Durch den Betrieb von Online-Glücksspielen im Ausland gehen dem deutschen Fiskus jährlich mehrere Hundert Millionen Euro an Einnahmen verloren. Wie solche Angebote über Briefkastenfirmen in Ländern wie Curaçao oder Malta betrieben werden, hat die Hackerin Lilith Wittmann zusammen mit Journalisten der Sender NDR, NRK (Norwegen), SVT (Schweden) und dem Portal Follow the Money (Niederlande) recherchiert. Dabei wurden 2 Terabyte an erbeuteten Daten ausgewertet.
Wittmann stellte am 23. September 2026 auf der Seite Casinosecrets.lol zunächst 40.000 Dokumente aus dem Hack bereit. Diese lassen sich nach Unternehmen und Domains durchsuchen.
Die Frau ist ein echtes Geschenk.
Ok, gibt es jetzt sinnvolle konsequenzen, z.b. indem private gluecksspielanbieter komplett verboten werden, bzw. Die Webseiten von Providern gesperrt werden wie es bei illegalen streaming Seiten scheinbar auch problemlos klappt? Alles was ich darin sehe sind dealer, die ihren opfern geld abnehmen und sie in den finanziellen ruin treiben ohne dafuer irgendwas produktives (ausser vielleicht geldwaesche) zu leisten? Nichts davon ist besser als drogendealer die ihren dreck auf der strasse verticken. Ich wuerde diese ganzen spielotheken und casinos in den verlassenen innenstaedten mit ihren besuchern auch nicht gerade als eine bereicherung fuers stadtbild sehen.
Warum wurde sowas eigentlich jemals legalisiert?
Antwort: Durchbruch mit der FDP um 2011, danke auch für die Spielotheken an jeder Ecke!
2011 war der damalige Glücksspielstaatsvertrag ausgelaufen, da die 16 Bundesländer keine Einigung gefunden hatten. Kiel preschte unter der damaligen CDU-FDP-Koalition voran und öffnete den Markt auch für Onlineglücksspiele. Einzelne Anbieter von Poker- und Casinospielen im Internet konnten nun Lizenzen erwerben. Mitspielen durften aber in der Theorie nur Menschen, die ihren Wohnsitz in Schleswig-Holstein hatten. In der Praxis gab es viele, die sich daran nicht hielten. Das neue Gesetz ermöglichte privaten Anbietern zudem, staatliche Lizenzen für Sportwetten zu erwerben. Die anderen Bundesländer wollten da nicht mitgehen und entschieden sich für einen deutlich strikteren Kurs.
- Artikel von 2012 - https://www.lobbycontrol.de/parteienfinanzierung/verdeckte-spende-von-gluckspiellobby-an-fdp-11595/
- Artikel von 2026 erwähnt Treffen in 2011 - https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/wolfgang-kubicki-bringt-das-gluecksspiel-in-den-supermarkt
- usw.


