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12 mo. ago

Hello there, good to meet you. Live long and prosper!

  • Danke, dass du nochmal differenziert antwortest.

    Also, ob dein Label theoretisch mal privat war, ist ja seit dem Zeitpunkt, da du es absichtlich öffentlich gemacht hast egal. Es ist ab dem Moment eine Framing-Technik. Und ich unterstelle dir genug Intelligenz, dass du es ebenso absichtlich benutzt hast.

    Ist jetzt auch grundsätzlich okay, nur hätte ich mir jetzt zumindest einen Link zu einem Post oder Zitate erhofft, die deinen Claim untermauern. Letzteres ist einfach wichtig, „extraordinary claims…“ und so.

    Ich finde dein Beispiel mit dem Gift ganz interessant. Ich glaube durch die starken Echokammern (und ich habe wirklich jahrelang z.b. fast nur Spiegel Online konsumiert und kann dir anekdotisch sagen: Das ist kein zentristisches Medium) sowohl links als auch rechts, muss man sich eventuell einer gewissen Dosis Gift aussetzen, um ein Stück der Wahrheit zu erhalten. Leider. Ist mir auch nicht lieb. Hier braucht es einfach Medienkonpetenz, damit die Dosis nicht zu hoch gewählt wird.

    Bzgl der Demokratie stimme ich dir persönlich zu. Ich möchte eine gute, gerechte Gesellschaft. Ob es Selbstzweck der Demokratie ist diese Gesellschaft herzustellen glaube ich indes nicht. Der Zweck der Demokratie ist es Mehrheitsverhältnisse zu respektieren und aus sich heraus Selbsterhaltung zu gewährleisten, sprich Antidemokratisches zu bekämpfen. Das muss in der Definition nicht notwendigerweise ein gutes Leben beinhalten. Letzteres wäre Teil der Politik die man eben wählt, da dies ja auch viele Menschen etwas unterschiedlich definieren.

    Das Problem ist natürlich, dass es Möchte gibt, die irgendwann antidemokratisch agieren könnten, darüber hat man als Wähler dann wenig Einfluss. Hier hilft Gewaltenteilung und Föderalismus.

    Die rechte Politik die du beschreibst ist aus meiner Sicht eher neoliberalistisch, hyper-kapitalistisch und lobbyistisch. Das ist (theoretisch) etwas anderes als Rechte oder konservative Politik.

  • Der Artikel liefert leider keinerlei Daten.

    Wenn man mal beim Bundesamt für Verfassungsschutz schaut wird man etwas schlauer:

    Personenpotenzial im rechtsradikalen Bereich nimmt seit einigen Jahren stetig zu. Geschätzt wird ein Personenpotenzial in 2023 von circa 41k. Gewaltorientierte liegen bei 14,5k.

    Wenn wir jetzt mal stumpf davon ausgehen, dass alle 14500 gewaltbereiten Rechtsextreme Schüler wären (was natürlich Quatsch ist) und wir von 8 Mio. Schülern in Deutschland ausgehen, dann sind das gerundet 0,2%.

    Sicherlich Nicht schön, aber auch nicht so viel wie man erst denken mag. Real sind es nochmal deutlich weniger.

    Ich denke hier handelt es sich um ein Problem in ländlichen Gebieten in Ostdeutschland bzw. gemessen an den Zahlen, an einigen wenigen Orten, wenn es dort zu so massiven Problemen kommt wie beschrieben.

  • Wer benutzt denn bitte noch Facebook?

  • Unfortunately, my experience on „german Lemmy“ is: many closed minds, no interest in Open discussions.

    People Label you directly as a Nazi if you question „left“ narratives. I think thats sad on so many levels.

    I am here for an exchange of ideas, to learn together.

  • Ja und eigentlich geht es hier auch nicht um die JF, das war ein Beispiel.

  • Na klar ist es möglich dass ich nicht alle Medien gut genug kenne oder manche garnicht die eigentlich einen breiten Meinungskorridor haben.

    Das ist aber kein hinreichendes Argument deine Unterstellung „vielleicht geht es dir um etwas anderes“ zu rechtfertigen.

    Wie informierst du dich denn?

  • FDGO, Zustimmung. Ob die „Junge Freiheit“ jene verlässt, dafür kenne ich die Zeitung nicht gut genug. Mein Eindruck war bisher, dass diese eben rechts ist und mehr nicht. Ob sie dort Inhalte jenseits der FDGO haben, das Urteil erlaube ich mir bei meinem Kenntnisstand nicht ( aber auch nicht nach gesucht oder versucht einzugrenzen).

    Was ich z.b. definitiv meide sind Schwurbelmagazine ala Compact. Weil eben jene zu oft widerlegten Fakten reproduzieren oder am besten noch verweben.

  • Tatsächlich benutze ich gar kein Twitter, ist mir einfach zu populistisch, zu kurz, zu laut, wenn du so willst. Und raubt mir auch zu sehr meine Aufmerksamkeit.

    Du magst Recht haben, dass manche einfach keinen Bock auf Diskussion haben, weil sie zu oft in eben jene Situationen geraten sind. Das führt diese Plattform aber auch ad absurdum. Ich bin ja hier weil ich diskutieren will.

    Ich danke dir auf jeden Fall für den offenen Austausch.

  • Du hast eine tolle Sichtweise.

    Natürlich geht es in der Auseinandersetzung dann um Fakten.

    Ich habe ja auch nicht behauptet jeder kann eine Meinung haben und das ist das Ende der Fahnenstange. Denn dann kommt ja die Diskussion, die Auseinandersetzung. Eben jene sehen hier einige dann ja aber als kritisch an.

    Das Wort Meinung würde ich aber nicht streichen, ich würde behaupten, wir haben immer Meinungen, diese können aber gut oder schlecht durch Fakten begründet sein. Emotionen stellen nie eine gute, wenn doch eine menschlich-nachvollziehbare Begründung dar.

    Wir haben also Individuen mit Meinungen, diese basieren teilweise auf Fakten, teilweise auf Emotionen.

    Nur durch den Dialog, bei manchen auch die kritische innere Reflexion, werden jetzt also Fakten und Emotionen voneinander getrennt und die Fakten auf ihre Stichhaltigkeit hin überprüft.

    Im besten Falle verlassen dann die Individuen die Dialogsituation mit zwei Meinungen die sich angepasst haben, dichter beisammen liegen, besser begründbar sind.

    Manchmal sogar „der Wahrheit“ näher.

  • Danke für deine Perspektive.

    Ich hatte ja in entsprechendem Beitrag erwähnt, dass ich mich aus einer Vielzahl an Informationstöpfen bediene, darunter finden sich auch die NZZ, der Tagesspiegel, der Spiegel und andere.

    Das die Junge Freiheit da etwas extremer ist, ist mir bewusst.

    Es war ja aber auch nur ein Beispiel, weil ich explizit nach dem Auslöser für den Post gefragt wurde. Ich bin alt genug die Informationen eben zu integrieren, zu sehen, welche Seite denkt was um dadurch auch ein Bild der Gesellschaft zu bekommen. Und eben verschiedenen Sichtweisen auf einen Themenkomplex.

    Ich möchte nicht über die Fragwürdigkeit der Jungen Freiheit per se diskutieren, es geht mir um Echokammern die in Medien wie der Jungen Freiheit aber sicherlich auch im linkeren Milieu, Spiegel, Zeit, Tagesspiegel journalistisch entstehen und die bewusst Teilaspekte auslassen, von deren Existenz ich eben nur durch solche Kreuzvergleiche erfahren kann.

  • Jo mach mal, du bist nicht zu retten.

  • Jo, ich dachte da hätte ich dir zugestimmt. Vielleicht war das schwer herauszulesen.

    Also stimme dir zu.

  • Moment mal, warst du nicht der der neulich einen Link zum AfD-Wahlprogramm geteilt hat und dann wegen Gegenwind gelöscht hat.

    Von solchen Leuten kommt in der Regel kein konstruktiver Diskurs.

  • Ich habe das Gefühl, bei dir schwingen Unterstellungen mit, aber seis drum.

    Erstmal, rein technisch gesehen sind das ja auch Meinungen. Aber du hast recht, man muss auch nicht grundlegend alles akzeptieren, wenn es drastisch gegen den eigenen Wertekanon verstößt. Aber ich denke man muss sich in einer gewissen Breite in Meinungstoleranz üben.

    Andere Menschen zu erschiessen oder zu verfolgen, oder zu ächten halte ich auch für nicht tolerierbar.

    Darum geht es ja, Leben und Leben lassen, und in diesem Spektrum auch diskutieren.

    Vom Gefühl her glaube ich aber übertreibst du in deinem Beispielen auch in der Ausprägung etwas, was manchmal eben auch Diskussionsverhindernd ist, obwohl eine Diskussion möglich wäre: Z.b. Es macht für mich einen Unterschied ob jemand sagt, es soll strengere Migrationsgesetze geben oder „alle Muslime müssen ausgewiesen werden“.

    Du meinst ja ganz klar Positionen der AfD hier oder? Ich rede z.b. mit jenen AfD-Wählern die eine „akzeptable“ Position haben (also wie oben geschrieben). Ich würde wahrscheinlich auch mit Nazis diskutieren, aber eher mit der Absicht ihnen eine diversifizierten Perspektive näher zu bringen, also mit der Hoffnung sie zu verändern. Das würde ich auch bei religiösen Fundamentalisten tun, so lange ich nicht an Leib und Leben bedroht bin. Genauso mit anderen „Extremisten“.

    Wie siehst du das?

  • Du hast recht, es gibt da noch ein paar Dimensionen zu berücksichtigen.

    Aber ist es richtig diese Art von Verantwortung für (gesunde und gebildete) Erwachsene zu übernehmen?

    Ist das nicht anti-freiheitlich oder zumindest bevormundend? Und wo ziehe ich Grenzen, also ab wann traue ich einem anderen Erwachsenen Informationen zu? Wieso darf ich Gatekeeper sein?

    In der persönliche Interaktion filtern wir alle, fast immer, so sind wir nunmal. Und natürlich kann man dann auch entscheiden Dinge für sich zu behalten. All good. Auf einer gesellschaftlichen Ebene wäre das für mich etwas anderes. Sprich dort müssen (neutrale) Informationen theoretisch für alle verfügbar sein.

  • „Neulich hat hier jemand… das warst bestimmt du, weil das in mein Bild passt“

    Du bist echt unglaublich. Ich hoffe inständig, dass dir eigentlich bewusst ist, dass sich die Dinge genau andersherum verhalten.

    Traurigerweise ist Das jetzt das Zweite Mal, dass du mir in Diskussionen ohne jegliche Beweise irgendetwas unterstellst.

    Wir können hier gerne konstruktiv diskutieren, dann aber bitte zum Thema und nicht mit Unterstellungen.

  • Danke für deinen konstruktiven Beitrag.

    Ja das Wort Bürgerpflicht ist etwas überspitzt. Wie sollte man so eine Pflicht auch durchsetzen.

    Ich glaube auch, dass eine Demokratie ohne Zugang zu Informationen schwierig stabil zu halten ist.

    Deswegen braucht es imho in Zeiten des populistischen Meinungsjournalismus die Initiative eines jeden Bürgers sich umfänglich aus diversen Quellen zu informieren und die Informstionen zu integrieren, weil die „Wahrheit“, oder eine Annäherung an diese, oft in der Mitte liegt.

    Zusätzlich braucht es den Mut sich selbst sich zu hinterfragen, eine offene Debattenkultur und Toleranz.