Wegen des Iran-Kriegs kann es nach den Worten des Chefs der Bundesnetzagentur zu moderaten Preissteigerungen beim Gas kommen. “Die Auswirkungen des Iran-Kriegs spüren alle, die an den Börsen Gas beschaffen müssen”, sagte Klaus Müller dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

“Für die meisten privaten Haushalte gelten hingegen Preisgarantien für zwölf Monate oder länger”, erklärte Müller. Es könne bei Anschlussverträgen zu Preissteigerungen kommen - “aber nicht in der Dimension wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine.” Müller mahnte zugleich, mit Gas sorgsam umzugehen. “Gas ist ein wertvolles Gut.”

Beim Strom sieht es anders aus. “Im Strombereich haben wir sinkende Preise durch einen - auch jahreszeitlich bedingt - deutlichen Anteil kostengünstiger erneuerbarer Energie”, sagte Müller.

  • Weingeist@feddit.org
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    3 days ago

    Das gilt aber nur für Gas/Öl, das auf den Spotmärkten gekauft wird.

    Das meiste Gas/Öl wird auf Terminmärkten gehandelt, eben damit man kalkulierbare Preise hat.

    Und wenn Deutschland da langlaufende Lieferverträge hat sind die von den aktuellen Preiskapriolen nicht betroffen.

    Wenn du dann noch, sagen wir 10% zum dreifachen Preis dazu kaufen musst, dann hast du insgesamt nur eine 20% Preiserhöhung.

    • HaraldvonBlauzahn@feddit.orgOP
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      3 days ago

      Die Terminmärkte spiegeln aber nicht die “Dated Brent” (beispielsweise) Preise für das eigentliche physische Produkt wieder. U.A. weil es extrem riskant ist, gegen die Kursmanipulationen der US Regierung zu spekulieren.

      Würden die Märkte funktionieren, würde es nicht zu Knappheit bei Produkten wie Kerosin kommen, es wäre halt “nur” teuer.

      Langfristige Verträge spielen vor allem eine Rolle bei LNG. Und wenn es hart azf hart kommt und der Lieferant am längeren Hebel sitzt, werden die auch mal gebrochen.