Wir hatten die Lösung im Wesentlichen schon, als wir in den 2000ern und frühen 2010ern alle in unabhängigen themenspezifischen Webforen waren … das war für mich immer die normalste Kommunikationsform im Internet überhaupt, hab ich schon verwendet, bevor es YouTube oder Facebook oder Twitter überhaupt gab, geschweige denn ich davon gehört hatte … heutzutage kaum mehr relevant.
Ich schätze einmal, weder heutige Journalisten noch Politiker waren in nichttrivialer Zahl jemals dort, deshalb wissen die das nicht, schreiben nicht darüber und berücksichtigen es nicht (und verstehen vor allem auch nicht, dass man dafür staatliche Regulierung des Internets massiv abbauen müsste, nicht weitere aufbauen).
deleted by creator
Und es hätte nicht so sein müssen. Bis weit in die 2010er hinein haben, finde ich, die positiven Entwicklungen im Internet überwogen.
Die ersten ernsthaften Niederlagen waren FOSTA/SESTA 2018 in den USA und Artikel 17 der EU-Urheberrechtsrichtlinie 2019. Ich schätze, dass dadurch die Politik gemerkt hat, dass sie eh einfach alles machen kann, jedenfalls ist seither so ziemlich jedes Jahr irgendwas passiert, was dem freien und offenen Internet weiteren Schaden zugefügt hat. :(
Elena Rossini recherchiert gerade fleißig die Hintergründe von W Social. Ihren ersten Artikel dazu W Social uncovered: the reality behind the hype kann ich sehr empfehlen. Ein Nachfolgeartikel ist bereits in Arbeit.
Ach was, W gehört also der Firma, die 2018 versucht hat, Greta Thunberg zu vereinnahmen und aus ihr Profit zu schlagen.
Laut Prospekt generiert We Don’t Have Time AB virale Umweltinhalte und will damit Geld verdienen.
Wikipedia: Greta Thunberg#Zurückgewiesene_Vereinnahmung_durch_We_Don’t_Have_Time
und
Thunbergs Eltern betonen im Gegensatz dazu, nichts von der Aktion gewusst zu haben. Rentzhog habe sie nicht darüber informiert, dass der Name ihrer Tochter in einem Prospekt über finanzielle Investitionen auftauche. Sie hätten diesen Prospekt auch nie gesehen. So wie sie es verstanden hätten, sei „We don’t have time“ eine ideelle Stiftung, die zwar auch einen kommerziellen Ableger habe, mit dem Greta aber überhaupt nichts zu tun haben sollte.
Taz: Greta Thunberg kommerziell ausgenutzt: Aktivistin als Werbefigur
Man merkt, die Leute bei W Social haben beste Kontakte zu den Medien. Ich glaube, Medienunternehmen sind finanziell involviert.
Wer eine europäische Anbindung zu Bluesky/Atproto will, kann sich jetzt schon an Eurosky wenden. W Social ist bisher nicht public. Das Einzige, was die als Qualitätsmerkmal anbieten ist, dass sie die Identität überprüfen.
Es macht mir Sorgen, dass hier der Prototyp von rundum überwachten Social Media aufgebaut wird, während gleichzeitig eine Kampagne läuft, alles andere zu verbieten.
https://europetalking.wsocial.news/
“European public voices choosing W”
Louisa Specht-Riemenschneider
German Federal Data Protection Commissioner
Active on W / AT-proto
und
Philipp Rösler
Former German Vice Chancellor and Minister for Economics and Technology
Active on W / AT-proto
Die Lobby ist stark: https://europetalking.wsocial.news/country/DE
So eine Übersicht hätte ich gerne für’s Fediverse. Kann mal jemand?
So eine Übersicht hätte ich gerne für’s Fediverse. Kann mal jemand?
Weiß nicht wie vollständig die ist, aber hier ist eine https://fedidevs.com/s/OTE/





