Man konnte [...] daran glauben, dass 1949 in Westdeutschland ein System geschaffen worden war, das in alle Ewigkeit Bestand haben würde."
Doch genau dieser Glaube ist nun gründlich erschüttert. "Es gibt die Krise des transatlantischen Verhältnisses, und gleichzeitig brechen Industriearbeitsplätze massenhaft weg", so Hoyer. "Das ganze deutsche Wirtschaftssystem steht auf dem Prüfstand. Und niemand weiß so richtig, wie man das umbauen kann. Das trifft die Gesellschaft bis ins Mark." Augstein drückt es so aus: "Die Westdeutschen müssen derzeit zusehen, wie die Welt, die sie kannten, zerbricht und zerbröselt."
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Aus Sicht des Psychologen Grünewald ist der entscheidende Punkt, dass dem heutigen Deutschland eine überzeugende Zukunftserzählung fehle. "Der Blick in die Zukunft ist nur noch mit diffusen Verlustängsten verbunden, und das Vakuum, das dadurch entsteht, führt zu einer Glorifizierung und Überhöhung der Vergangenheit."
Aufgabe der Politik wäre es, eine positive Perspektive vorzugeben. "Wir brauchen wieder ein Ziel, eine Richtung: Da wollen wir hin [...]
Die Satzung von einer GmbH kann mit einer Gesellschafter*innen-Mehrheit jederzeit geändert werden. Eine Stiftung hat einen festgeschriebenen Zweck, der unabänderlich ist. Nun wird die Stiftung Teilhaber an der GmbH und die Satzung der Einstimmigkeit unterstellt.
Aaaaha, das ist interessant. Ich wusste nicht dass GmbH-Satzungen abgeändert werden können. Dachte, das ist wie bei Stiftungen, unabänderlich. Hmm, ja, spezialisierte Unternehmensformen haben einfach den Zweck, das ganze mit weniger organisatorischem Aufwand zu bewältigen, aber sind nichts grundlegend neues.
Hä? Ist das nicht heute schon möglich? Es braucht nur im Unternehmensstatut erklärt werden, dass es sich um ein non-profit-Unternehmen handelt. Dann ist das auch rechtlich bindend für das Unternehmen.
Ist natürlich heute mit Mehraufwand verbunden, da man das extra reinschreiben muss. Ich dachte aber bisher, das sei ein verhältnismäßiger Mehraufwand und durchaus praktisch umsetzbar.
Dazu müsste die Seite über den Shopnamen hinaus ja auch noch das komplette Sortiment jeder Seite kennen und neue oder gelöschte Artikel auch zeitnah synchronisieren.
Nicht unbedingt. Sie könnte die Suchanfragen auch an die einzelnen Shops weiterleiten und dann die Ergebnislisten zusammenfügen.
Das Problem bei der Liste ist dass ich alle Shops durchsehen muss, um zu finden was ich suche? Es gibt da nicht einfach ein Suchfeld wo ich einen Begriff eingeben kann und es werden alle Shops automatisch durchsucht?
Sogar mit Netzsperren, wenn es nicht anders geht, das ist nämlich eine ganz normale Maßnahme, die in einem liberalen demokratischen Staat sehr viel verloren hat! /s
eingeschränkte Mündigkeit für Kinder gibt es heute schon bei vielen Bereichen, das wäre einfach nur ein weiterer.
Ich bin der festen Überzeugung: Das Internet ist eine der größten Errungenschaften der Menschheit und jeder, wirklich jeder in jedem Alter, profitiert davon, es möglichst viel zu verwenden, und davon, dass es ein freies Medium ohne übermäßige staatliche Kontrolle ist.
Darin steckt wahrscheinlich implizit die Idee vom "Freien Markt der Ideen", also dass im Internet die beste Idee durch Upvotes ganz nach oben kommt. Das ist jedoch ebenso wenig der Fall wie dass alle Lebewesen in der wilden Natur automatisch gesund seien, und dass sämtliche Krankheit nur durch unsere moderne Abweichung von der Natur entstünde. Etwas Regulierung ist schon gut.
Es gibt zu viele Menschen die blind KI haten weil es neu ist und Arbeitsplätze gefährdet. Der Weg in die Zukunft ist ein Bedingungsloses Grundeinkommen, nicht ein Festhalten an Jobs und einer damit einhergehenden Blindheit für die Potenziale von KI, die durchaus beachtlich sind.
Ich koennte mir denken dass man in einer reinen Microservicesumgebung (sofern man die einzelnen Services bei 10-20k LOC halten kann) damit die Entwicklung deutlich beschleunigen kann - das trifft aber eben nur auf einen Bruchteil der Software da draussen zu.
Ich bin schon seit Jahren der Meinung dass jedes Projekt überhalb 30K LOC zerteilt werden muss in kleinere Teilprojekte, denn nur so bleibt ein Projekt wirklich übersichtlich. Darüber ist es praktisch nicht mehr möglich, zu durchschauen, was ein Programm überhaupt macht.
Code-Nachvollziehbarkeit hilft schon heute, und kleinere Projekte helfen mit der Code-Nachvollziehbarkeit. Leider ist es scheinbar ein Bedürfnis der menschlichen Psyche meiner Mitmenschen, ein gigantomanisches Monolith-Projekt zu bevorzugen. Denn das ist wie mit großen Autos: Hauptsache groß, dann fühlt man sich selber groß. Schlau ist das nicht.
The bad programmer writes a lot of spaghetti code that is impossible to debug or fix, so it has to be rewritten. The good programmer writes a few lines of efficient code and is done with the work. The enlightened programmer realizes this feature already exists somewhere else and doesn't have to be rewritten. The enlightened programmer writes no code.
Das Problem war nie das Schreiben von Code, sondern wie man es schafft, mit möglichst wenig Code möglichst das zu haben, was man braucht. Frei nach Elon Musk: The best part is no part. Bedeutet, wenn es ohne geht, dann besser ohne.
Wichtiger als ein Service für alles wäre eine klare technische Schnittstelle für alles, sodass die Angebote auf mehrere Services aufgeteilt werden können und dann problemlos zusammenspielen. Das würde zumindest dem föderalen Prinzip eher entsprechen.
Das hat wohl vor allem mit der menschlichen Anatomie zu tun: A3 ist zu unhandlich, dass Menschen es besonders einfach handhaben könnten
das erinnert mich an etwas anderes. Ein Apfel ist der Legende nach darum so groß wie er ist, weil er dadurch bequem in eine Hand passt, und ist daher perfekt an die menschliche Anatomie angepasst ;-)
Jedenfalls ist das ein Entstehungsmythos zum Apple-iPhone.
Das mit den immer gleichen Proportionen bei kleinen Papierformaten ist gut; Dann bleibt aber noch die Frage, warum man aus einem großen Bogen durch Halbierung einen kleinen Bogen machen können soll?
Könnte ja z.B. auch sein dass A4 etwa 20x30 cm ist und A5 dann 16x24 cm. Sind dann auch jeweils 2:3 Proportionen.
Und dass A0 gleich 1 m² Fläche hat ist gut, denn viele wichtige Eigenschaften von Papier (und auch Textilien jeglicher Art) werden pro m² angegeben, z.B. bei Papier 80 g/m², bei Kleidung etwa 2-3 kg /m² bzw dann 15€/kg.
Was viele nicht verstehen ist dass die Politik kein Fußballklub ist wo es darum geht "seine" Partei zu unterstützen, sondern dass die einzig wahre Aufgabe der Politik es ist, mithilfe logischer Überlegungen und aufgrund offensichtlicher und gemeinschaftlich getroffener Annahmen (Konsens) zu realen Entscheidungen zu verleiten.
Es ist ein Zeichen niederer Intelligenz, das Wort "Partei" überhaupt zu gebrauchen, so als ob es um irgendetwas anderes ginge als den Inhalt jeder einzelnen Idee. Nämlich nicht die Identität des Antragstellers, sondern allein der Inhalt des Antrags ist zu prüfen.
Stell dir vor du gehst zur Schularbeit und der Lehrer gibt dir unterschiedlich viele Punkte, nicht anhand dessen was du geschrieben hast sondern aufgrund dessen, wer die Schularbeit geschrieben hat. Da würde sofort von Ungleichbehandlung geredet. Stell dir vor du gehst zum Arzt und der sagt "nein, ich behandle sie nicht oder nicht ordentlich da sie ein grünes Hemd tragen und die Farbe grün mag ich nicht." Professionsverletzung. Stell dir vor du stehst vor Gericht und der Richter sagt "Hmm, Medjic, das klingt jetzt etwas serbisch für mich, also wird das Strafmaß erhöht." Nun, in der Politik werden Anträge abgelehnt weil man die Person bzw. Personengruppe die den Antrag einbringt nicht mag.
Mittlerweile denken einige Christdemokraten über ein Modell nach, wie Christian Stecker es vorschlägt. Er ist Professor für Politikwissenschaft in Darmstadt, hat gerade ein Buch geschrieben, der Titel ist programmatisch: »Ohne Koalitionskorsett und Brandmauern. Wie flexible Mehrheiten die Demokratie stärken«. Darin empfiehlt er Minderheitsregierungen, die gelegentlich auch mit der AfD abstimmen. »In einer Gesellschaft mit so vielen Parteien sind flexible Mehrheiten die bessere Variante von Demokratie«, sagt er. Sie könnten die Überzeugungen der Bevölkerung besser abbilden und Parteien davor schützen, in Koalitionen auszubrennen.
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