Bei einer wichtigen Versuchsreihe haben Zacchigna und ihre Kollegen Mäusen ein zweites Herz transplantiert: “Man nimmt also ein zweites Herz und pflanzt das einer Ratte oder einer Maus irgendwo anders im Körper ein, dass es zwar durchblutet wird, aber keine richtige Pumpfunktion übernimmt”, erklärt Eschenhagen. Dann habe man Tumorzellen gespritzt und festgestellt, “dass das tatsächlich in dem normal schlagenden Herzen kaum und in diesem nicht schlagenden Herzen ganz starke Tumorbildung induziert hat. Praktisch das ganze Herz ist eingenommen worden durch diese Tumorzellen.”
lol
Kreativer Versuchsaufbau
Druck ist der entscheidende Faktor, der das Tumorwachstum bremst. Deshalb kommt es in der Lunge, anders als im Herzen, häufig zu Krebs, erklärt Thomas Eschenhagen. “Es geht offenbar nicht um jede Art von mechanischer Belastung. Und vor allem geht es nicht um Dehnung, sondern es geht um Kompression.” Bei der Lunge passiere das Gegenteil, so der Forscher. “Das Zwerchfell und die Rippen erzeugen einen Unterdruck, damit die Luft in die Lungen reinfließt. Also es ist immer ein Wechsel zwischen Unterdruck und normalem Druck, aber nicht Überdruck.”
Also können wir jetzt versuchen Lungenkrebs zu heilen, indem wir Patienten an diese Überdruckbeatmungsgeräte anschließen, die auch für Corona benutzt werden? Hätte der Reporter mal fragen sollen.
Ich steh immer unter Druck. Bin also sicher vor Krebs.
Das ist wirklich interessant. Ich denke, den Wert solcher Einsichten kann man gar nicht überschätzen.




