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Jedes Jahr sterben nach Hundebissen rund 60 000 Menschen an der Tollwut. Die neu zugelassene Impfung soll nun den Durchbruch gegen eine der schrecklichsten Krankheiten bringen.
[…] Wenn es gelingt, 70 Prozent der Hunde über mindestens fünf Jahre zu immunisieren, bricht die Infektionskette zusammen. Das allerdings ist schwierig an Orten mit frei umherlaufenden Hunden. Die oft scheuen Tiere einzufangen und einzeln mit Spritze und Nadel zu impfen, ist ein enormer Aufwand.
Köder statt Nadel
Einen Ausweg bietet nun eine andere Art von Impfung. Im Herbst 2024 autorisierte die Europäische Arzneimittelagentur die erste Vakzine per Impfköder für Hunde.

  • Kornblumenratte@feddit.org
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    2 days ago

    Tollwut wird nur über Bisse direkt übertragen. Die Ausbreitung erfolgt sehr langsam, wenn überhaupt.

    Wenn wir keinerlei Tollwutprävention mehr betrieben, dauerte es Jahrzehnte, bis Tollwut im DACH–Raum wieder eine Bedeutung hätte.

    Covid und Grippe werden per Tröpfcheninfektion übertragen, und können über Flugzeuge und Vogelwanderungen sich binnen Tagen bis Wochen weltweit ausbreiten.

    Zudem haben wir unser Tollwutproblem vor Jahrzehnten exakt so – mit Impfködern – aus der Welt geschaffen. Die Nachricht, dass eine fast 60 Jahre alte, in vielen Teilen der Welt erprobte Technik jetzt von der WHO weltweit empfohlen wird, ist großartig, für uns trotzdem ziemlich irrelevant.

    • Ooops@feddit.org
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      2 days ago

      Die Nachricht, dass eine fast 60 Jahre alte, in vielen Teilen der Welt erprobte Technik jetzt von der WHO weltweit empfohlen wird

      Die Nachricht ist, dass “die Europäische Arzneimittelagentur die erste Vakzine per Impfköder für Hunde”, “die für die meisten Tollwutfälle bei Menschen verantwortlich sind”, autorisiert hat… Ende 2024.