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InitialsDiceBearhttps://github.com/dicebear/dicebearhttps://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/„Initials” (https://github.com/dicebear/dicebear) by „DiceBear”, licensed under „CC0 1.0” (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)F
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2 yr. ago

  • Da das Thema immer wieder aufkommt und wir uns da sowieso nur im Kreis drehen hier ein Copy & Paste von vor 5 Monaten:

    Wer die Eskalation in Berlin mitbeobachtet hat, wird sich nicht wundern. Während an der TU die Präsidentin den Dialog sucht und sich etwas Vertrauen bei den Studierenden verdient hat, haben die FU und die HU auf Eskalation gesetzt.

    Im Ergebnis bleibt es an der TU weitestgehend friedlich und in der HU und FU eskalieren die Proteste immer weiter. Muss man nicht unterstützen oder als zielführend sehen, ist aber auch nicht weiter verwunderlich angesichts der absolut inakzeptablen Einschränkungen im Versammlungsrecht und in der Meinungsfreiheit seitens der Präsidien und der absolut ekelhaften Polizeigewalt.

    Ich möchte diese Eskalationen hier nicht rechtfertigen oder negieren, aber wer hier nur die Schuld bei den Demonstrierenden sucht macht es sich viel zu einfach.

  • Ja das ist natürlich eine gezielte Provokation, die aber auch nur klappt weil wir hier mittlerweile absurde Wege gefunden haben, um Solidaritätsbekundungen zu kriminalisieren, sei es eine Palästina-Flagge, eine Wassermelone, oder „From the River to the Sea“ (was übrigens wieder nur für Palästinenser, nicht aber für Israelis versucht wird, zu kriminalisieren).

    Ich kann nicht in die Köpfe der Leute gucken, von daher weiß ich auch nicht, mit wem oder was die sympathisieren. Wenn da ein Verdacht besteht dann sollten halt die Behörden ermitteln und dann kann das ganze ggf. vor Gericht geklärt werden, wie es ja bereits häufig der Fall ist seit dem 7. Oktober.

    Intifada an sich ist ja erstmal nur ein Aufstand und das finde ich erstmal verständlich angesichts der Besatzung, Apartheid und des Genozids, was soll man denn sonst machen als einen Aufstand gegen so offensichtliches Unrecht zu fordern? Und ob ein Dreieck nun ein Terrorsymbol ist oder nicht, falls ja dann benutzen sie halt als Nächstes ein Viereck. Ich finde dass diese Debatten hier mittlerweile ins Lächerliche gehen.

    Stimme aber dem zweiten Absatz komplett zu. Ich hoffe ich klinge hier auch nicht aggressiv, will mich bemühen einen freundlichen Ton zu behalten, aber in Textform klingen die Dinge irgendwie manchmal anders als in der Realität. Hoffe das kommt durch.

  • Wer in diesem Konflikt bei irgendeiner der beiden militärisch operierenden Seiten statt bei der Zivilbevölkerung ist, macht m.E. was falsch.

    Bin ich komplett bei dir. Ich bin aber immer vorsichtig dieser „pro-Palästina/anti-Genozid = Hamas“ Linie zu folgen, die gerne von IDF & Co. verbreitet wird.

  • Ja das schockt natürlich mehr als die Gewalt und Zerstörung im Gazastreifen. Man empört sich über Sachbeschädigung (gab es welche? habe nur Protestbanner gesehen) und fantasiert Gewalt herbei, aber über Waffenlieferungen an genozidale Faschisten und die defakto Außerkraftsetzung des Völkerrechts empört man sich nicht. Ich bin von der deutschen Medienlandschaft so enttäuscht, das ist Arbeitsverweigerung.

  • Aber Gewaltaufrufe und Morddrohungen heißt doch niemand hier gut und rechtfertigt doch auch niemand.

  • Abgesehen davon was genau nun Hamas ist, nennen wir sie einfach Terroristen. Ich bin kein Fan von Hamas, die könnten mir nicht egaler sein, aber wer nun "Freiheitskämpfer" und wer "Terrorist" ist, die Bezeichnung kann sich für die selbe Gruppe über Zeit mit dem politischen Klima ändern.

    Bleiben wir aber einfach mal bei Terroristen. Die "Terrororganisation" (Gott, was ein Bildzeitungswort) Hamas zu unterstützen, ist demnach natürlich falsch, in Deutschland aber auch kriminell und wird dementsprechend verfolgt.

    Hier pauschal nun die pro-Palästina Bewegung zu Terroristen & Hamas-Sympathisanten zu erklären, ist natürlich ein schöner Vorwand, um die Repression gegen anti-Genozid demonstrierende weiter voran zu treiben.

    Was mich zum nächsten Punkt bringt. Natürlich ist es falsch, Gewalt und Terror zu unterstützen. Allerdings ist es in Deutschland ironischerweise kein Problem, den Völkermord an den Palästinensern und das Apartheidregime zu unterstützen. Deutschland pflegt enge Beziehungen zur "Terroroganisation" Likud und deren Anführer Netanyahu. Nur als Kontext, Likud ist eine Nachfolgeorganisation der Irgun, die u.a. für den Bombenanschlag auf das King David Hotel und die ethnische Säuberung von Deir Yassin verantwortlich war.

    Das tatsächlich existierende Problem das wir haben ist nicht hypothetischer Terror von angeblichen "Terrorunterstützern“, sondern tatsächlicher Terror von tatsächlichen Terroristen, an dem Medien und Politik hier in Komplizenschaft gegangen sind durch ihre unkritische Unterstützung Israels.

  • Ich persönlich glaube das Problem heißt im Moment nicht Saleh sondern Deutschland, die Entmenschlichung der Palästinenser hier, die Dinge die hier ohne Konsequenzen gesagt werden können, diese völlige Enthemmung während wir gleichzeitig einen Genozid im Livestream verfolgen, das ist doch nicht mehr normal.

    Icu bin aber trotzdem neugierig, was genau fandest an dem Beitrag falsch? Welche Aussage fandest du hier radikal? Hast du vllt Beispiele dafür?

  • 1.39% ist ein ordentlicher Batzen, auch wenn Sumup da natürlich was anderes sagen würde.

  • Bevor wir uns hier in Geschichtsverfälschung und Nakba-Leugnung verlieren, empfehle ich jeder interessierten Person, die Bücher des israelischen Historikers Ilan Pappe zu lesen. Mehr möchte ich zum Vorpost nicht sagen und denke auch nicht, dass es zielführend ist, sich an den selben, erwiesenermaßen falschen Talkingpoints immer wieder abzuarbeiten.

  • Der Nahost-Konflikt ist im Kern einfach: Zionisten haben Palästina kolonisiert, indem sie es als "leeres Land" deklarierten – genau wie früher in Amerika oder Australien. Die Palästina-Bewegung ist daher eine antikoloniale Bewegung gegen eines der letzten Kolonialprojekte der Welt. Der Völkermord in Gaza zeigt, wozu koloniale Mächte bereit sind, um Widerstand zu brechen. Die "Komplexität" ist nur ein Trick, um diesen grundlegenden Machtkonflikt zwischen Kolonisierern und Kolonisierten zu verschleiern. Wäre es andersrum, läge die Solidarität auch genau andersrum. Deshalb geht es hier auch ziemlich einfach nicht um politische Lager sondern universelle Menschenrechte die von niemanden verletzt werden sollten, egal unter welchem Vorwand.

  • „Es ist kompliziert“ ist eine Propagandalüge, die man uns erzählt, damit wir uns nicht einmischen. Lasst euch bitte davon nicht einlullen. Und ich möchte damit u/Quittenbrot nicht vorwerfen, dies in die Welt gesetzt zu haben oder hier selbst Propaganda zu verbreiten, hoffe das ist klar.

    Jedenfalls ist das ganze ziemlich einfach, es gibt gewisse Dinge, die nicht okay sind. Nämlich Menschen ermorden oder unterdrücken. Oder sie schlechter zu behandeln aufgrund ihrer Ethnie, Religion, etc.

    Leider passiert genau das gerade in Palästina und die Politik in Berlin hat ein Problem mit Menschen, die das auch so benennen und geht dafür beängstigende Längen. Der Diskurs generell gilt ja hier nicht der Frage, ob die betroffenen nun gewalttätig waren oder nicht, sondern der Tatsache, dass man versucht, sie ohne ordentlichen Prozess loszuwerden und es immer mehr Versuche seitens der Politik gibt, den Rechtstaat außer Kraft zu setzen, um politischen Dissenz auszuschalten.

    Muss also kein wir/die Ding werden, wenn wir über universell geltende Werte sprechen, denen wir im Grunde sowieso alle zustimmen. Und dann muss es ja auch nicht eskalieren.

  • Ist doch beim Gaza-Genozid schon Alltag, da sucht eine KI Ziele aus und eine autonome Drohne führt die Angriffe aus. Da gab es doch Berichte zu dass ein Mensch die Liste nur einmal überfliegt und alles andere automatisiert abläuft.

  • Ich bin etwas salty mit den ÖR momentan, vergib mir das. Der Artikel ist schon sehr suggestiv, also es ist alles natürlich nicht eindeutig klar aber alles spricht dafür. Habe das aber zu extrem formuliert, sorry.

    Mein Problem hier ist, dass solche Analysen wissenschaftlich fundiert sein sollten, bevor man sowas verbreitet, gerade eben weil es ja z.B. Politikerinnen und Lobbyisten in die Hände spielt, dieses Narrativ zu bedienen. Und wenn ich mir nun die Problemstellung anschaue gibt es ziemlich viele Möglichkeiten, wie man zu falschen Schlüssen kommen könnte und die Methodik wird jetzt auch nicht im Detail aufgeschlüsselt.

    Ich halte das alles für durchaus möglich, so ist es nicht, aber ich will meinem Confirmation Bias trotzdem nicht freien Lauf lassen.

  • Es gibt sowas das nennt sich journalistische Sorgfaltspflicht und wir zahlen angeblich Rundfunkbeitrag damit die öffentliche-rechtlichen Medien dieser Pflicht nachkommen. Klappt schon wenn es um Palästina geht gar nicht mehr, nun sollen wir aber als Nächstes noch lernen, den Iwan wieder zu fürchten?

    Wenn man da konkrete Beweise hat und auch transparent und reproduzierbar belegen kann, wie man zu einem Ergebnis gekommen ist, das kann man da durchaus drüber berichten. Momentan liest es sich aber eher als Propaganda.

    Nicht, dass ich Putin das alles nicht zutrauen würde, ich glaube auch dass z.B. der ganze Hass auf Geflüchtete & Migranten generell zum Teil eine russische Destabilisierungskampagne ist. Beweisen kann ich das aber nicht und deshalb stelle ich es nicht als vermeintliche Tatsache dar.

  • Das ist schon ziemlich lange her, war glaub ich ne 1. Mai Demo, aber einmal hat die Polizei uns eingekesselt, ich und ein paar andere konnten noch wegrennen wurden aber tatsächlich von ein paar übermotivierten Cops verfolgt und eingeholt. Wir haben uns nicht gewehrt und waren auch zu keinem Zeitpunkt gewalttätig. Ich habe noch Glück gehabt und wurde nur mit Handschellen auf den Boden gelegt, habe schnell reagiert und war entwaffnend freundlich. Der neben mir war glaube ich etwas schockiert und konnte nicht so schnell reagieren. Als er schon gefesselt war wurde er trotzdem noch von einem Hund in den Arm gebissen und gegen den Kopf getreten und sie haben „scheiß Kanake“ währenddessen zu ihm gesagt. Seine Wunden mussten genäht werden. Nachdem die Personalien aufgenommen hatten und uns befragt haben wurden wir wieder freigelassen und ich habe nie Post bekommen oder so. Wir waren beim Anwalt und wollten das anzeigen aber der hat uns davon abgeraten, weil die Cops sich wohl einfach absprechen, irgendwas erfinden und dann noch Gegenanzeige machen. Das war sehr schockierend. Warum die uns eingekesselt haben? Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht und bin auch in keiner Antifa schwarzer Block Bewegung und prügele mich nicht mit Cops, bin oft auf Demos aber nie in der ersten Reihe und ich kenne mich auch nicht aus mit Polizeitaktiken und sowas. Bin nur weggerannt weil ich Angst hatte dass die danach auf uns einkloppen wenn wir eingekesselt sind, diese Democops sehen aus wie Stormtrooper vor denen hab ich ehrlich gesagt ziemliche Angst.

    Diese Szene vom Frauenkampftag habe ich nicht live miterlebt aber habe zu oft Ähnliches gesehen um zu wissen dass vorher nichts passieren muss: https://m.youtube.com/shorts/2o5PIjOKhOo

    Neulich wollten die Nazis durch Friedrichshain marschieren, da haben die Cops ungefähr auf Höhe vom Club about blank auch einfach unprovoziert auf die Leute eingedroschen. Grund dafür war dass wir den Nazis den Weg blockiert haben. Ich stehe nie ganz vorne und kann nicht alles sehen, konnte aber wirklich nicht erkennen dass die Leute gegen die Polizei gewalttätig gewesen wären. Wir wollten einfach nur die Nazis blockieren. Oh aus einer anderen Perspektive gibt es dazu ein Video: https://bsky.app/profile/did:plc:x4mzdcf5dzxicy7n4dvlof7p/post/3lky4icbxgk2k

    Die Polizei berichtet meistens, dass Flaschenwürfe der Grund für ihr einschreiten wären. Was ich aber beobachtet habe ist dass die Flaschenwürfe tatsächlich stattfinden, aber erst nachdem die Cops schon angegriffen haben.

    Dazu, wie es in deren Köpfen aussieht, gab es neulich auch einen Artikel zu in der TAZ: https://taz.de/Beamte-verherrlichen-Nazis-in-Chats/!6070259/

    Sorry für die wall of text aber zu Polizeigewalt auf Demos könnte ich ein Buch schreiben.

  • Ich wohne in Berlin und habe mir mit angeschaut wie die SPD & CDU mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Mitteln gegen die Anti-Genozid Proteste vorgegangen ist, hier auf jeder Demo friedliche Protestierende blutig geschlagen und festgenommen haben. Ist eigentlich egal ob gegen Rechts, fürs Klima, am Frauenkampftag, für Palästina, es ist immer wieder die selbe Geschichte. Wenn die Nazis durch Friedrichshain marschieren prügelt die Polizei ihnen den Weg frei.

    Ich kann mich noch erinnern, als die HU-Präsidentin durch einen Anruf von Kai Wegner genötigt wurde, eine Hörsaalbesetzung durch die Polizei räumen zu lassen. Da hat sich keiner von der SPD die dort mit in der Regierung sitzt quer gestellt. Hier wurden auch schon vorher rechtswidrig Einreiseverbote ausgesprochen oder auch UN-Mitarbeiterinnen gecancelt bzw. von der Polizei massiv eingeschüchtert, wiederum unter Beteiligung der SPD.

    Das nur um ein paar Beispiele zu nennen. Diese ständigen Angriff auf unsere Meinungsfreiheit und das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit sind die Gründe, warum ich die CDU&SPD Steigbügelhalter der Faschisten nenne. Ich wünsche es mir wirklich nicht, ich wünsche mir eine Rückkehr zu einigermaßen normalen Verhältnissen in denen wir den Politikern auf die Finger hauen und sie die Botschaft verstehen. Ich glaube aber dass das im Moment nicht genug ist, dazu ist die Lage zu ernst und deshalb müssen wir besonders achtsam sein, dass wir auf unserer Freiheit beharren.

  • Naja wenn die Leute sagen „wehret den Anfängen“ dann geht es genau um sowas. Ich würde sagen, wir sind schon weit über die Anfänge hinaus, aber so ist es nunmal, wo etwas schiefläuft müssen wir das benennen und uns dagegen wehren.

    Ich finde es fragwürdig, dass das ganze dann immer als „emotional“ bezeichnet wird. Und selbst wenn es so wäre, wäre es doch gut, dass Leute emotional darauf reagieren, dass hier und jetzt gerade massiv die Freiheit von uns allen beschnitten werden soll. Das ist keine sinnlose Empörung sondern ein tatsächlicher Eingriff in die Meinungsfreiheit und das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit.

  • Wieso das denn?

    Naja genau eben weil du hier wirklich viele Worte darauf verwendest davon abzulenken dass das hier tatsächlich einfach nicht mit rechten Dingen zugeht, auch wenn es vielen Leuten aufgrund der eigenen politischen Meinung in den Kram passt.

    Die Legalität an sich ist erstmal zweitrangig, wenn die AFD es nun legalisiert, mich nach Afrika zu deportieren aufgrund der Herkunft meiner Eltern ist das trotzdem falsch. Und den Weg für diese Fantasien bereiten wir gerade jetzt dadurch dass Menschen unschuldig deportiert werden. Manchmal ist es sogar illegal (Maja T. nach Ungarn). Es werden hier einfach gerade Fakten geschaffen, die der AFD bei einer möglichen Machtübernahme den Weg in den vollständigen Faschismus ebnen. Und das irgendwie zu rechtfertigen kann ich nicht anders bezeichnen als Schwurbelei.