In antifeministischen Online-Foren wird gern die Evolutionstheorie bemüht, um reaktionäre Geschlechterrollen zu legitimieren. Welche Thesen dort kursieren.
Schön zusammengefasst. Mich ekelt und fasziniert diese Szene gleichermaßen. Ich kann nicht verstehen wieso häufig sozial (mMn falsch) entwickelte Strukturen ständig mit Evolution und theologischem Unsinn verglichen wird. Und warum sich verunsicherte Männer von sowas fangen lassen. Und faszinierend daran ist, wie unglaublich weit verbreitet das ist, ganz besonders in Religionen (was dem Artikel leider als Ergänzung fehlt).
Ich komme aus einem zutiefst atheistischen Elternhaus und mir wurde niemals gesagt etwas sei ein Jungsding oder ein Mädchending. Ich habe mit Puppen gespielt, habe gelernt wie man einen Haushalt führt, putzt, kocht etc. pp. Erst ab Grundschule hieß es dann plötzlich von anderen: Jungs gegen Mädchen, Rosa gegen Blau, mit denen spielt man nicht, man darf nur Jungssachen machen usw. dazu noch die Spielzeugindustrie mit ihrem Barbie vs. Hotwheels schwachsinn.
Was natürlich andere Eltern die ihre Kinder eben genauso erziehen befeuert und noch hinzu kommt: der Junge ist quasi ein Prinz der von vorne bis hinten bedient wird und die Tochter ist “Aschenbrödel”.
Ich schweife ab, was ich eigentlich sagen wollte ist: man sollte nicht Kinder ständig auf die Unterschiede hinweisen sondern auf die Gemeinsamkeiten.
Man sollte vor allen Dingen auch dieses beschissene Männlichkeitsbild aus der Gesellschaft bringen. Die meisten dieser Leute da sind ja wie du sagst aus Unsicherheit in dieses Klientel gelangt. Das hat Gründe, hauptsächlich die, dass der starke Mann in den Augen der Gesellschaft keine Verwundbarkeit zeigen darf. Muss man sich mal vorstellen, da agieren viele ihr Leben lang freiwillig wie andere es vielleicht zu Kriegszeiten müssen - wobei man auch da abhauen sollte mit seinen Liebsten, anstatt an Vaterland, Ehre, Stolz und so einen Bullshit zu glauben.
Ich denke das “sich fangen lassen” hat viel mit fehlenden / schwachen Vorbildern zu tun, aber auch mit den regionalen bzw. umfeldbedingten krassen Disparitäten im Geschlechterverhältnis. Ich kann niemandem vorwerfen sich da hin zu verirren wenn man nie ein Verhältnis für “normale Interaktion” gelernt hat. Selbsterkenntnis und “Rettung” ist da schon schwer für einige.
In einigen Kulturkreisen ist es ja traditionell, dass man mit jedem Geschlecht unterschiedlich umgeht (bspw Trennung im Gebetshaus) - dass man hier zu einer Männergruppe und ihren Ansichten zugehörig sein will spielt sicher auch eine Rolle
Schön zusammengefasst. Mich ekelt und fasziniert diese Szene gleichermaßen. Ich kann nicht verstehen wieso häufig sozial (mMn falsch) entwickelte Strukturen ständig mit Evolution und theologischem Unsinn verglichen wird. Und warum sich verunsicherte Männer von sowas fangen lassen. Und faszinierend daran ist, wie unglaublich weit verbreitet das ist, ganz besonders in Religionen (was dem Artikel leider als Ergänzung fehlt).
Ich komme aus einem zutiefst atheistischen Elternhaus und mir wurde niemals gesagt etwas sei ein Jungsding oder ein Mädchending. Ich habe mit Puppen gespielt, habe gelernt wie man einen Haushalt führt, putzt, kocht etc. pp. Erst ab Grundschule hieß es dann plötzlich von anderen: Jungs gegen Mädchen, Rosa gegen Blau, mit denen spielt man nicht, man darf nur Jungssachen machen usw. dazu noch die Spielzeugindustrie mit ihrem Barbie vs. Hotwheels schwachsinn.
Was natürlich andere Eltern die ihre Kinder eben genauso erziehen befeuert und noch hinzu kommt: der Junge ist quasi ein Prinz der von vorne bis hinten bedient wird und die Tochter ist “Aschenbrödel”.
Ich schweife ab, was ich eigentlich sagen wollte ist: man sollte nicht Kinder ständig auf die Unterschiede hinweisen sondern auf die Gemeinsamkeiten.
Man sollte vor allen Dingen auch dieses beschissene Männlichkeitsbild aus der Gesellschaft bringen. Die meisten dieser Leute da sind ja wie du sagst aus Unsicherheit in dieses Klientel gelangt. Das hat Gründe, hauptsächlich die, dass der starke Mann in den Augen der Gesellschaft keine Verwundbarkeit zeigen darf. Muss man sich mal vorstellen, da agieren viele ihr Leben lang freiwillig wie andere es vielleicht zu Kriegszeiten müssen - wobei man auch da abhauen sollte mit seinen Liebsten, anstatt an Vaterland, Ehre, Stolz und so einen Bullshit zu glauben.
Ich denke das “sich fangen lassen” hat viel mit fehlenden / schwachen Vorbildern zu tun, aber auch mit den regionalen bzw. umfeldbedingten krassen Disparitäten im Geschlechterverhältnis. Ich kann niemandem vorwerfen sich da hin zu verirren wenn man nie ein Verhältnis für “normale Interaktion” gelernt hat. Selbsterkenntnis und “Rettung” ist da schon schwer für einige.
In einigen Kulturkreisen ist es ja traditionell, dass man mit jedem Geschlecht unterschiedlich umgeht (bspw Trennung im Gebetshaus) - dass man hier zu einer Männergruppe und ihren Ansichten zugehörig sein will spielt sicher auch eine Rolle