Fukushima und das AKW-Risiko: Die einkalkulierte Katastrophe
Fukushima und das AKW-Risiko: Die einkalkulierte Katastrophe
Fukushima und das AKW-Risiko: Die einkalkulierte Katastrophe

Ich denke, Fukushima hatte auch deswegen solche Wirkung auf die deutsche Atompolitik, weil seit den Siebziger Jahren mit zum Teil heute unglaublichen technischen Detailgrad über die Kernenergie diskutiert wurde, und immer wieder gesagt wurde, DASS ATOMKRAFTWERKE NICHT EXPLODIEREN KÖNNEN. Dann kam 1979 Three Miles Island - eine Beinah-Kernschmelze. Dann gab es die Bibilis Risikostudie Teil II, die zeigte, dass ein Risiko besteht:
Dann explodierte Tschernobyl, 1984. Es wurde aber gesagt, dass Explosionen nur bei unsicheren russischen Atomkraftwerken passieren könnten, nicht in westlichen. Tschernobyl war extrem präsent: Kinder durften nicht draußen spielen, und monatelang druckten Zeitungen Becquerel-Werte in Lebensmitteln ab, zum Teil auf Seite 1.
Und dann sind in 2011 in Fukushima gleich drei Reaktoren hintereinander explodiert - live auf Twitter zu verfolgen. Dass eine Kernschmelze, und damit der Worst Case, statt gefunden hatte, wurde noch Wochen später geleugnet.
Und zu Merkels Atomausstieg: Ohne Merkels Entscheidung hätte die CDU weitere Wahlen verloren - das haben die Umfragewerte deutlich gezeigt.