Religionsunterricht in Deutschland ist in den meisten (allen?) Laendern zumindest im intendierten Ideal ein konfessioneller Unterricht zur Religion, nicht ueber Religionen. Letzteres waete ja eine komplett andere und anders zu bewertende Geschichte.
"Artikel 22: Kath. Religionslehrer verlieren bei Entzug der Missio canonica durch den Bischof die Erlaubnis zum Religionsunterricht und ggf. den Beamten-/Angestelltenstatus"
Oder anders: Wenn am Ende des Monats mehr Einnahmen als Ausgaben kamen hab ich Profit. Wenn ich 10€ Profit hab und wenn ich 10000€ Profit hab ist beides Profit, aber eins ist mehr.
Wenn du einen Wert von 1 erwartest, aber wegen einem globalen Ereignis dieser Wert ueberall steigt, aber in Ort A auf 1.1 und in Ort B auf 1.2, dann haben beide Orte nennenswerte Uebersterblichkeit, aber Ort B hat eine hoehere Uebersterblichkeit.
Letztlich ist das ne Art von statistischer Interaktion: Aendert sich die Aenderung in Abhaengigkeit von einer weiteren Variablen?
Y_A0B0 = x + 0
Y_A0B1 = x + 20
Y_A1B0 = x + 1
Y_A1B1 = x + 1 + 20 + 19
Wenn x die zu erwartenden Tode ohne Pandemie (B0) und ohne Tuerknauflecktradition (A0) sind, dann macht die Tradition ohne Pandemie (A0B1) etwas Uebersterblichkeit (+1). Wenn die Pandemie kommt gehts denen ohne Tuerknauflecktradition dreckig (A1B0 macht +20 Uebersterblichkeit), aber bei denen die Tuerknaeufe lecken (A1B1) ist noch mehr Uebersterblichkeit da (+1+20+19).
Klar, alle drei Bedingungen weichen nach oben von A0B0 ab, haben also einen positiven Uebersterblichkeitswert, aber einige davon sind hoeher als andere. A0B0 ist sozusagen die Baseline und daher das einzige was man einfach als Sterblichkeit bezeichnen koennte. (... Oder als Uebersterblichkeit von 0%.)
Übersterblichkeit ist, wie viel mehr Tode als zu erwarten waere es gibt. Wenn ueblicherweise in einem Jahr etwa 1% der Bevoelkerung sterben, aber in einem Jahr (oder einer Subpopulation o.ä...) dann 1.1% dann hast du ne Übersterblichkeit von 10%.
"Wer sagt denn, dass arbiträr und unsystematisch das Gegenteil von Bürokratie ist?"
Viele, angefangen mit z.B. Max Weber und denen die darauf basierend forschen. Selbst wenn sie nicht zustimmen setzen sie sich mit dieser Konzeptualisierung auseinander.
Die Frage war sonst ernst gemeint - es gibt verschiedene Konzeptualisierungen davon, was Nicht-Buerokratie waere. Ich hab meine dazu gegeben und der interviewte NKR-Typ ist eher ein FDP-Typ.
In meinem Framework ist das was du beschreibst z.B. alles bürokratisch, nur besser designte Bürokratie. Aber auch effiziente Prozesse brauchen genug Prozessoren. In Deutschland haben wir relativ zu anderen vergleichbaren Volkswirtschaften anteilsmaessig viel weniger Leute die in der oeffentlichen Verwaltung arbeiten.
"Die inzwischen geplatzte Ampel-Koalition hatte den zuvor im Kanzleramt beheimateten Normenkontrollrat im damals noch FDP-geführten Bundesjustizministerium angesiedelt."
Wurde von einem demokratisch legitimierten vermutlich Minister eingesetzt. Heisst nix weiter, aber komplett ohne Rechtfertigung zumindest isses nicht. Aber was fuer Ziele die Personen haben..
"Die inzwischen geplatzte Ampel-Koalition hatte den zuvor im Kanzleramt beheimateten Normenkontrollrat im damals noch FDP-geführten Bundesjustizministerium angesiedelt."
Holla, schau auch nochmal was fuer nen Hintergrund Lutz Goebel hat:
"seit 2017
Mitglied des Präsidiums des Verbandes Die Familienunternehmer
2011 - 2017
Präsident des Verbandes Die Familienunternehmer"
"Die Organisation steht seit 2014 hinter der Lobbygruppe Wirtschaftsforum der FDP", mal AfD-Push, "Im Zusammenhang mit Investitionszuschüssen für den Einsatz CO₂-armer Technologien sprach der Präsident von Worlée von „planwirtschaftliche[r] Klientelpolitik à la UdSSR“.[5]", "1997 sagte der damalige Präsident der ASU, Thomas Benz, anlässlich des 100. Geburtstag von Ludwig Erhard, dass „der Sozialismus des Versorgunstaats à la CDU/SPD“ den Bürger entmündige." Etc
Klingt als waer das nicht ordentlich gemacht, zumindest fuer NRW-Standards: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?bes_id=7345&aufgehoben=N&det_id=633561&anw_nr=2&menu=&sg=0 Ehrfurcht vor Gott fehlt.
Religionsunterricht in Deutschland ist in den meisten (allen?) Laendern zumindest im intendierten Ideal ein konfessioneller Unterricht zur Religion, nicht ueber Religionen. Letzteres waete ja eine komplett andere und anders zu bewertende Geschichte.