

Man ist versucht, aus feministischen Gründen zu sagen “ist doch gut, dass die Frauen/Mädchen mal einen Vorteil haben”
Das ist doch auch ein recht merkwürdiger Feminismusbegriff. Wenn es nicht um Gleichstellung und Emanzipation unabhängig vom Geschlecht geht, isses doch am Ende auch nicht die Lösung der Probleme. Heißt konkret zwar natürlich deutlich mehr Fokus auf die Belange von Frauen und Diversen, weil dort die Missstände am krassesten sind (Femizide, Altersarmut, § 218 StGB, Rollenbilder…); aber das sollte doch nicht dazu führen, dass man es begrüßt, wenn auch mal zur Abwechslung Männer unter dem Patriachat leiden?
Gute, auf die individuelle Bedürfnislage angepasste Bildung sollte es schlussendlich für alle geben, weil jeder Mensch das verdient; nicht, weil die abgehängten Jungs sonst zu Antifeministen werden.





Merkwürdiger Freiheitsbegriff.
Doch schon. Wenn die einen Verzicht fürs große Ganze gepredigt bekommen und sich das kleine bisschen bescheidenen Luxus dank marktregulatorischer Mechanismen und neoliberaler Kackpolitik (die die Grünen ja auch mittragen, Stichwort Kündigungsschutz, Sanktionen für Arbeitslose) nicht mehr leisten können, man den Reichsten aber weiterhin erlaubt mit ihren Privatjets die Umwelt zu verpesten, dann erzeugt das ein vages Ungerechtigkeitsempfinden und Elitenhass, durch den dann erst die “alternativen Fakten” verfangen können.