Zum Kindertag richtet sich der Blick nicht nur auf die historisch niedrige Geburtenrate, sondern auch auf das Thema Kinderarmut. Wir haben mit Heidi Reichinek über Hintergründe und mögliche Maßnahmen gesprochen.
ja versteh ich schon, scheint ja dann das zu geben, was dir netto mehr bringt. Aber ich finde es trotzdem ein ganz schönen Batzen Kohle. So auf 18+ Lebensjahre gerechnet
Jupp - und auch wenn sich das mit dem Kindergeld verrechnet: 259€ Kindergeld sind halt auch 56.000€ bis du 18 bist. Dazu dann noch mind. 10 Jahre kostenlose Schule, Elterngeld, kostenlose Mitversicherung in den Krankenkassen, teilweise kostenlose Kitas, diverse weitere Subventionen, Bürgergeldzahlungen, Kinderkrankentage, geringere Pflegeversicherung und so weiter. Es wird ja immer fleißig gemeckert, dass Familien zu wenig unterstützt werden, aber da fließt schon richtig viel staatliche Kohle an Familien
Zehn Jahre Schule in verschimmelten Gebäuden, die Schulbücher müssen gekauft werden, die Nachmittagsbetreuung muss bezahlt werden, sofern man nicht von Hr. Merz als lifestyle-teilzeiter bezeichnet werden will. Kita ebenso. Die Kinder sind zwar kostenlos versichert, bringt aber nichts, wenn mehrere Kinderärzte in der Umgebung aufgehört haben und die verbleibenden keine Patienten mehr aufnehmen.
Das ist mir jetzt schon etwas zu polemisch - am Ende kannst du halt in Deutschland immer noch eine der besten Schulbildungen der Welt völlig für Umme bekommen.
Das ist mir jetzt schon etwas zu polemisch - “völlig für Umme” ist halt auch nicht wahr. Aber merkwürdigerweise ist im Großen und Ganzen die vorschulische Bildung schon krass teurer, als die Schule selbst ¯\_(ツ)_/¯
Und selbst nach dem ganzen “Zuwendungen” kosten meine beiden kleinen mich bis zu ihrem 18. mehr als ein Haus. Ich “gönne” mir das will ich Kinder wollte, aber solange es zumindest nicht Kostenneutral ist, wird sich an den Geburtenzahlen nichts ändern.
Alleine die Elternzeit (mit Elterngeld) hat uns ca 2000€ im Monat gekostet im Vergleich zur Vollbeschäftigung meiner Frau (man bekommt beim zweiten Kind nur Elterngeld, wenn man zwischen den Kindern arbeitet. Für den Höchstsatz 12 Monate. Nachdem meine Frau Kinderpflegerin ist, hatte sie währen der Schwangerschaft Berufsverbot, was explizit ausgenommen ist. Also bekommste halt 300€ pro Monat Elterngeld statt 60% des normalen Gehalts, was eh schon scheiße ist…
Elterngeld eh voller wahlloser Lücken. Mal davon ab, dass es seit Einführung nie erhöht wurde…fand ich das Beste: als Unverheiratete kann man nicht in die Familienversicherung. Man zahlt also schön den Basisbeitragssatz der Krankenkasse, ~280 €, von den lächerlichen maximal 1.800 € Elterngeld.
Aber wenn man unverheiratet bspw. Hartz beantragen würde, ist man magischerweise eine Bedarfsgemeinschaft und müsste füreinander aufkommen ¯\_(ツ)_/¯.
TIL: Kinderfreibetrag ist auch mal eben 6,6 k im Jahr. Gar nicht mal so wenig.
Kinderfreibeträge werden aber verteilt zwischen den Eltern, nicht jedes Elternteil bekommt einen Freibetrag pro Kind.
Aber das ist noch gar nicht das große Ding: der Kinderfreibetrag wird mit dem Kindergeld verrechnet.
Also, das ist nicht “nice, weniger Steuern und Kindergeld oben drauf”, sondern entweder-oder.
ja versteh ich schon, scheint ja dann das zu geben, was dir netto mehr bringt. Aber ich finde es trotzdem ein ganz schönen Batzen Kohle. So auf 18+ Lebensjahre gerechnet
Offizielle Schätzungen gehen dahin dass in Deutschland ein Kind gute 200k€ kostet bis zum 18. Da relativiert sich das Kindergeld ganz schnell.
Jupp - und auch wenn sich das mit dem Kindergeld verrechnet: 259€ Kindergeld sind halt auch 56.000€ bis du 18 bist. Dazu dann noch mind. 10 Jahre kostenlose Schule, Elterngeld, kostenlose Mitversicherung in den Krankenkassen, teilweise kostenlose Kitas, diverse weitere Subventionen, Bürgergeldzahlungen, Kinderkrankentage, geringere Pflegeversicherung und so weiter. Es wird ja immer fleißig gemeckert, dass Familien zu wenig unterstützt werden, aber da fließt schon richtig viel staatliche Kohle an Familien
Zehn Jahre Schule in verschimmelten Gebäuden, die Schulbücher müssen gekauft werden, die Nachmittagsbetreuung muss bezahlt werden, sofern man nicht von Hr. Merz als lifestyle-teilzeiter bezeichnet werden will. Kita ebenso. Die Kinder sind zwar kostenlos versichert, bringt aber nichts, wenn mehrere Kinderärzte in der Umgebung aufgehört haben und die verbleibenden keine Patienten mehr aufnehmen.
Das ist mir jetzt schon etwas zu polemisch - am Ende kannst du halt in Deutschland immer noch eine der besten Schulbildungen der Welt völlig für Umme bekommen.
Das ist mir jetzt schon etwas zu polemisch - “völlig für Umme” ist halt auch nicht wahr. Aber merkwürdigerweise ist im Großen und Ganzen die vorschulische Bildung schon krass teurer, als die Schule selbst ¯\_(ツ)_/¯
Und selbst nach dem ganzen “Zuwendungen” kosten meine beiden kleinen mich bis zu ihrem 18. mehr als ein Haus. Ich “gönne” mir das will ich Kinder wollte, aber solange es zumindest nicht Kostenneutral ist, wird sich an den Geburtenzahlen nichts ändern.
Alleine die Elternzeit (mit Elterngeld) hat uns ca 2000€ im Monat gekostet im Vergleich zur Vollbeschäftigung meiner Frau (man bekommt beim zweiten Kind nur Elterngeld, wenn man zwischen den Kindern arbeitet. Für den Höchstsatz 12 Monate. Nachdem meine Frau Kinderpflegerin ist, hatte sie währen der Schwangerschaft Berufsverbot, was explizit ausgenommen ist. Also bekommste halt 300€ pro Monat Elterngeld statt 60% des normalen Gehalts, was eh schon scheiße ist…
Elterngeld eh voller wahlloser Lücken. Mal davon ab, dass es seit Einführung nie erhöht wurde…fand ich das Beste: als Unverheiratete kann man nicht in die Familienversicherung. Man zahlt also schön den Basisbeitragssatz der Krankenkasse, ~280 €, von den lächerlichen maximal 1.800 € Elterngeld.
Aber wenn man unverheiratet bspw. Hartz beantragen würde, ist man magischerweise eine Bedarfsgemeinschaft und müsste füreinander aufkommen ¯\_(ツ)_/¯.