Laut einer aktuellen Studie wollen immer mehr Jugendliche Deutschland verlassen. Milena Brandt und ihr Partner haben es gewagt und sagen: „Die Traumvorstellung vom Leben am Urlaubsort ist schnell dem Alltag gewichen.“
Da schwingt schon einiges an Naivität mit, oder? Natürlich ist es viel schöner und man fühlt sich freier, wenn man nach der Schule ein Jahr in Spanien ist, wo man dann einfach die Zeit genießen kann. Da ist Arbeiten in der Bundesrepublik natürlich immer scheiße im Vergleich. Die interessante Frage ist ja, ob Arbeiten in Spanien dann auch so frei ist.
Die Studie kommt zum Ergebnis, dass diejenigen, die Deutschland verlassen wollen, häufiger Schulden haben, sich stärker von Armut bedroht fühlen und wenig an das Elternhaus gebunden sind. Unter ihnen sind zudem mentale Belastungen überdurchschnittlich verbreitet. Sie befinden sich etwa doppelt so häufig in Behandlung und geben öfter an, eine zu benötigen als junge Menschen ohne Auswanderungspläne. Auffällig ist auch der Geschlechterunterschied: 25 Prozent der jungen Männer haben konkrete Abwanderungspläne, bei jungen Frauen sind es 17 Prozent. Diese Werte korrelieren laut Hampel mit Faktoren wie dem Gefühl, finanziell abzurutschen, Schulden zu haben oder einer größeren Nähe zur AfD – Sorgen, die bei jungen Männern laut Studie stärker ausgeprägt sind.
Und wenn ich dann als AfD-naher, psychisch belasteter junger Mann am unteren Ende der Einkommensskala (und höchstwahrscheinlich Ausbildungsskala), mit Schulden, der mit seinen Eltern verkracht ist, ins Ausland gehe, dann werde ich dort mit ziemlicher Sicherheit auch nicht glücklich werden. Ich kann es verstehen, dass man da fliehen will, aber ich weiß jetzt nicht, ob man daraus ableiten sollte, dass es in Deutschland total kacke ist und woanders besser.
Da schwingt schon einiges an Naivität mit, oder? Natürlich ist es viel schöner und man fühlt sich freier, wenn man nach der Schule ein Jahr in Spanien ist, wo man dann einfach die Zeit genießen kann. Da ist Arbeiten in der Bundesrepublik natürlich immer scheiße im Vergleich. Die interessante Frage ist ja, ob Arbeiten in Spanien dann auch so frei ist.
Und wenn ich dann als AfD-naher, psychisch belasteter junger Mann am unteren Ende der Einkommensskala (und höchstwahrscheinlich Ausbildungsskala), mit Schulden, der mit seinen Eltern verkracht ist, ins Ausland gehe, dann werde ich dort mit ziemlicher Sicherheit auch nicht glücklich werden. Ich kann es verstehen, dass man da fliehen will, aber ich weiß jetzt nicht, ob man daraus ableiten sollte, dass es in Deutschland total kacke ist und woanders besser.