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InitialsDiceBearhttps://github.com/dicebear/dicebearhttps://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/„Initials” (https://github.com/dicebear/dicebear) by „DiceBear”, licensed under „CC0 1.0” (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)S
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3 yr. ago

  • Der lokale Spieletreff wirbt für sich mit “für die Männer eine Skatrunde, für die Frauen ein offener Spieletreff, bei dem jedes Spiel willkommen ist und unser großes Sortiment genutzt werden kann”.

    Da runzel ich beim Lesen auch die Stirn, aber gerade in kleinen, dörflichen Kreisen hat man da eben auch die größtmöglichen Einflussmöglichkeiten im Sinne von "Be the change you want".Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass z.B. auch Dorfmachos, -nazis und Impfgegner durchaus Spaß an Dominion haben. Da kann man dann die Welt ein kleines bisschen besser machen. Aus der eigenen Blase rauszutreten heißt halt immer auch, andere ein Stück weit aus ihren Blasen rauszuholen. Ein Spieltreff ist dafür echt super.

  • Wie viele NATO-Truppen stehen denn in Narva?Kriegszustand mit wem? Wenn Russland wie auf der Krim im Geheimen Grüne Männchen ohne Abzeichen schickt?

    Ich denke nach wie vor nicht, dass das relevante Fragen sind. Ob der estnische Kommandeur vor Ort über ein Regiment oder eine Division verfügt und ob er von unbekannten oder bekannten Streitkräften angegriffen wird, wird doch für den Schießbefehl keinen Unterschied machen, oder?

    Aber eben auch das materielle Problem, dieses Versprechen zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich mit Leben auszufüllen. “Jeder ist sich selbst der nächste.” gilt leider auch hier. Trotz aller Bündnisversprechen wird es de facto quasi kein Land hinnehmen können, seine Streitkräfte in einer Art aus dem eigenen Land abzuziehen, die die eigene Verteidigungsfähigkeit tatsächlich gefährden würde.

    Das verstehe ich, aber das beantwortet meine Frage nicht. Da gibt es irgendwo eine reale Zahl an Soldaten oder einen prozentualen Anteil der Bundeswehr, der Verteidigungsfähigkeit im Kontext einer Aufrüstungsdebatte gewährleisten würde und über welche/n hinaus alles weitere Material in Deutschland vor Ort nicht gebraucht wird. Welche Zahl schwebt dir vor?

    Natürlich kann man sich hinstellen und idealistisch argumentieren, dass wir die Bundeswehr so gesehen hier doch nicht brauchen würden, aber in der Realität ist das ein Risiko, was keiner eingehen wird. Wir haben zwar unsere Bündnisse, aber am Ende verlässt sich für die nationale Verteidigung doch jeder lieber auf sich selbst. Ein Mann wie Trump zeigt, wie schnell Bündnisversprechen ernsthafte Risse bekommen können. Warum hat Russland Truppen zb an der finnischen Grenze, obwohl es eigentlich alles an Mann und Material für seinen “großen Krieg der Wiederherstellung des nationalen Stolzes” in der und gegen die Ukraine braucht und ein Angriff durch Finnland komplett unrealistisch ist? Keiner will das Risiko eingehen.

    Ich halte nichts an solchen Überlegungen für idealistisch - ist doch ganz normales militärisches Kalkül, oder nicht? An Grenzen, die man nicht zu verteidigen oder anzugreifen gedenkt, baut man keine Befestigungen und stationiert keine Truppen. Dass sich da in Karelien mehr Russen und Finnen nervös anstarren als am Rhein Deutsche und Franzosen, ist ein direktes Resultat der gegenseitigen militärischen Ambitionen der jeweiligen Länder.

  • When I reduce the quote, I understand it as “bureaucracy is inhumane, depersonalized processes, evading individual concerns and preventing social mobility (that those worse off can get into a better situation)”.

    I read that as well - but again, that's a completely disconnected statement, so what's the point? Ai Weiwei doesn't elaborate on what kind of bureaucracy he encounted, how that bureaucracy differs from the one he was used to or holds as ideal. There's nothing actionable here, i.e. that paragraph didn't teach me anything about German bureaucracy.

  • My expectation for this article was very different, maybe because I'm not at all familiar with the author. This seemed like a loose collection of aphorisms and not really like anything I'd lump in with what I generally think of as "journalism". Take this for example:

    Bureaucracy is not merely sluggish. It is a cultural scorn. It rejects the possibility of dialogue. It insists that ignorance, codified into policy, no matter how wrong and inhumane it is, remains the best resistance against social mobility, against moral motion. In such a society, hope is not misplaced. It is extinguished.

    What does this mean? What does it refer to? Which bureaucratic processes specifically? This could have been a useful think-piece, but it doesn't contain any actual information. It's more... like a word-picture for feelings.

    Maybe the ZEIT editors also had different expectations?

  • Inwiefern die estnischen Streitkräfte alleine so einer Aktion etwas entgegenzusetzen vermögen, kann ich nicht beurteilen. Die Gefahr sehe ich wie gesagt darin, dass die Russen Tatsachen schaffen bevor die restliche Allianz sich überhaupt anfängt zu bewegen.

    Was genau in welchem Maße entgegengesetzt wird halte ich für nicht relevant. In jedem Fall werden NATO-Truppen im offenen Konflikt mit einem Angreifer stehen und Verluste hinnehmen. Der Kuchen ist dann gegessen und die vollendeten Tatsachen sind "Die NATO befindet sich im Kriegszustand".

    Das ehrt dich und ich freue mich darüber, dass du es so siehst. Tatsache ist aber, dass ich genau die angesprochene Handlungsbereitschaft sehr anzweifeln würde. Ich höre privat immer wieder bei Leuten die Meinung durch, dass es doch eigentlich egal ist, was in irgendwelchen Ländern in Osteuropa passiert, sei es nun die Ukraine oder das Baltikum. Hauptsache hier zu Hause ist Frieden. Ich weiß nicht, ob sich unsere Bevölkerung wirklich mehrheitlich hinter unsere Bündnisverpflichtungen - mit allen ihren Konsequenzen - stellen würden, wenn die Russen bspw. Narva in Estland besetzen würden. Und du?Insbesondere, wie oben gesagt, wenn die Russen uns schnell vor vollendete Tatsachen setzen. Glaubst du denn nicht, dass wir hier dann die üblichen lauten Stimmen hören, die uns erklären, dass es sich doch für so eine Stadt nicht lohnt, nun ‘einen Weltkrieg vom Zaun zu brechen’ und man ‘lieber mit Russland kooperieren sollte nach all den Kränkungen, für die sich Russland gerade rächt’ o.ä.

    Wenn wir uns einig darüber sind, dass der maßgebliche Flaschenhals hier die öffentliche Meinung vis-a-vis transnationale Bündnisse, Sicherheitsempfinden und geeinte, grenzenübergreifende Zivilgesellschaften ist, dann sind wir doch gar nicht mehr so weit vom Kern meiner ursprünglichen These - dass wir es hier grundsätzlich nicht mit einem militärischen Problem zu tun haben - entfernt.

    Das Versprechen probiert Deutschland gerade in Litauen zu machen mit der Panzerbrigade 45 ‘Litauen’, die dort neu aufgestellt und stationiert wird. Da wir dafür aber eigentlich nicht das Fleisch auf den Rippen haben, müssen wir dazu unsere eigenen Verbände kannibalisieren und planen(!) gerade mit einer Einsatzbereitschaft Ende 2027. Da wir so dünn aufgestellt sind, ist jede dort stationierte Kraft eine, die uns dringend in der Heimat fehlt und der Drahtseilakt kommt daher, dass man sich zu Hause auch nicht zu nackig machen kann. Eine Wehrpflicht ist wie gesagt kein alleiniges Allheilmittel, wird aber im Verbund mit anderen Schritten helfen, uns für eine zukünftige Konfrontation verteidigungs- und für unsere Bündnispartner handlungsfähiger zu machen.

    An der Stelle war ich schon in vielen Gesprächen und ich komme einfach nicht mit. Wann ist man hierzulande "nackig"/"dünn aufgestellt"? Oder anders gefragt, welche über Verwaltung und Ausbildung hinausgehenden Teile der Bundeswehr braucht man in Deutschland und warum?

  • I do a presentation of the Fediverse to my college students and will soon be giving short workshops to organization as well. I realize that a viable, decentralized altenative to Facebook is IMO the biggest missing piece of the puzzle. We need something that offers some kind of central platform for networking, events, groups

    Well if you want decentralised solutions, there's Mattermost and there's just a plain old Matrix server. Both are better-suited to collaboration projects than Facebook ever was. I'd argue the only reason it ever morphed into that role in the first place was because everyone was on there, it had little to do with features.

  • Fedora: I have it on my PC and since I will be the first person to be asked, I thought it would be best if I know the distro well

    I think that's the most important consideration here. It's your recommendation after all, so you have to be comfortable with it.

  • Basically what the title says. I know online providers like GPTzero exist, but when dealing with sensitive documents, I would prefer to keep it in-house. A lot of people like to talk big about open source models for generating stuff, but the detection side is not as discussed I feel.I wonder if this kind of local capability can be stitched into a browser plugin. Hell, doesn’t even need to be a locally hosted service on my home network. Local app on-machine should be fine. But being able to host it as a service to use from other machines would be interesting.I’m currently not able to give it a proper search but the first glance results are either for people trying to evade these detectors or people trying to locally host language models.

    In general it's a fool's errand, I'm afraid. What's the specific context in which you're trying to apply this?

  • Wie ich schon geschrieben habe, erwarte ich keine große, offene Offensive, wie sie Russland 2022 in der Ukraine begonnen hat, sondern ein niedrigschwelliges, hybrides Vorgehen wie 2014 auf der Krim. Das mit dem Ziel, die anderen NATO-Staaten mit einem fait accompli zu überrumpeln und darüber aus dem Konflikt zu halten.Das bezweifel ich, denn die Architektur der NATO ist so ausgelegt, dass die Fäden immer wieder bei den Amerikanern zusammenlaufen. Hals, Hände, Beine sind quasi wertlos ohne den sie verbindenden Torso.Wenn Russland tatsächlich dämlich genug ist, bei einem Handstreich in Estland 2.500 Amerikaner umzubringen, sicherlich. Ich rede aber davon, mit 2.500 ‘grünen Männchen’ eine estnische Stadt zu besetzen. Das wird in der Öffentlichkeit in Amerika, aber auch bei uns oder bspw den Spaniern nicht die gleichen Emotionen hervorrufen.Genau auf diese Diskussion wird es dann aber hinauslaufen, Hand drauf. Wenn Russland die estnische Stadt an einem Vormittag besetzt hat und weiter nix macht und wir dann aufgeregt nachmittags darüber diskutieren, was jetzt zu tun sei, dann werden die Stimmen kommen, die sagen werden, dass man jetzt keinesfalls eskalieren sollte, weil das ‘in einem WeLtKrIeG!!’ enden würde und man sich lieber mit den durch Russland geschaffenen Tatsachen arrangieren sollte, statt jetzt gefährlich weiter zu eskalieren. Du weißt im Zweifel so gut wie ich, wie eine Wagenknecht uns mit Krokodilstränen vor ‘einer schrecklichen Eskalation durch den Westen’ warnt, während sie ohne zu zögern Estland unter den Bus werfen wird. Und sie wird nicht die einzige sein.

    Ich denke wir wissen beide, dass der NATO alle damit zusammenhängenden Vor-Ort-Entscheidungen proaktiv von den estnischen Streitkräften abgenommen werden würden. NATO-Staaten können sich dann (wie gesagt mit oder ohne Artikel 5, mit oder ohne US) zum Erhalt oder Zerfall der Allianz entscheiden, nicht aber darüber, wie mit "grünen Männchen" zu verfahren ist.

    Dieser ‘Kurs’ bedeutet den militärischen Überfall eines Landes. Hier von ‘gerechtfertigt’ zu reden, ist dementsprechend eine ziemlich heikle Aussage.

    Möglicherweise reden wir hier aneinander vorbei?Eine Regierung (allgemein jede Entität in einer Machtposition) muss ihr Handeln vor alljenen, die sie in ihre Machtposition gebracht haben und dort erhalten, rechtfertigen. Das ist in autokratischen Systemen nicht anders als in Demokratien - lediglich die 'Basis' ist eine andere und Machtwechsel verlaufen i.d.R. weniger gewaltfrei. Ein Vladimir Putin regiert nicht mit der Macht des Einen Rings, sondern weil dutzende Menschen in geringeren Machtpositionen um ihn herum und mit hoffentlich ähnlichen Interessen ihm das erlauben.In dem Moment, wo der militärische Überfall eines Landes wichtige strategische Ziele der Basis erfüllt, ist er vor ihr gerechtfertigt. Wenn er das nicht tut, oder vielleicht sogar das Gegenteil erreicht, schwächt das die Machtposition aller damit zusammenhängenden Entscheidungstragenden.

    Eine Wehrpflicht alleine nicht, das stimmt. Darum kann das auch nur einer von mehreren Schritten sein, die Bundeswehr in eine Stteitkraft zu verwandeln, die auch jenseits des amerikanischen Beitrags eine wirkungsvolle Abschreckung für uns und unsere exponierten Bündnispartner in Osteuropa sein kann. Wenn man bei uns zu Hause kannibalisieren muss, weil man eine Brigade in Litauen aufbauen will, geht das nicht.

    Ich weiß, dass du das in Treu und Glauben geschrieben und den Effekt entsprechend nicht gewollt hast, aber ich finde es schwer in Worte zu fassen, wie anstößig ich die bloße Unterscheidung zwischen "exponierten Bündnispartnern in Osteuropa" und "bei uns zu Hause" in diesem Zusammenhang finde. Wirkungsvolle Abschreckungskraft von Allianzstrukturen kommt nicht von etwaiger zukünftiger militärischer Übermacht (insbesondere wenn bereits eine Parität besteht), sondern von unmittelbarer Handlungsbereitschaft.Sowohl Esten als auch Russen könnte eine deutsche Wehrpflicht (oder sonstige Reformen der nationalen Streitkräfte und Zivilgesellschaft) nicht egaler sein. Was "exponierte Bündnispartner" sich viel lieber wünschen, sind öffentliche, glaubhafte Bekenntnisse, den entsprechenden Bündnispartnern im von ihnen ausgerufenen Verteidigungsfall auch mit voller Kraft beizustehen. So hätte zum Beispiel ein Merz, der sich vor ein Mikrofon stellt und proklamiert "Unabhängig von der Handlungsbereitschaft des Weißen Hauses stehen die gesamten Ressourcen der Bundeswehr allen Bündnispartnern an den NATO-Außengrenzen im Verteidigungsfall zur Verfügung" für die Allianz mehr getan, als ein Merz, der Rüstung und Militarisierung begünstigt.

  • Well, I'll be darned - I hope it works out!

  • I would like to move away from using spotify for music. Are there any torrenting sites where I can torrent music with high quality audio (~320kbps) tagged properly?

    I strongly suggest to always tag your own music. I think expecting to always finding every album tagged to your own (or you media center's) specifications and preferences in one place is a fantasy. At least it's one that I've given up on more than a decade ago. Your music will always come from multiple different sources and I don't think there is (or ever can be) one golden goose.

    So yeah, +1 for Musicbrainz Picard. I'll throw in Puddletag for small manual corrections.

  • Also, die 1M€-Frage: wie kriegt man Russland dazu, ernsthaft zu verhandeln?

    Ich denke das ist eher eine ~500Mrd€-Frage, so in der Größenordnung des NATO-Jahresbudges sans US bzw. des halben Bundeshaushalts. Verhandelt wird nach dem (gutes Ende) wirtschaftlichen oder (schlechtes Ende) militärischen Kollaps Russlands mit Putins Nachfolger 🤷

  • Danke für die Ausführungen!Sagen wir ich bin überzeugt von einem unmittelbar bevorstehenden Militärschlag im Osten der NATO und gehen in der Liste weiter: Warum sollte zu erwarten sein, dass es einer russischen Invasion Estlands besser ergeht als der russischen Invasion der Ukraine? Wie du korrekt eingeschätzt hast: Eine Kriegstwirtschaft kollabiert ohne militärische Erfolge früher oder später.

    Ich erwarte keine offene, große Konfrontation mit der gesamten NATO, denn insbesondere von einer direkten Konfrontation mit den Amerikanern könnte er sich quasi nix versprechen. Aber ich halte ein mehr oder minder “hybrides” Vorgehen im Baltikum für absolut realistisch und tatsächlich erwartbar. Es wird eines Tages einen Vorfall mit den berühmt-berüchtigten ‘Grünen Männchen’ bspw. in der estnischen Grenzstadt Narva geben.Dazu kommt, dass wohl momentan keiner ernsthaft davon ausgehen kann, dass die Amerikaner tatsächlich sicher ihrer Bündnisverpflichtung nachkommen würden. Deren Präsident würde die Esten und uns andere Europäer mit einem Wimpernschlag in einem seiner “Deals” verhökern. Damit ist jedoch in Europa die Abschreckungswirkung des amerikanischen Löwenanteils in der NATO mehr oder minder zahnlos geworden.

    Ich habe ein ähnliches Vertrauen in die derzeitige Handlungsbereitschaft der US-Amerikaner wie du. "Mehr oder minder zahnlos" verstehe ich jedoch nicht - eine NATO ohne US-Amerikaner ist immer noch ungefähr eine halbe NATO. Das einzige was dann neben der Gesamtstärke schmerzlich und unersetzbar fehlt, ist globale Präsenz. Das sollte aber für das hier beschriebene Szenario nicht relevant sein, oder?

    Wenn da plötzlich 2.500 Mann in 2 Stunden konzertiert die Stadt besetzen, was macht dann der ‘Westen’? Lösen wir tatsächlich Artikel 5 aus und würde der dann tatsächlich zu einer offenen militärischen Konfrontation mit Russland führen? Wollen wir einen Weltkrieg lostreten wegen einer 50.000-Einwohner-Stadt irgendwo im Nirgendwo? Genau das wird dann gefragt werden.

    Ich denke du hast das Beispiel nicht bewusst gewählt, aber das ist so ziemlich genau die gleiche Größenordnung an Betroffenen, für die Artikel 5 das letzte und einzige Mal in Anspruch genommen wurde. Ich sehe nicht, warum es hier anders laufen sollte.

    Wollen wir einen Weltkrieg lostreten wegen einer 50.000-Einwohner-Stadt irgendwo im Nirgendwo? Genau das wird dann gefragt werden.

    Von einem Weltkrieg zu reden halte ich für unangebracht. Darüber hinaus: Die NATO zu schwächen bzw. ihre Untätigkeit vorzuführen ist seit mehr als einem Jahrzehnt das wichtigste strategische Ziel der Russischen Föderation. Wenn also bei einem Angriff auf ein NATO-Mitglied die Angreifer (egal welcher Nationalität oder Uniform) nicht Tage oder Wochen später von belgischen, portugisischen, italienischen und deutschen Truppen beschossen werden, wäre dieses Ziel erreicht und der Kurs der russischen Regierung gerechtfertigt.

    Ob man das dann überhaupt über Artikel 5 macht oder nicht, wäre am Ende des Tages eigentlich auch egal.

    Wir haben heute schon sehr viele Leute, die mit Blick auf die Ukraine sagen, dass man sie ihm doch einfach lassen sollte. Warum sollte das bei Estland anders sein?

    Weil Estland ein Mitglied der NATO ist. Und wenn da tatsächlich gemurrt wird bringt eine Wehrpflicht auch nichts und man sollte eher eine Informations-/Werbe-/Bildungs-/Propaganda-Kampagne darüber, wie eine Militärallianz funktioniert, in die Wege leiten.

    Grundsätzlich, und ich denke das habe ich bereits an vielen Stellen zum Ausdruck gebracht, habe ich relativ viel Unverständnis dafür, mehr militärische Ressourcen zu fordern, solange noch ungenutze militärische Ressourcen in nicht-Kriegs- oder nicht-prekären Grenzgebieten rumgammeln.

    Ich hätte nicht gedacht, mich einmal wie Peter Struck anzuhören, aber eine Bundeswehr, die in Deutschland campiert, ist - vis-à-vis autokratischer Herrscher auf der Suche nach verlorener nationaler Größe und Ehre - hypothetisch für Estland, praktisch für die Ukraine und letztendlich für die eigenen Interessen mit 1.500.000 Bewaffneten genau so nutzlos wie mit 150.000.

  • I read about OLLAMA, but it’s all unclear to me.

    There's really nothing more to it than the initial instructions tell you. Literally just a "curl -fsSL https://ollama.com/install.sh | sh". Then you're just a "ollama run qwen3:14b" away from having a chat with the model in your terminal.That's the "chat with it"-part done.

    After that you can make it more involved by serving the model via API, manually adding .gguf quantizations (usually smaller or special-purpose modified bootleg versions of big published models) to your Ollama library with a modelcard, ditching Ollama altogether for a different environment or, the big upgrade, giving your chats a shiny frontend in the form of Open-WebUI.

  • sei “der sichere Weg in den Bürgerkrieg”

    Nicht das Satzende, was ich erwartet hätte.

  • that is a very cool idea! but then how to counter the fact that money is needed to produce these things such as art, books etc Like dont we pay artists ? directly?

    while digital property is really debated even believed that copyright for physical goods being copied to digital is no fair

    so i could dig into digital intellectual property i will see what i can find

    Excellent thinking! You can of course directly transition into discussions about things like basic income and the requirements of society to cater to the basic needs of all its members before anything like economic growth can even be allowed, but it might be more useful to ask the following questions:

    1. If we removed all art - all paintings, all books, all music, all movies, all games, all installations, that were not commercially produced or commercially produced at a loss - from existence, wouldn't that still leave more than could ever be consumed in hundreds of human lifetimes? And if so, why do we even need commercial art?
    2. Or more nuanced: How much commercial art does the world need?

    Because once you answer that question you know roughly how much public funds to allocate to art production. Depending on who you ask the answer might even be zero or close to zero.

  • Immediately go for the jugular and question the very existence of intellectual property as a concept.

    "You are given this magical horn of plenty. It can feed any person anywhere in the world at any time! Do you not use it, avoiding the inevitable collapse of the global food production and distribution sector or do you use it so... you know, nobody will ever be hungry again? Is there a right and a wrong decision here?

    You are also given the magical ability to copy and distribute any digital information infinitely and at no added cost..."

  • it’s becoming increasingly more feasible to have an assistant which has absorbed the entirety of the internet’s knowledge

    Yeah, that's never going to happen, I'm afraid. The models do get denser and better at transformative tasks, but you will simply never be able to ask that 22B 4-quant for the birthdates of obscure but historically important Bolivian politicians. That's simply about information density and that's not a useful application for models.

    It's going to be irrelevant, of course, once there's a convenient 1-click way to integrate your local Kiwix-server into your model's Open-WebUI's knowledge base. There's no need to waste VRAM on Wikipedia and Stackoverflow knowledge.

  • Nothing beats skipping from Bach to TMNT theme tune

    I agree with that sentiment, but that's not what happens at all. It's especially funny since you excplicitly mention Bach. My damn "Bach, Johann Sebastian" artist folder contains 226 different albums. Albums, not songs. And boy, that guy wrote some stinkers, too.

    I mean, I guess I could roughly see the system working if you have the same amount of songs for every artist, that would somewhat balance it. Otherwise your playlist will always be dominated by the prolific writers and you'll get a few dozen Händel concertos and a handful of random Zelda dungeon sounds before the next TMNT theme tune plays.