Schritt 1-3 beschreibt meine Beziehung gut. Aber:
Ich bin die Person mit den Antidepressiva, meine Partnerin interessiert sich null für meine Depressionen, die Kommunikation (über die Beziehung) ist eher einseitig, und ich bin eine neurodivergente Person, die immer kurz vor dem Burnout ist. Und dann kommen da noch die Kinder dazu. Die Zeit für mich ist stark begrenzt und nicht flexibel nehmbar. Ich muss halt funktionieren. Und irgendwie wäre jede Lösung, die ich mir vorstellen kann, was mit hart negativen Konsequenzen für alle Beteiligten. Mein Leben ist seit Jahren ein einziger Hilfeschrei.
Ich drücke auch die Daumen, dass es besser wird!!!
Und: Ja, viele Psychopharmaka haben grausige Nebenwirkungen, die einfach weggezuckt werden (selbst erlebt), aber ich glaube auch, dass es sich lohnt, beharrlich zu sein bei Alternativen, weil nicht alle eben gleich wirken. Aber ja, das kostet Nerven und Kraft…
Überhaupt finde ich, dass über das Nebenwirkungsproblem bei Psychopharmaka zu wenig öffentlich diskutiert wird, ein Bewusstsein geschaffen wird.
(Und übrigens, finde ich persönlich mechanische Uhren auch kühl – in meiner bescheidenen Meinung kein Widerspruch…)
Alles Gute den Betroffenen*!
Nebenwirkungen werden immer im Kontext und Folge der Erkrankung betrachtet. Und da Depressionen zum Tod führen können, ist so ziemlich jede Nebenwirkung, die nicht tötet vertretbar.
Ja klar, ist die Frage nach Nebenwirkungen in den akkuten schlimmen Fällen irrelevant.
Ich habe dennoch selbst erlebt, dass Psychopharmaka leicht “mal eben” verschrieben werden.
Und wo ist der Sinn wenn dann Nebenwirkungen mehr Schaden machen als die Hauptwirkungen nützen?
Bei subtileren Fällen.
Ich will überhaupt nicht solche Tabletten schlechtmachen. Es ist sehr wichtig und gut, dass es sie gibt!
Die Verschreibungssorglosigkeit und die Aufklärung darüber muss aber m.M.n. unbedingt verbessert werden.
Wir kennen eindeutig unterschiedliche Ärzte, wenn dir »mal eben« was verschrieben wird. Bei dem meisten Zeug dauert es doch schon Wochen, bis sich eine Wirkung zeigt.
Schritt 1:
Habe ein Partny, der seit 15 Jahren auf Antidepressiva eingestellt ist.
Schritt 2:
Kommuniziere deine Bedürfnisse.
Schritt 3:
Partny hat quasi negative Libido.
Schritt 4:
Fange an dich für mechanische Uhren zu interessieren.
Es liegt nicht immer an der Kommunikation.
Schritt 1-3 beschreibt meine Beziehung gut. Aber: Ich bin die Person mit den Antidepressiva, meine Partnerin interessiert sich null für meine Depressionen, die Kommunikation (über die Beziehung) ist eher einseitig, und ich bin eine neurodivergente Person, die immer kurz vor dem Burnout ist. Und dann kommen da noch die Kinder dazu. Die Zeit für mich ist stark begrenzt und nicht flexibel nehmbar. Ich muss halt funktionieren. Und irgendwie wäre jede Lösung, die ich mir vorstellen kann, was mit hart negativen Konsequenzen für alle Beteiligten. Mein Leben ist seit Jahren ein einziger Hilfeschrei.
Es tut mir Leid das zu hören. Ich hoffe ihr findet einen Weg für euch.
Mit Ärzten reden, damit die Medikamente richtig eingestellt werden.
Sexualität ist Teil einer normativen Beziehung.
Hatten wir schon mehrfach probiert, ging nie gut. Inzwischen bin ich an einen Punkt, wo mir der Sex nicht mehr so wichtig ist.
»Nicht mehr so wichtig« ist aber nicht »unwichtig«.
Ich selber setze gerade – in Absprache mit meinen Ärzten – meine Antidepressiva ab. Mein Partny freut sich.
Das erfüllen der eigenen Libido ist Teil unserer Bedürfnispyramide.
Ich wünsche euch, dass es klappt. Natürlich ist Sex nicht komplett unwichtig, aber unsere Beziehung läuft sonst total unaufgeregt und glücklich.
Ich drücke auch die Daumen, dass es besser wird!!! Und: Ja, viele Psychopharmaka haben grausige Nebenwirkungen, die einfach weggezuckt werden (selbst erlebt), aber ich glaube auch, dass es sich lohnt, beharrlich zu sein bei Alternativen, weil nicht alle eben gleich wirken. Aber ja, das kostet Nerven und Kraft…
Überhaupt finde ich, dass über das Nebenwirkungsproblem bei Psychopharmaka zu wenig öffentlich diskutiert wird, ein Bewusstsein geschaffen wird.
(Und übrigens, finde ich persönlich mechanische Uhren auch kühl – in meiner bescheidenen Meinung kein Widerspruch…) Alles Gute den Betroffenen*!
Nebenwirkungen werden immer im Kontext und Folge der Erkrankung betrachtet. Und da Depressionen zum Tod führen können, ist so ziemlich jede Nebenwirkung, die nicht tötet vertretbar.
Ja klar, ist die Frage nach Nebenwirkungen in den akkuten schlimmen Fällen irrelevant.
Ich habe dennoch selbst erlebt, dass Psychopharmaka leicht “mal eben” verschrieben werden. Und wo ist der Sinn wenn dann Nebenwirkungen mehr Schaden machen als die Hauptwirkungen nützen? Bei subtileren Fällen.
Ich will überhaupt nicht solche Tabletten schlechtmachen. Es ist sehr wichtig und gut, dass es sie gibt! Die Verschreibungssorglosigkeit und die Aufklärung darüber muss aber m.M.n. unbedingt verbessert werden.
Wir kennen eindeutig unterschiedliche Ärzte, wenn dir »mal eben« was verschrieben wird. Bei dem meisten Zeug dauert es doch schon Wochen, bis sich eine Wirkung zeigt.