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InitialsDiceBearhttps://github.com/dicebear/dicebearhttps://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/„Initials” (https://github.com/dicebear/dicebear) by „DiceBear”, licensed under „CC0 1.0” (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)S
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3 yr. ago

  • Also Gewinne werden bereits Besteuert, Arbeitnehmer Mitbestimmung gibt es bereits, was fehlt hier noch?wenn es eine Steuererhöhung sein soll auf Unternehmensgewinn oder Umsatz kann man die auch einfach so nennen.

    Ich verweise zurück auf die Einbahnstraße der öffentlichen Mittel hin zu privaten Mitteln und die durch private Kapitalkonzentration erzeugte strukturelle Ungleichheit. Da die wachsende Ungleichheit von Besitzenden und Nicht-Besitzenden allein auf privater Kapitalkonzentration basiert, kann sie auch nur durch Rückbau dieser Konzentrationen angegangen werden - also durch Steuersätze jenseits der 100%, oder eben Vermögenssteuern (am Anfang der Kommentarkette wurde das irgendwo als "Milliardärsverbot" beschrieben).Das wäre zumindest die/eine reformistisch sozialistische Herangehensweise - ein traditionell revolutionistischer Marxist würde als Problemlösung eher das Gewehr empfehlen. Aber nimmt man einem reichen Menschen den unverdienten Reichtum, bleibt immer noch ein Mensch, und der ist an sich so unproblematisch und schützenswert wie alle anderen Menschen.

    Um den Post noch ein bisschen länger zu machen: Genossenschaften bitte nicht missverstehen - dort gibt es (im Gegensatz zu Kommandit-, Aktien- oder anderen Kapitalgesellschaften) keine "Arbeitnehmer-Mitbestimmung" sondern ausschließlich eine Bestimmung durch die Mitarbeitenden, die allesamt Eigentümer sind. Die Verantwortung über die Geschicke des Unternehmens rechtfertigt sich aus der Arbeit, die man verrichtet, nicht aus dem Kapital, über das man verfügt. Üblicherweise heißt das dann "Ein Mitglied, eine Stimme."Im Gegensatz dazu treffen bei öffentlich-gehandelten privatwirtschaftlichen Unternehmen zum Beispiel die Aktionäre diese Entscheidungen, bei nicht gehandelten die Privateigentümer. In beiden Fällen bestimmt der Besitz über die Kontrolle, nicht die Arbeit. Dass vielleicht noch ein Personalrat an einzelnen, fest definierten Stellen "mitbestimmen" darf, ändert diesen Umstand leider nicht.

  • Dennis E. Taylor coined "Ephemerals" which, if I recall correctly, isn't even immediately intended as an in-universe slur by the machines/replicants, they only realize after a while "Wait, that's kind of derogatory, maybe we shouldn't call them that".

  • My knee-jerk reaction to that kind of headline is always to start mentally typing out a response warning of inflationary use of the term "Nazi", but... er yeah, I guess that's a Nazi blog alright.

  • Natürlich bestimmt die öffentliche Hand was damit zB nicht passieren darf. Bezos darf keine Reifen verbrennen auf seinem Firmengelände. Musk keine Sklaven kaufen. Wenn die Menschen beschäftigen dann nach Gesetz. Wenn sie Häuser bauen auch.

    Nochmal: welche Kontrolle fehlt dir?

    Das gleiche Maß an Kontrolle natürlich, das die Bevölkerung über öffentliche Mittel (die sie ja genau wie die abgeschöpften privaten Mittel selbst erarbeitet haben) ausübt: Die Entscheidungshoheit, wofür sie eingesetzt werden.Das kann man betrieblich über Organisation in Genossenschaften oder Verstaatlichungen regeln, oder in kleinerem Maß - wie hier diskutiert - über Besteuerung.

  • Alles was Menschen mit ihrem Geld machen unterliegt den Gesetzen und damit öffentlicher Kontrolle. Wie viel Kontrolle willst du noch?

    Privatvermögen unterliegt nicht der öffentlichen Kontrolle. Die Entscheidung, wofür es eingesetzt wird, wird einzig und allein von den Eigentümern getroffen. Die öffentliche Hand kann nur über Kapital verfügen, das sie über Besteuerung in öffentliche Mittel umwandelt. Und darum geht es in diesem Thread.

  • Ich sehe damit kein Problem. Unser ganzes Rentensystem ist darauf aufgebaut, dass Arbeitende Ansprüche erwerben und irgendwann nicht mehr arbeiten sondern Renten beziehen.

    Über konkreten Sinn und Unsinn des deutschen Rentensystems kann ich einen eigenen Thread aufmachen, aber was du beschreibst sind öffentliche Mittel! Die gesetzliche Rentenversicherung ist Teil des Sozialstaates und unterliegt durch den Umweg der parlamentarischen Demokratie (wieder ein neuer Thread) dem Willen und der Kontrolle der Bevölkerung. Privat angehäuftes Kapital ist diesem System - und allen anderen öffentlichen Systemen - permanent entzogen. Wäre vermutlich nicht weiter tragisch, wenn privates Kapital gleich verteilt wäre - ist und kann es wie voran beschrieben leider aktuell nicht sein. Es kann nur wachsen. Den Preis der Ungleichverteilung zahlen die Benachteiligten wie bereits beschrieben ohne eigenes Verschulden mit Abhängigkeit und Opportunitätskosten.Die skurrilsten Blüten schlägt das, wenn Privatkapital in oder über Größenordnungen des Verfügungsbereits von ganzen Nationalstaaten angehäuft wird und dann auch durchaus einmal die eigenen Interessen auf der Größenordnung von Nationalstaaten vertritt.

    Da bin ich noch nicht angekommen und werde ich rechnerisch auch nicht, aber dass dieser Umstand für alle Menschen ohne Kapital ein großes Problem ist, scheint mir offensichtlich.

  • Wenn du die gut bewirtschaftest ist doch fein.

    Mache ich wie bereits erwähnt nicht. Das machen meine Pächter. Mein Zweck in diesem Arrangement ist es, die Hand aufzuhalten und Wert aus der Arbeit anderer abzuschöpfen. Bis zur aktuellen Neuregelung haben meine Pächter sogar auch noch die Grundsteuer selbst abgeführt, aber das nur am Rande.Das sind also Kapitalerträge. Je mehr sich mein Einkommen aus Kapitalerträgen speist, desto weniger Arbeit muss ich selbst verrichten. Das ist also gewissermaßen 'ne Einbahnstraße für gesamtgesellschaftliche Leistungen. Ich kann mein Kapital mehren und genieße einen permanenten strukturellen Vorteil gegenüber jenen, die zu einem größeren Anteil auf den Verkauf ihrer Arbeitskraft angewiesen sind.

    Da wir weder ein Problem mit Felder Monopolisten noch mit Ecommerce Monopolisten haben sehe ich, worauf du mit der hypothetischen Frage abzielst.

    Monopole sind in einer unregulierten Marktwirtschaft sicher nichts feines, aber darum geht es mir nicht. Meine Frage zielt darauf ab, an welchem Punkt du die von mir beschriebene strukturelle Ungleichheit als problematisch sehen würdest. Eine Person, die zu 100% auf den Verkauf ihrer Arbeitskraft angewiesen ist, ist nicht zu beneiden - wie verhält es sich also mit Personen, deren Einkommen sich nur zu 80% aus ihrer Arbeitskraft speist? 10%? 0,05%? 0,000001%? Erzeugt eine sinkende Abhängigkeit Einzelner von der eigenen Arbeitskraft nicht notgedrungen einen höheren Gesellschaftsanteil von 100%lern?

  • 10k? 100k? A million?I am not talking about calculating with numbers, but rather the point where numbers stop being comprehensible, or “no longer mean anything”.Try visualizing exactly 10000 apples in your mind.

    You're quite optimistic. I recall from old Psych classes that visualization breaks down even before double digits, so the 5-9 range. Don't have any references at hand so I might be misremembering it, but now I'm curious too and will see if I can find anything in my notes.

  • Says AIGENPRO at the top. Not so pro then.

    People trying to make a quick buck of ads in AI generated articles …

    I have a problem with bots like @cm0002@programming.dev automatically pumping content into communities. With the concept of bot posts in general and then with external bot-generated content itself, for obvious reasons. Who controls the automatic behavior of those accounts? Is it up to the specific instance admin teams?I'd really prefer a Fediverse where only people talk to other people, but I don't feel like I can do much more than voice that preference.

  • I bet OP didn’t.

    I really don't think there's much point in speculating what other folks think. They'll tell or they won't - all I can do is offer my input. As I said, it's already hard enough to fully make yourself understood even when you want to.

  • Ich sehe es nicht als Problem, dass dir ein Feld gehört und mir nicht.

    Puh, dann habe ich aber Glück gehabt! 😁Bemessen daran, dass die Anzahl von Feldern (und auch von allen anderen Ressourcen in der Welt) begrenzt ist, gäbe es irgendeinen Schwellenwert ab dem du sagen würdest "Ok, das sind jetzt aber genug!", oder eher nicht?

  • Na dann verschenk halt deinen Acker, wenn du dich dabei so schlecht fühlst.

    Irgendwo reden wir aneinander vorbei, denke ich. "Freiwillig wechselt das Beutegut nicht die Besitzer" ist die ganze Prämisse dieses Austausches. Siehst du das nicht als Problem?

  • Any decentralized place like this one is, ideally and intentionally, just a network of many small clubhouses. There might be overarching themes and attitudes, but each clubhouse has their own agenda and makes and enforces their own rules.

    I wouldn't expect most any clubhouse to throw you out if you argued any point diligently and respectfully. Convincing other people of or even just flat out explaining the things that are going on in one's head is hard work, and if one does not put in that hard work then a throwaway-line concerning a complex issue like "You know I kind of feel Israel has a right to defend itself ya know?" is hard to distinguish from cat-calling and probably doesn't give the impression that the author is interested in a real exchange.

  • Weiß nicht. Vielleicht ist das wie mit Ausländern, je weniger mit wohlhabenden Menschen zu tun hat desto größer das Zerrbild und die Angst. Ich kann da nur spekulieren.

    Ich kann dem Gedankengang leider nicht wirklich folgen. Als glücklicher Gewinner der Klassenlotterie kann ich sowieso nur die Schultern zucken und die Pacht für meinen Acker jedes Jahr einstreichen, ohne dafür auch nur einmal einen Traktor von innen sehen zu müssen. Diese Kapitalerträge sind deshalb Beutegut, weil sie von anderen erwirtschaftet werden und am Ende doch auf meinem Konto landen; ganz ohne Säbelrasseln und Angst.

  • das sähe praktisch aus wie eine Vermögenssteuer, aber halt nicht mit Verbotscharakter, sondern gedeckelt bei 5%

    Was wäre denn ein würdiges Leben für alle und wie viele Ressourcen braucht man dafür?

    im zweiten Teil glaubst du das Milliardäre Wahnsinns Renditen erzielen, indem sie ihren etf einfach liegen lassen?

    Die Anlage macht am Ende des Tages keinen Unterschied - ob Wertpapier, Immobilie oder PE, die Rendite hängt nicht von der investierenden Person ab. Die Pächter meines Ackers haben nicht magisch eine bessere oder schlechtere Ernte wenn ich den Acker an jemand anderen verkaufe, das Stahlwerk hat eine feste Produktionskapazität und Munich RE zahlt die gleiche Dividende für alle Aktionäre. Für prozentuale Erträge ist jeder durch die maximale gesamtgesellschaftliche Wertschöpfung limitiert, unabhängig vom Kontostand.

  • ich bin eher dafür allen ein würdiges Leben zu ermöglichen, als einzelnen Reichtum zu verbieten.

    Ist ein schönes Beispiel, - gesamtgesellschaftlich erwirtschaftete Ressourcen so verteilen, dass alle Mitglieder der Gesellschaft auch Anteil haben können. Wie sähe das praktisch aus?

    ist auch ökonomisch Unsinn. man kann reichen insgesamt viel mehr Geld abnehmen, wenn man nicht alles über einem Grenzwert einzieht.

    Da komme ich nicht hinterher - ob die Wertpapiere im Depot einer Privatperson oder der öffentlichen Hand Kapitalerträge generieren macht doch rechnerisch keinen Unterschied. Wo soll der Mehrwert herkommen?

  • Ich teile deinen Menschenbild nicht und halte wohlhabende Menschen nicht für Piraten.

    Das ist in Ordnung, aber warum ist für mich leider nicht erkenntlich oder offensichtlich. Was ist der Grund?

  • 20% (okay, betrifft mich nicht) sind absurd. dass ist quasi ein Verbot von Milliardären. das ist ja nicht einmalig, sondern jährlich.

    Zu verhindern, dass einige wenige deutlich mehr haben und halten als sie brauchen, geht nicht ohne Wegnehmen. Freiwillig wechselt das Beutegut nicht die Besitzer 🤷