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Nach Verfassungsschutz-Abfrage: Buchbranche empört über Weimer-Vorgehen

Buchbranche empört über Weimer-Vorgehen

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Gegen das Vorgehen des Kulturstaatsministers formiert sich immer breiterer Protest. Buchhändler, Schriftsteller-Vereinigungen und Verbände sind schockiert. "Das Vorgehen ist eine Erschütterung der demokratischen Übereinkünfte, die wir bisher hatten. Plötzlich spricht der Verfassungsschutz bei der Vergabe von kulturellen Preisen und Stipendien mit", sagt Sebastian Guggolz vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

"Es ist sehr schade, dass die Maßnahme von Herrn Weimer dem Buchhandlungspreis selbst schadet", sagt Jörg Robbert von der "Brencher Buchhandlung" in Kassel, die zu den Preisträgern gehört. Das Engagement aller Buchhandlungen werde dadurch entwertet, "dass jetzt der Verfassungsschutz mit am Tisch sitzt, wenn es darum geht, das Urteil einer unabhängigen Jury zu hinterfragen. Das ist eine Form von Gesinnungsschnüffelei, die an McCarthy erinnert".

Inzwischen fordert auch der Internationale Verlegerverband (IPA), die Entscheidung zu überprüfen. Drei Buchhandlungen ohne eine detaillierte Begründung auszuschließen, sei eine Enttäuschung für ein Land, das sich so stark für Meinungsfreiheit einsetze, so IPA-Präsidentin Gvantsa Jobava.

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