straßen, usw, sind nur Beispiele, gibt ja neben gesfhwindigkeit viele dinge, von denen man vermuten könnte, dass sie einen Einfluss haben könnten... ) für den Vergleich nicht festgesetzt wurden oder im Vergleich mit anderen Ergebnissen herausgerechnet wurden... In diesem Fachartikel sind viele wissenschaftliche Quellen genannt, die eine bessere Annäherung an kausale Zusammenhänge zwischen einem strengeren Tempolimit und einer geringeren Unfallhäufigkeit und -intensität aufzeigen: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921800923001131?via=ihub#bb0005

    Würde mich auch wundern, wenn es anders wäre, alleine schon wegen der geringeren verbleibenden Reaktionszeit, der geringeren Wendigkeit bevor man ins schleudern kommt, dem längeren Bremsweg und dem härteren Aufprall... Als anekdotische Evidenz möchte ich auch anführen, dass ich persönlich bei Rennspielen bei hohen Geschwindigkeiten eher gegen Bäume fahre als bei geringen lol

  • Äh mein Kollege meinte ich, der will es verstehen und die anderen hier. Bin nur so schlecht im kommunizieren, deshalb kann ichs ihm grad nicht erklären

  • Den teil hatte ich auch gesehen, aber wie ist des mit dem zweiten teil? Wir wollen den zweiten teil verstehen!

  • Es würde auch mein leben nicht zerstören, wenn ein wenig mehr Kontext geliefert würde. Ein Kollege von mir, der nie was checkt, würde das auch gerne verstehen

  • Streng genommen wäre auch das sinnvoll. Du kannst auch als Autofahrer fahren (wenn du vorher gehalten hast!!) aber sobald ein andere Verkehrsteilnehmer in der Nähe ist, wirst du bestraft. ist halt ein unterschied, ob du mit mehreren tonnen Gewicht (sehr tödlich) und eingeschränktem Sichtfeld bis zu 50 kmh über die rote ampel Brettern darfst und dir nur zu 95% sicher sein kannst, dass da kein jogger aus dem Hauseingang auf die straße kommt, oder ob du mit mit ein paar kilo fahrradgewicht (so gut wie nie tödlich) mit vielleicht maximal 30 kmh, eher 20 gemütlich (auch Radfahrer sollten bei rot vorher anhalten) über ne Kreuzung fährst. Im ernst, selbst wenn plötzlich ein jogger kommt, technisch gesehen kann ich mit dem rad noch 3 mal anhalten, bis ich den erreiche. Oder im notfall einfach so lange Kreise um die Person drehen, bis sie gekreuzt hat. Geht natürlich nur, wenn kein Verkehr da ist. Und nochmal, ich finde es nicht gut, bei rot zu fahren, wenn andere Verkehrsteilnehmer am Start sind.

    Da natürlich bei den Sanktionen keine Ausnahme gemacht werden kann und soll, nur weil ein Regelruch nachvollziehbar war (das würde glaube ich durch die auslegbarkeit) zu Willkür und Korruption führen, muss es halt eine neue regel geben, z.b. den Idaho stop. Und es gibt Gründe, warum dieser für PKW nur schlecht umsetzbar ist im Vergleich zu Fahrrädern. Deshalb zu sagen, aber wenn ich warten muss, will ich, dass auch die warten, ist doch auch keine Lösung.

    Bin beruflich Autofahrer und privat Fahrradfahrer und muss schon sagen, die Situationen, in der ich meiner Meinung nach bei rot fahren könnte ohne mit 100%er sicherheit jemanden aktiv oder passiv gefährden würde, kommen im auto in der stadt sehr selten und auf dem rad eher häufiger vor. Und mit gefährden meine ich auch im Sinne von "Unklarheit schaffen, weil man unvorhersehbar ist"

  • Funktioniert abseits von Ampeln ja auch. Oder Zebrastreifen (in diesem fall nur umgedreht). Ich würde es so sehen, eine rote ampel für fußgänger ohne Verkehr ist wie ein Zebrastreifen für Autos, die dürfen immer fahren und ich nur kreuzen, wenn frei ist. Klar, wenn man viel Verkehr hat, passiert das so gut wie nie.

  • Aber auf einer leeren straße? Sobald noch jemand kommt ist die Reihenfolge doch geregelt. Ich würde auch eher nicht über bahngleise oder die Autobahn oder auch auf normalen Straßen vor Kurven drüber laufen. Ein schneller Zug kann mich auch mal erwischen obwohl ich dachte, es ist frei. Ein auto, dass maximal 50 fahren darf, ist da finde ich was anderes und natürlich hat es trotzdem Vorfahrt, wenn es grün hat.

  • Oder anders gefragt: welchen Sinn siehst du denn in der Erwähnung der 10000 in dem Artikel Kontext? Waren das hauptsächlich Autofahrer? Waren das vielleicht alles Scooterfahrer? Wurden die von Autos umgenietet, oder haben die scooterfahrer Fußgänger umgenietet? Und wenn letzteres, sind die scooterfahrer oder die Fußgänger vor der Kollision eher bei rot gegangen/gefahren?

    Die 10 000 suggerieren halt in Kombination mit dem hohen Anteil an scooterfahrenden an den Überschreitungen, dass z.b. scooterfahrer mit gleichem mindset wie die derzeitigen zu mehr Verletzungen im Straßenverkehr wegen ignorierens von roten Ampeln korrelieren (kann sein, muss aber nicht). Man kann aber letztendlich aus der Zahl nichts schließen, was einen Mehrwert hätte, der Mehrwert wird eben suggeriert und löst auch entsprechende Emotionen aus

  • Bzw. um mal ein Beispiel zu nennen, wo ich persönlich regemäßig die regeln (die ich prinzipiell erstmal sinnvoll finde) ignoriere: Es ist 23 Uhr in einer mittelgroßen Stadt. An einer großen Straße. Ich schaue links und rechts und sehe weit und breit keine Autos. Also gehe ich bei rot über die fußgängerampel. In diesem fall wäre ich kein egoistischer arsch, oder? Wenn ich nicht aufpasse, oder warum auch immer im Verkehr bei rot über die straße Laufe, und ein PKW deshalb spontan bremsen oder ausweichen oder schlimmeres muss, macht mich das zum Arsch, klar, aber das hat nichts mit der roten Ampel zu tun. Das hätten ich auch 50 Meter weiter an der Straße ohne Ampel tun können

  • Und du findest den Zusammenhang zwischen dem Gewicht des sich bewegenden gegenstandes und dem Gefahrenpotential im Straßenverkehr physikalisch fragwürdig??

  • Das stimmt. Aber ich glaube, ich werde gerade etwas missverstanden

  • Klar ist es grundsätzlich falsch, andere in Gefahr zu bringen (oder sich selbst, wenn andere daran beteiligt sind). Das hat auch nichts damit zu tun, ob die Daten jetzt besser aufgeschlüsselt sind, oder nicht. Worauf ich damit hinaus wollte ist, dass wenn man einen Sachverhalt erläutert, in dem man untersucht, welche relativen Anteile die Verkehrsmittel an den Regelverstößen haben, es wenig Sinn macht, absolute Zahlen zu den verletzten gegenüber zu stellen.

    Und in welchem Satz habe ich denn erwähnt, dass mir die Sicherheit von anderen nicht wichtig wäre? Ich plädierte auch nicht für das abschaffen von regeln, sondern für den idaho-stop, wie ich ja beschrieben habe

  • Bin großer Freund des Idaho-Stops https://de.m.wikipedia.org/wiki/Idaho-Stop für leichte Verkehrsteilnehmer, das System folgt klaren Regeln, man weiß immer wer Vorfahrt hat und dennoch ist man auf dem Rad oder als Fußgänger nicht gezwungen, wie ein Vollidiot an einer roten Ampel zu warten, wenn die Straße weit und breit leer ist. Oder als Fahrradfahrer an einer fußgängerampel, an der man hält und fährt, wenn alle Fußgänger gekreuzt haben, auch wenn die ampel noch rot ist (fällt im Artikel unter Frühstart). Klar muss man die Situation zu 100% überblicken, ansonsten hält man sich an die Ampel. Ist ja bei vorfahrt achten oder rechts vor links oder allgemein bei fast allen Dingen im leben genau so. Regeln haben ja grundsätzlich einen Sinn. Versteht man den Sinn, kann man Ausnahmen machen, wenn man alles überblickt. Und sich bei Unfällen dennoch auf die regeln berufen, denn sie geben Sicherheit für das gegenüber und einen selbst.