Eigentlich, die Konstellation einer eigenen Landespartei mit dermaßen Einfluss durch den Ministerpräsidenten auf die Bundespolitik, ist allerdings schon ziemlich eigenwillig.
Besonders nervt mich das FDP-Plakat mit dem Spruch "Alles geben, auch für den Job". Das ist für mich Verachtung von Arbeitnehmern, während auf der anderen Seite immer Rücksicht auf die Wirtschaft gefordert wird, wahlweise um die Konjunktur anzukurbeln oder aufrecht zu erhalten. Und irgendwie scheint die FDP hier viele Plakatierer zu haben.
Die Nazistimmen bekommt die AfD, weil die "AfD mit Substanz" seine Substanz immer weiter mit AfD verwässert. Da kann man auch gleich das Original wählen und der Union hinterher vorhalten, dass sie es eh nicht machen.
Ich finde deine Anmerkung gut, würde aber sagen, dass Kliemann diese Idealisierung ganz bewusst selbst gewählt und vorangetrieben hat.
Auf jeden Fall, deshalb finde ich gerade, dass er ein gutes Beispiel ist. Kliemann hat die Rolle bestimmt auch deshalb gewählt, weil seine Follower sie ihm eben so dankbar abgenommen haben. Zeigt halt einfach, wie gut und unterschwellig so eine Dynamik funktionieren kann.
Und selbst bei "kontroversen" Influencern gibt es ja die Tendenz der Lagerbildung. Da kommen zu den Fans noch "Gegner" die wiederum zu teils harscher Kritik greifen.
Eine gewisse Authentizität ist auf jeden Fall hilfreich. Aber in den Bereichen wird es dann zum Job, bei dem das natürlich schwierig wird. Gerade deshalb fände ich es gut, wenn auch die "Kunden" etwas realistischer bleiben.
Kliemann selbst hat das Ganze natürlich in fast schon absurde Höhen getrieben und damit eben ein gutes Beispiel geliefert, wie es hinter den Kulissen sein kann. Es sind halt doch alles nur Menschen die auch nur mit Wasser kochen.
Fand den Umgang mit dem ganzen auch ziemlich fragwürdig. Mag sein, dass es der Persönlichkeit von Kliemann geschuldet war, dann wäre professionelle Hilfe allerdings deutlich früher angeraten gewesen. Gerade bei so einem medialen Feuerwerk. Denn bei aller Persönlichkeit ist Kliemann halt auch Geschäftsmann und sein Kernprodukt war eben genau die eigene Person.
War für mich aber auch ein Musterbeispiel für die Wahrnehmung von Influencern. Diese Idealisierung, welche sich oft in der Community findet, finde ich problematisch. Gab es auch früher schon bei Stars, in Sozialen Netzwerken ist die (gefühlte) Nähe aber nochmals größer. Das lässt eben sowohl die Erwartungen als auch den Druck auf die Creator ziemlich steigen.
Da ist Kliemann für mich eher ein Symptom als eine Ausnahme. Und sollte er wieder auf die Beine kommen, wünsche ich ihm dafür alles Gute. Idealerweise etwas reflektierter als damals. Zumal der Fall nicht so tief gewesen sein kann, wenn er so "aus dem Nichts" ein neues Album produzieren konnte.
Dabei gehe es Trump nicht nur um Geopolitik. “Ich glaube, es geht auch darum, innenpolitisch zu versuchen, Legitimität herzustellen.”
Das vermute ich auch. Wie so oft muss eine Gefahr von Außen beschworen werden und da kommen "Sicherheitsbedenken" zu einer absolut unrealistischen Forderung gerade recht. Und je nach innenpolitischer Entwicklung muss Trump zugetraut werden, seine Strategie jederzeit zu verschärfen.
Hier finde ich nur erstaunlich, dass so was noch erklärt werden muss bzw. Politiker diese "einfache Lösung" so lange unkommentiert in die Welt posaunen können.
Wenn er direkt mal den Antrag stellt, dass die Verfassung geändert wird, wer wird ihn da aufhalten oder gegen ihn stimmen?
Die demokratisch regierten Bundesstaaten? Dass Trump die Republikaner am Nasenring durch den Kongress zieht ist leider Tatsache. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass er in den nächsten vier Jahren dreiviertel der Bundesstaaten dermaßen übernehmen kann, dass sie einer Verfassungsänderung zustimmen.
Ich bezweifel nicht, dass sich Trump selbst wünscht auch über eine zweite Amtszeit hinaus regieren zu wollen. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die Republikaner ihn da wirklich den Weg ebnen würden, von den Demokraten, ohne die es nicht geht, ganz zu schweigen. Die GOP will eher, dass Trump ihnen eine günstige Übernahme im Anschluss bietet, damit sie nicht mehr so abhängig von der Präsidentschaft sind.
Das Wahlmänner-System ist natürlich veraltet und verzerrt die Präsentation der Bürger bei der Wahl. Für viel Problematischer halte ich allerdings das damit kombinierte Mehrheitswahlrecht. Das ist der Faktor, der Millionen Stimmen nichtig macht und die Entscheidung schlussendlich von ein paar Swingstates abhängig macht. Das wäre eine noch viel weitreichendere Reform.
Wirklich überraschende Töne, wo mir doch Trump-Sympathiesanten immer wieder versichert haben, Trump hätte keine internationalen Interessen und sehe die USA nicht als Weltpolizei. /s
Überraschend ist nur, wie früh und offen das alles kommt. Das werden wilde vier Jahre.
Ich würde mir wünschen, dass wir hier nicht zu sehr abdriften und in wilde Spekulationen verfallen.
Die Frage war nicht aus spekulativen Gründen. Gerade für die Ermittlungsbehörden dürfte ein Interesse daran bestehen, sich ein möglichst umfassendes Bild machen zu können. Deshalb ist es mMn schon relevant, ob hier jemand u.U. die Ermittlungen aus persönlichen Interessen behindert.
Es sind gestern Menschen getötet und verletzt worden. Viele ringen noch um ihr Leben. Angehörige und Freunde, Überlebende und Helfer werden eine furchtbare Zeit durchmachen. Diese Menschen sind wichtig.
Da stimme ich uneingeschränkt zu und hoffe, den Betroffenen kommt jegliche nur mögliche Hilfe zu und sie werden vor Interessensgruppen geschützt, die ihr tragische Schicksal für die eigenen Interessen ausnutzt.
V.a. weil er bereits seit Monaten von seinem Sterben im Rahmen einer Operation und “Rache” redet und u.a. dabei Nancy Faeser und die Polizei Berlin direkt bedroht UND verlinkt ist noch wilder.
Was wieder mal zeigt, dass die Rufe nach mehr Überwachung nur Aktionismus sind, wenn leider selbst schon bestehende Möglichkeiten nicht genutzt werden.
Ich finde diesbezüglich auch die Geburt eines Kindes ein eigenwilligen Vergleich. Ich war über die Geburt unseres ersten Kindes sehr Glücklich. Mein Wohlbefinden hat unter den vielen schlaflosen Nächten und der neuen Verantwortung durch Füttern und Windelwechsel etc. dennoch mitunter gelitten. Gewisse Punkte davon wurden mit der Zeit dann deutlich einfacher.
Aber zu der Zeit nach den ersten 12 Monaten steht auch was im Artikel:
"Die Zahlen zeigen aber auch, dass das Plus an Zufriedenheit mit der Zeit im Ausland langsam wieder abflacht."
Eigentlich, die Konstellation einer eigenen Landespartei mit dermaßen Einfluss durch den Ministerpräsidenten auf die Bundespolitik, ist allerdings schon ziemlich eigenwillig.