Mhh, ist es tatsächlich nicht. Wir hatten vor Kurzem in Psychologie eine Vorlesung genau zu diesem Thema. Kurzfassung: stattdessen Inhaltswarnung als Wort verwenden, weil Trigger zu Selbstbestätigung führt und Triggerwarnungen NICHT zu einer verbesserten Verarbeitung beitragen, sondern eher die emotionale Reaktion verstärken ('es wird schrecklich').
Wenn Du willst, kann ich Dir gerne dir Folien zusenden. Im Alltag sollte man aber Inhaltswarnung statt Trigger verwenden, und dieses Wort spezifisch für PTBS vorenthalten, wo Trigger der angemessene Begriff ist.
Ich verstehe den Punkt absolut. Meine Aussage ist aber, dass ich eben mehr als "nur" 500 Euro mehr im Monat bekomme, weil damit auch enorme Ungleichheit gegenüber anderen Studis einhergeht. Ich muss, das Geld nicht zurückzahlen, und erhalte zum Teil mehr Geld als arbeitende Menschen, ohne dabei einen signifikanten Beitrag an Gütern oder Dienstleistungen zu produzieren. Im Endeffekt zahlt die Gesellschaft gerade für mich enorm drauf - in Form vom Stipendium, Wohnheim, staatliche Uni, ÖPNV-Ticket, Familien-GKV,...
Es ist mir mit diesem Post einfach sehr wichtig, einen Einblick reinzugeben, wie einfach privilegierte Machtgefälle entstehen können. Nach dem Motto: wer hat, dem wird gegeben; wer nicht hat, der hat halt Pech und muss schauen, wie man über die Runden kommt (looking at you, 800€ BAföG).
Obwohl der Aspekt der Elitenförderung nachvollziehbar ist, finde ich, dass sobald ich mehr im Monat verdienen kann als zwei meiner Kommilitonen (die nicht ganz Höchstsatz beziehen, von denen gibt es ja einige), für genau das selbe Studium, hat das System einen strukturellen Fehler.
Genauso habe ich es auch wahrgenommen. Ich war letztes Jahr auf der Sommerakademie aller Begabtenwerke - mit Abstand die meisten waren weiße Kinder von Akademikereltern. Es gab auch Gegenbeispiele, besonders die linken Förderwerke hatten gute Durchmischung - aber die Kerndynamik war meiner Meinung nach eindeutig.
Hm, ich stimme Dir nicht zu. Ich bin bei einem der linken Begabtenförderungswerke, welches sehr viel Wert auf Inklusion legt. Es ist trotzdem sehr krass, wie viele Akademiker*innenkinder bei uns sind. Die Korrelation Elternhaus-Noten ist sehr gut bekannt, und bei allen Förderwerken sind Noten ein gewichtiger Faktor.
Ich finde es allerdings sehr ungerecht, dass ich zum Teil mehr Geld habe als Personen, die 40-Stunden-Wochen arbeiten. Das Problem sind nicht zwangsläufig die Stipendien an sich, sondern eher die Verteilung von Geld. Die Stipendien sind aber Teil des Probleme, weil wir aufgrund von großem politischen Willen existieren, eine wie auch immer geartete "Elite" ranzuziehen. Das Wohngeld ist auch Ausdruck des Problems.
Thank you for the correction! I meant origin and forgot to write it :)