Skip Navigation

InitialsDiceBearhttps://github.com/dicebear/dicebearhttps://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/„Initials” (https://github.com/dicebear/dicebear) by „DiceBear”, licensed under „CC0 1.0” (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)Q
Posts
1
Comments
1603
Joined
2 yr. ago

  • Well.. the point isn't as clear: do you think they'd leave if we were to ask them to?

  • Das ist wie beim Abschieben: treffen tut es primär die, die sich eh schon an die Regeln halten.

  • Halt die Fresse.

    Aber wer denkt, der Krieg in der Ukraine ist primär Ergebnis der Boshaftigkeit der Russen,

    Dich kannte ich noch nicht. Jetzt weiß ich wohl alles, was ich wissen möchte.

    Schade, dass du dich hier auf diese Art engagieren möchtest.

  • Weil es irgendwie eklig schmeckt. Muffig? Kanns nicht richtig beschreiben.

    Jedenfalls gibt es für mich wenig erfrischenderes als das erste Glas anderes Mineralwasser nach einer Zeit Gerolsteiner.

  • Wie viele von denen nutzen ein OS, eine Office Suite etc, jenseits von Microsoft und Apple?

  • That means we need nukes on EU level.

  • Ist das Einrichten von Windows plus Software auch. In beiden Fällen ist das nichts, was der berufliche Nutzer selber tun muss.

    Wenn du "beruflich" konsequent mit "arbeitet in einem großen Büro mit eigener IT-Abteilung" gleichsetzt, jo. Tue ich jedenfalls nicht. Es ist meine eigenen Arbeitszeit, die ich investieren musste, damit es so läuft. Es hat erheblich länger gedauert als meine bisherigen Windows-Installationen und bestimmte Dinge gehen heute noch nicht. Wir können da gern noch lange rumdiskutieren, aber FOSS-Lösungen benötigen in den meisten Fällen mehr Engagement und Zeit vom Nutzer. Wie gesagt: ich kenne nicht viele Nicht-IT-Berufstätige, die ohne amerikanische Produkte auf ihren Arbeits-Rechnern zurechtkommen - du?

    Wäre, “Gering bis sehr hoch, abhängig davon, ob du Öl besitzt”, zu zynisch?

    Es wäre an der Frage vorbei, denn wir reden hier von Abschreckungspotential und nicht davon, ob diese Länder Angst haben müssen, von den Amerikanern überfallen zu werden.

  • Du definierst also “Ich hätte die Wahl aber ich möchte das US Produkt wählen” als Abhängigkeit, weil das genau das Narrativ ist, dass dir Firmenleitungen und Politiker (nach Konsultation mit US Lobbyisten) vorbeten.

    Das ist zu vereinfacht. Microsoft, Apple, Google und Co. machen schon mehr, als dir einfach nur vorzubeten, dass ihr Ökosystem gut ist. Gerade deshalb habe ich insbesondere nach Nicht-IT-Berufstätigen gefragt. Ich bin gerne zu Linux gewechselt, aber es war (und ist) Arbeit, alles so eingerichtet zu bekommen, dass ich richtig produktiv arbeiten kann. Ich mach das gerne, weil es für mich ums Prinzip geht und ich das Thema insgesamt spannend finde, aber viele andere schaffen diese Schwelle nicht. Natürlich ist es nicht unmöglich, aber es ist auch nicht unmöglich, mit dem Rauchen aufzuhören - trotzdem machen das viele. Wegen der Abhängigkeit.

    .. dass das wahre Problem die völlig Selbstüberschätzung Russlands war.

    Ist der Sinn von Abschreckung nicht auch, möglichst keinen Raum zur Selbstüberschätzung zu lassen? Wenn ich mit etwas abschrecke, das mein Gegenüber als bewältigbar interpretieren kann, dann ist meine Abschreckung zu schwach. Darum: wie hoch schätzt du den Anteil Amerikas am Abschreckungspotential der NATO?

    Das war bewusst sehr allgemein, weil es eben nicht um Einzelfälle geht. Aber um für dich mal ein paar konkrete Beispiele aus sehr verschiedenen Bereichen zu nennen:

    Danke für die Aufzählung, da sind interessante Sachen dabei. Spontan denke ich, dass hier auch der Faktor Doktrin reinspielt: Amerikaner setzen extrem stark auf Luftüberlegenheit und Kampf aus der Luft. Die Bedeutung von Panzern und insbesondere Haubitzen ist in den Szenarien Amerikas nicht mehr so stark wie beispielsweise für uns.

  • Technologisch: Was bieten die USA denn außer, dass die ganz toll pusten können, um Technologieblasen, die keinerlei tatsächliche Leistung erbringt, immer weiter aufzublasen?

    Die Grundlage für nach wie vor den absolut größten Teil unseres elektronischen Lebens und Arbeitens - schreibe ich von meinem Linux-Rechner. Handy? Was werden es sein? 99% amerikanisches OS? Computer in Büros, Verwaltung oder auch zu Hause? Sicherlich 95% amerikanisches OS. Office-Suiten? Die weit meisten hängen tief drin bei Microsoft. Wie viele Berufstätige jenseits von IT kennst du, die für ihre produktive Arbeit nicht auf amerikanische Produkte zurückgreifen? Ich sage nicht, dass es nicht ersetzbar ist, aber das Ökosystem ist schon sehr dominant und würden Microsoft und Google morgen auf Trumps Geheiß für Europa den Stecker ziehen, hätten wir tumultartige Zustände. Also sind wir abhängig.

    Militärisch: Der nicht-US Teil des NATO ist der bedeutend größere.

    Quantitativ vielleicht. Frag dich aber lieber, wie groß der US-Teil am Abschreckungspotential der NATO ist.

    Knapp 1 Mio. Ukrainer unter Waffen haben Russland nicht abschrecken können. Die technologischen und materiellen Voraussetzungen, innerhalb weniger Stunden überall auf der Welt Präzisionsschläge jedweder Größe (hallo Natans) ausführen zu können, schon.

    Und das nicht erst seit Jahren, sondern in der Tat seit Jahrzehnten, und hinken dann auch in so einigen Bereichen gern mal Jahrzehnte hinterher.

    Woran denkst du da konkret?

    Die einzige echte Abhängigkeit Europas ist psychologisch durch den propagandabedingten Hirnschaden bedingt, der regelmäßig dazu führt, dass man unter irgendwelchen absurden “aber es geht nunmal nicht anders”-Halluzinationen leidend freiwillig und aktiv Abhängigkeiten künstlich kreiert.

    Ich würde eher sagen, dass Europa nicht begreift, dass diese Abhängigkeiten gelöst werden können - und müssen.

    Aber die konkreten Abhängigkeiten sind definitiv real.

  • Bei Alpha Jet und Transall haben die Franzosen entweder auf Führerschaft gepocht (Alpha Jet), oder aber 50/50 angestrebt, obwohl sie nicht die Hälfte der Maschinen abgenommen haben (50 an Frankreich, 110 an Deutschland).

    FREMM ist: wir bauen eine gemeinsame Hülle, kochen im Inneren aber unser nationales Süppchen (was bei FCAS nicht geht).

    SAMPT ist unter französischer Technologieführerschaft.

    Tiger wird außerhalb von Frankreich (und Spanien) in den 2030ern wegen Unzufriedenheit ausgemustert.

    H225 ist ein französisches Produkt, das mittlerweile von Airbus vermarktet wird.

    Ob der NH90 wirklich erfolgreich ist, muss er noch beweisen..

  • Auch ohne Trump bleiben auch in Zukunft zwei Wahrheiten:

    1. Man darf nicht davon ausgehen, dass sich die Einstellung Amerikas Europa gegenüber ändert.
    2. Europa darf grundsätzlich nicht mehr in der Abhängigkeit Amerika gegenüber verbleiben.
  • Es geht doch darum die Drogenheinis in den Griff zu bekommen.

    Das sagt er nur für seine Landsleute, damit es, weil ja 'Strafverfolgung', nicht mit dem Kongress abgesprochen werden muss, zwinker zwinker.

    Wir Außenstehenden sind ihm völlig egal. Wir sollen ruhig wissen, dass er das für's Öl gemacht hat.

  • Die Sowjetunion ist jedoch nicht das einzige sozialistische Experiment; man kann sich durchaus auch Katalonien während des spanischen Bürgerkriegs, die Zapatistas in Chiapas oder auch Rojava auch als liberalere sozialistische Experimente anschauen, wenn man von der UdSSR, Kuba und Co. abgeschreckt wird.

    Die Sowjetunion war jedoch das einzige sozialistische Experiment, das es von einer lokal beschränkten Erscheinung zu einem global relevanten Block geschafft hat. Vor dem Hintergrund, dass das Kernproblem ist, dass wir mächtige Länder wie die USA, China oder Russland haben, die ein neues Zeitalter des Recht des Stärkeren einläuten wollen und die diesen Status quo sehr angenehmen finden, braucht es wohl mehr als eine vierstellige Anzahl gut-meinender Begeisterter in der wirtschaftlich marginalisierten Provinz Mexikos.

    Auch die Herrschaft der französischen Könige schien unantastbar.

    Ja, und kaum hatte der König seinen Kopf verloren, taumelte die Revolution selbst in den Terror. Noch heute ist Frankreich - bspw. im Vergleich zu Deutschland - trotz dieses revolutionären Geistes viel stärker um eine starke Führungsfigur herum gebaut. Ich glaube, es braucht viel mehr als die Entmachtung eines Anführers, bis sich die zugrundeliegende Mentalität bzgl. der Herrschaft in einem Land ändert. Russland wird durch eine Entmachtung Putins nicht plötzlich zur egalitären Demokratie. Die Amerikaner schimpfen sich zwar stets als Hort der Demokratie, haben aber ein vollkommen dysfunktionales System, das so etwas wie Trump hervorbringen kann.

    Die herrschende Klasse kann nur herrschen, weil die Unterdrückten das zulassen.

    Der Denkfehler ist in meinen Augen die Gleichsetzung der EU und seiner kapitalistischen Mitgliedsstaaten mit seiner Bevölkerung. Die EU ist ein neoliberales Herrschaftsinstrument und vertritt die Interessen des Bürgertums gegen die Arbeiterklasse.

    Das ist aber eine eher "innenpolitische/innergesellschaftliche" Sicht. Wenn es um den drohenden Konflikt mit freidrehenden Großmächten geht, sind wir nicht Opfer einer herrschenden Klasse, sondern fremder Mächte, die mit uns machen, was sie wollen. Und ein chinesischer oder amerikanischer Arbeiter hat kein Problem damit, wenn seine herrschende Klasse Europa filetiert wie einen Fisch - so lange es ihm am Ende des Tages besser geht - oder er sich zumindest besser fühlt.

    Wir müssen uns in einem Wettbewerb mit diesen egoistischen Großmächten behaupten, und zwar alle von uns, über die Klassengrenzen hinweg. Die Frontlinien verlaufen hier entlang der Staats- nicht der Klassengrenzen. Diese Leute haben nicht "den Arbeiter" als Ziel, sondern "den Europäer". Und ehrlich gesagt, bei aller Kritik an der EU, ist diese noch der Großblock mit dem größten Augenmerk auf das Wohl des Arbeiters. Die Frage ist, ob ich das beste aus den vorhandenen Gegebenheiten machen möchte, oder mich fundamental verweiger und lieber auf das Ideal warte. Ich persönlich bezweifel, dass wir auf letzteres warten können.

  • Richtig.

    Nur bedingt das, dass Europa tatsächlich nicht auf Amerika angewiesen wäre - und das ist leider nicht der Fall. Technologisch und militärisch hängen wir voll dran.

  • The most sane suggestion in international geopolitics since a very long time!

  • Das Problem geht im Kern auf die Herrschaftsverhältnisse und Produktionsweise kapitalistischer Gesellschaften zurück, in denen Unternehmen und ihre kapitalistischen Nationalstaaten international konkurrieren

    Einverstanden, aber wie passen da oligarchische (Russland) bzw staatsgelenkte (China) Diktaturen ins Bild? Das sind keine Marktwirtschaften im klassischen Sinne des Kapitalismus, die einen cosplayen sogar 'Sozialismus' und haben im linken Lager ihre Anhänger. Dennoch sind es Staaten, die einer regelbasierten Ordnung quasi diametral gegenüberstehen und knüppelhart imperialistische Ambitionen verfolgen.

    Auch der real-existierende Sozialismus sowjetischer Färbung hat nicht gerade verhindern können, dass sich eine herrschende Klasse gebildet hat, die ihre Untertanen drangsaliert hat.

    Die Frage ist also, und zwar ganz im Ernst, wie du all diese Länder, mit ihren Vetomöglichkeiten, ihren Nuklearwaffen, ihren rein egoistischen Maghtpolitiken zu Gesellschaften erziehen willst, die überhaupt das Ziel haben, eine klassenlose Gesellschaft zu bilden. Es läuft doch super für sie im Status quo. Die Welt ist ihre Spielwiese, sie nehmen sich, was sie wollen und wir Normalos schauen von außen zu, können zwar in irgendwelchen UN-Sitzungen unseren 'scharfen Protest' äußern, aber sonst? Wo ist der Hebel?

    Ich probiere, auf diese Sache realistisch zu schauen: wir haben es mit Großmächten zu tun, die gerade der Meinung sind, dass Zurückhaltung, Regeln und 'Image' komplett irrelevant sind und nur schiere Macht zählt. Der Russe nimmt sich einfach die Ukraine, der Ami nimmt sich einfach Venezuela, der Chinese nimmt sich einfach Taiwan. Sie müssen keine relevanten Konsequenzen fürchten. Es zählt nur der ungezügelte Wettbewerb miteinander um die Welt.

    Wir Europäer haben jetzt in meinen Augen genau zwei Möglichkeiten: 1. Wir beschränken uns aufs Träumen von einer besseren Welt in Vergangenheit oder Zukunft. 2. Wir probieren uns, mit den Gegebenheiten zu arrangieren, die durch diese anderen Länder geschaffen werden. Das bedeutet zuerst, dass wir handlungsfähig genug werden, um unsere Belange auch ohne diese Länder vertreten zu können (Aufrüstung + Amis rausschmeißen), in Konsequenz aber auch, dass wir bewusst einen ebenso Macht ausspielenden Block als Gegenpol zu den anderen bilden, um nicht am Ende selber nur noch Spielball zu sein. Das sind bittere Aussichten, aber ehrlich gesagt immer noch besser als zwischen diesen Ländern aufgerieben zu werden.

  • Ein paar Jets über ein hoffnungslos unterlegenes Land zu schicken und ein paar Sachen wegzubomben ist das eine.

    Eine tatsächliche Bodenoffensive zu führen, wie in Afghanistan oder dem Irak, das andere. Das ist extrem unpopulär bei den Amis und ich kann mir nicht vorstellen, dass er das macht, weil er genau weiß, wie unpopulär das bei den Leuten ist.

  • Wir haben an Öl nur Lausitzer Leinöl. Mit viel Glück klauen sie uns also maximal Kretschmer oder Woidke von nem Dorffest weg.

  • konventionelle (lies: an veraltete Taktiken haltende) Armee

    Damit meinen sie 'nicht-atomar'.

    Sie wollen, dass Deutschland die stärksten Streitkräfte ohne Atombomben in Europa bekommt - weil Länder mit Atombomben wie Frankreich oder UK natürlich trotzdem stärker sind.