Im niederländischen Den Haag kommt ein einzelner Mann nicht mehr an seine E-Mails ran. Na und? Warum löst das Schlagzeilen aus? Der Mann ist Karim Khan, Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs. Der Gerichtshof hatte einen Haftbefehl unter anderem gegen Israels Premierminister Netanjahu ausgestellt, woraufhin US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen das Gericht in Den Haag verhängte. Und danach funktioniert plötzlich bei Khan der Mail-Dienst des US-Softwareriesen Microsoft nicht mehr.
Das wusste ich noch gar nicht.
Ob der Author überhaupt damit Recht hat, dass hier ein langsamer Abschied stattfindet? Ich hoffe es ja, aber dann heisst es weiter dass noch abgewägt wird ob Grossunternehmen in den USA noch vertrauenswürdig sind. Also, wenn das spätestens seit dem “Cloud Act” noch nicht allen klar ist wird es lange dauern.
Da fliesst natürlich auch viel Geld & andere Vorteile und dann wird auf altbekannte Art (LiMux etc.) gejammert:
“Bislang wurden keine funktional vergleichbaren Alternativen zu einer Plattform wie Microsoft365 identifiziert.”
Natürlich gibt es keinen 1:1 Ersatz für eine eierlegende Wollmilchsau! Dann kauft doch ein Huhn, ein Schaf und eine Kuh, und die Sau braucht eh keiner.
Ausserdem gibt es auch schon Firmen in Europa die genau so eine Bündelung anbieten. Ich meine mich zu erinnern dass es noch weitere als das im Artikel erwähnte ZenDis gibt.
Es sind Fragen, die auch den Europäischen Gipfel zur digitalen Souveränität beschäftigen, der heute in Berlin beginnt. Dabei geht es nicht nur um Software, auch um Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz (KI), Chips und seltene Rohstoffe.



